Der Präsident und die Presse

Der Staatspräsident, Horacio Cartes, macht mal wieder Schlagzeilen in allen Pressemedien, sei es Rundfunk, Fernsehen oder Zeitungen, er ist bekannt für seine Äußerungen gegenüber den Medien.

Horacio Cartes nahm Stellung zu den katastrophalen Zuständen in einem Krankenhaus in Luque, dabei wurden Patienten von Sicherheitskräften gehindert mit dem Präsidenten in Kontakt zu treten und ihre Probleme zu erörtern.

Cartes war in Caazapá um die Baufortschritte der Route 8 “Blas Garay“ zu besichtigen, parallel dazu besuchte er auch eine Landwirtschaftsschule in der Gegend.

Nach der offiziellen Veranstaltung wurde der Präsident von Reporten über den Zustand im regionalen Krankenhaus von Luque angesprochen, welches er vor kurzem besucht hatte. Dabei hatten sich viele Patienten über die Klinikleitung beklagt, es gebe Mängel bei der ausreichenden Medikamentenversorgung sowie beim Pflegepersonal. Im Zuge dessen kam es zu Tumulten, als Sicherheitskräfte des Präsidenten Patienten zurück drängten, unter anderem auch eine schwangere Frau, die Kontakt mit ihm aufnehmen wollten.

Cartes sagte dann gegenüber Reportern in Caazapá, angesprochen auf die Zwischenfälle in Luque, das sei “eine Lüge“, was veröffentlicht wurde. Die Journalisten vor Ort wollten weiter nachfragen, der Staatspräsident aber sagte, „ich habe ein Herz und Verantwortung, werde aber dafür nicht belohnt“. Er verließ dann die Pressekonferenz mit den Worten “das Thema ist nicht der Rede wert“.

Mittlerweile sagte der Berater des Präsidenten alle weiter Presseauftritte ab, er gab an, nur noch Statements über die staatliche Agentur IP Paraguay abzugeben.

Quellen: ABC Color, Ultima Hora, La Nación, Foto: Gentileza presidencia.gov.py

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12 Kommentare zu “Der Präsident und die Presse

  1. Das ist gelebte Demokratie der Marke Paraguay. Dazu fällt mir der Text eines bekannten Liedes ein:“ Die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere, doch weil wir so klein sind, erreichen wir sie nie.“

  2. „En Dubio Pro Reo !“ Dieses Menschenrecht gilt für jeden. Und auch ein Staatschef darf ohne Beweise nicht beschuldigt werden. Meine Erfahrung nach vielen Jahren in Südamerika, insbesondere Paraguay sind folgende: Sätze enthalten hier fast immer Unwahrheiten, Ungenauigkeiten, pathologische oder absichtliche Lügen und Schutzbehauptungen. Aussagen ohne Beweise ist grundsätzlich mit Skepsis zu begegnen. Wer seine Investitionen oder Lebensplanung nach Worten bzw. Aussagen richtet, erlebt viele böse Überraschungen. Besonders wenn es darum geht eigene Interessen durchzusetzen ist die Bevölkerung von Paraguay oder Nordbrasilien mit Falschanklagen, Behauptungen, falschem Zeugnis und verschiedenen Fallen schnell dabei Zersetzung zu betreiben. Auch Rattengift kommt in die Auswahl. Das psychopathische Denkmuster der Dimension 1 ist besonders stark ausgeprägt. Man schiebt alles auf die, die Geld haben um etwas rauszupressen. Anstatt Vereine zu gründen, sich zu bilden, um konstruktive Lösungen und Vorschläge zu erarbeiten, setzt man sich lieber beim Terere zusammen und überlegt, wie man mit Tricks etwas bekommt, wofür man aber keine Leistung geben will. Natürlich bemitleide ich fleissige, strebsame Paraguayer die im Kungelland kaum vorankommen. Es ist zur Gewohnheit geworden, dass man angeblich nur etwas mit Tricks und Lügen sowie Hyänenartigen Rudelfreundschaften weiterkommt. Selbst viele Deutsche eignen sich diese Trickserei an. Aber nach meiner Analyse sind ist am Problem in Luque oder sonstwo nicht Cartes Schuld, sondern die Tendenz der Paraguayischen Mentalität selbst. Wollte Cartes das Land sanieren müsste er alle Schlüsselpositionen und wichtigen Arbeitsstellen für 20 Jahre mit handverlesenen Menschen besetzen, die gebildet, systematisch, zielorientiert, ideenreich, parteilos, engagiert, selbst bei Nachteilen ehrlich und wertschaffend vorgehen. Es gibt keine andere Lösung. Die anderen Alternativen sind: Schönreden, Schutzbehauptungen, Weglaufen, Kredite aufnehmen und in die Rachen korrupter Administratoren werfen und Volk damit „verkaufen“. Es gibt keine andere Lösung für Volkswirtschaft in denen tendenziell gewissenlose, verlogene und korrupte Menschen rudern. Ich bin kein Mennonit, Japaner oder Koreaner. Aber selbst diejenigen, welche kein Geld haben, arbeiten wertschaffender, gewissenhafter und ehrlicher. Die lösen viele Probleme selbst, auch als kein Geld da war, haben die es geschafft. Durch Bildung, lesen, Bemühen, Ideenreichtum, Wort einhalten etc. Fazit: Lieber Herr Cartes, ich Sie nicht und bin sicher kein Staatschef kann heilig sein in dieser Welt, wenn man mit Mächten jonglieren muss. Aber Schuld an der Mentalität eines Volkes, hat das Volk zum Großteil selbst. Wer nicht gegen Unwahrheiten kämpft, muss die bitteren Früchte essen, die Unwahrheit im Volk mit sich bringt. Eltern und Erwachsene sind da für das kommende Volk verantwortlich. Ich hoffe für das schöne Land Paraguay und für diejenigen Paraguayer die bei 40 Grad ehrliche Arbeit leisten, dass die Politik mehr in ehrliche, gwussenhafte, fleissige Menschen investiert. Alles andere schafft sich dann von selbst. Denn: Gib einem Armen 7 „Fische“ und er wird 7 Tage satt sein, lehre ihm da Fischen und er sowie seine Familie wird immer satt sein.

