Der Mercosur vor dem Ende?

Asunción: Nein, es kommt keine Endzeitstimmung auf, jedoch schwierige Zeiten, die wenn es nach den Grundsätzen gehen würde dank Koordination leicht zu beheben wären. Im Artikel 1 des Vertrages von Asunción aus dem Jahr 1991 heißt es: „Die Koordination der Politiken zwischen den Mitgliedsländern in Bezug auf Außenhandel, Landwirtschaft, Industrie, Steuern, Wechselkursen, Zoll, Transport und Dienstleistungen“ und nicht dass die Restriktionen zwischen den Ländern von Jahr zu Jahr zunehmen.

Jetzt wo ein Freihandelsvertrag mit der Europäischen Union in greifbare Nähe rückt, wird die brasilianische Regierung von großen Produzenten dahingehend beraten, als dass ein Ausstieg sinnvoller wäre, um allein den Pakt mit der EU zu schließen. Paraguay und Uruguay wurden während der ganzen Zeit über nicht als Partner auf gleicher Höhe angesehen. Argentinien möchte auch bei diesem kommenden Vertrag einen Sonderstatus,welches es jetzt schon hat, da es kaum noch möglich ist Waren nach Argentinien zu importieren. Dies könnte sich auf die Entscheidung der Brasilianer auswirken. Dabei scheint der noch ausstehende Wiedereintritt Paraguays in die „politische Zollunion“ als unbedeutend kleines Problem.

Der Freihandelsvertrag, den die EU schon seit Jahren anstrebt bezieht sich eh größtenteils auf den Wunsch Brasilien näher zu kommen. Solch ein Schritt könnte jedoch vom Mercosur überlebt werden, wenn dieser als politisches Bündnis und Zollunion weiterlebt. Venezuelas Regierung hat durch die temporäre Präsidentschaft des Bündnisses bestimmt schon konkrete Vorstellungen dazu.

(Wochenblatt)

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6 Kommentare zu “Der Mercosur vor dem Ende?

  1. Die EU möchte nur ein Freihandelsabkommen mit Brasilien und nicht mit der Mercosur!

    Schon im März 2011 wurde das klar gesagt:
    (Wochenblatt) „Das Komitee der europäischen Landwirtschaftsorganisatoren und Kooperativen (Copa-Cogeca) gab heute bekannt, dass ein kommerzieller Pakt zwischen der Europäischen Union und den Mercosur Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) einen Kollaps im europäischen Rindfleischsektor provozieren würde“.

    Man sollte aber bei den kommenden Verhandlungen nicht nur nach den Wünschen der EU fragen. Immerhin braucht die EU die Mercosur mehr als umgekehrt.

    1. Ich denke, dass ist Wunschdenken. Weshalb sollen sie den Mercosur brauchen. Sie brauchen in erster Linie Absatzmärkte (vor allem Deutschland mit seinem riesigen Exportüberschuss) und die können sie auch einzeln haben. Da machen sie halt Verträge mit Brasilien, Uruguay usw. separat. Jedes Land hier ist doch scharf darauf, Verträge mit Europa zu machen und dabei möglichst den Nachbarn noch auszustechen.

  2. Also irgend wie laeuft anscheinedn bei mir was vorbei. Ich erinnere mich, genau im Wochenblatt gelesen zu haben das Europa sich fuer Paraguay stark macht. Es war desweiteren von mehreren freihandels vertraegen fuer Paraguay die rede. Nun lese genau dieses iom zusammenhang mit Brasilien und Arbentinien. Das ich hier somanchen Bericht ein zwweites mal lesen muss um ih zu verstehen da die satzstellungen und der Berichtaufbau auf mich irritierend wirkt ist ja ok. Aber das nun auf mal ehemals nieder geschriebene Faktten sich anders darstellen laesst mich erstaunen.

    Vielleicht bin ich zu dumm diese komische bericht erstattung zu verstehen was ich aber sicher nicht annehme . Folegedessen gibt es nur ne 2 Moeglichkeit die besser unausgesprochgen bleibt

    1. Hallo Frank ! Genauso ist es geschrieben worden ohne Paraguay im Mercosur kein Abkommen.Spanien und Deutschland haben sich da stark gemacht seiner Zeit. Ob am Ende Geld und Gewinn mehr Gewicht hat als Worte steht auf einen anderen Blatt. Gruß Asgard!

  3. Brasilien macht was es will, das ist nicht neu. Die restlichen Länder haben den Mund zu halten, auch nicht neu. Argentinien versucht gelegentlich seine eigene Suppe zu kochen…kommt gut an in Europa, siehe die Enteignung von Repsol…vamos a ver

  4. Teile und herrsche, ist die uralte Devise und womit kann man das am besten, mit dem Versprechen eines wirtschaftlichen Vorteils. So halten es die Betriebe, vor allem auch die Konzerne und deren Interessen setzt bekanntlich die Politik (in diesem falle die EU) um. Erst wird sich im Land A angesiedelt. das aber nur, wenn dieses Land bereit ist dicke Subventionen (steuerliche Erleichterungen, billige Grundstücke, billige Arbeitskräfte etc.) zuzusagen. Nach Ablauf der Subventionsleistungen wird im Land B das gleiche „Spiel“ erneut gespielt und so weiter und so weiter. Verhandelt man mit den Ländern Südamerikas einzeln, so ist eben mehr heraus zu schlagen, als wenn diese im Paket (Mercosur) auflaufen. Da die Regionalpolitiker (Brasilien, Argentinien etc.) politische Erfolge (zur Wiederwahl) vorweisen wollen und müssen) handeln sie genau nach den Wünschen der Konzerne (vertreten durch die EU). Erst wenn alle Länder die bitteren Erfahrungen der Manipulation durch die Konzerne erfahren haben, ist eine Änderung ihrer Politik denkbar. Aber das kann erst am Sankt Nimmerleinstag sein, denn die Subventionsfristen betragen häufig 10 und mehr Jahre. Gerade hat Py ein solches Gesetz mit „Sicherheiten für Investoren“ verabschiedet und alle denken, sie hätten etwas besonders Gutes getan.

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