  3. Nachtrag und Ratschlag an denen die von Hyänen und Zersetzer, bzw. Psychopathen der Dimension 1 umgeben sind: Machen sie einen kleinen Exkurs über Vergiftungen. Nicht immer wird es blutverdünnendes Dengue gewesen sein. Auch plötzlicher Herztod Wohlhabener inmitten von Hyänen sotten genauer geprüft werden. Es empfiehlt sich mit „Antidoto“ auszurüsten und zutrainieren Symptome rechtzeitig zu erkennen. Vitamin K1 Rutina, wird von Scavone verkauft und hilft bei zu dünnem Blut. Auch Mikrowellen werden eingesetzt, doch seltener, Analysegeräte (wie seismologissche Ozillographen) bereits erschwinglich. Es sei auch Männern geraten, erst das Umfeld seiner neuen Freundin und deren möglichen Absichten zu prüfen. Wenn ihnen ein Landsmann oder Einheimischer ein Geschäft und/oder Frau empfiehlt, überlegen Sie sich das 1001 mal, denn soviele schöne Märchen gibt es. Gehen sie lieber selber auf die Suche, mit checkliste Dr. Hare Dimension 1 in der Hand. Viel Erfolg !

    1. Auch K.O Tropfen werden gerne eingesetzt, da man hierzu ein billiges Tier-Medikament einsetzen kann. Werde den Namen nicht nennen um keine Ideen zu liefern, aber Vorsicht bei Schuettelfrost, Uebelkeit und einsetzender Benommenheit. Habe die Erfahrung hier machen muessen bevor mein Haus ausgeraubt wurde.

      1. Was mich interessieren würde, wurden die Täter gefaßt und ihrer gerechten Strafe zugeführt? Nach meinen Erfahrungen werden nämlich bei ausländischen Opfern nur widerwillige Ermittlungen bis überhaupt keine aufgenommen und am Ende kommt nicht dabei raus. Eigentlich sollten wir Landsleute bei diesem Thema zusammenhalten und alle Fälle zusammentragen. Damit ließe sich sicherlich einiges bewegen, auch über unsere Botschaft. Jeder für sich allein, das wird zu nichts führen.

        1. Die Deutsche Botschaft vernachlässigt deutsches Humankapital in Paraguay sehr. Weder Staatserbrecht, noch Todesfälle, noch Betrugsdelikte, noch die Einbindung in mögliche Franchiseprojekte werden ausreichend geprüft. Es ist zwar richtig, dass viele Deutsche hier schräge Vögel sind, trotzdem müssen Beamte und Bedienstete dem Sinn des Amteides folge leisten. Das wäre win-win Situationen für Deutsche Wirtschaft und Bevölkerung schaffen. Den Hyänen das Feld zu überlassen und brachliegende Kapazitäten nicht zu nutzen ist grob fahrlässig bzw vorsätzlich. Ich habe beispielsweise einen merkwürdigen Todesfall mit Erbprotokoll der Botschaft berichtet. Es wurde verweigert irgendwas zu Protokoll zu nehmen ! Auch nachhaken brachte anscheinend nichts. Staatserbrecht wurde nicht ausgeübt, obwohl möglich. Auch die bekannten Tricks der Ausrsubung oder Zersetzung werden den Deutschen Neuankömmlingen nicht erklärt. Eine Broschüre zum Schutz sowie Rechtsberatung existiert de facto nicht. Wenn ich es selber nicht erfahren hätte, könnte ich nicht glauben, dass meine Steuergelder diese Botschaft bezahlen.

          1. Und was spricht dagegen, daß wir deutsch sprechenden Einwanderer uns selbst organisieren, eine Kriminalitätsstatistik führen, Erfahrungen zusammen tragen und austauschen und unbedarfte bzw. Neu-Einwanderer rechtzeitig informieren? Desgleichen wäre ja auch wichtig in den Bereichen Krankenversicherung, Altersversorgung usw. Ich wäre bereit da mitzuwirken, sofern andere halbwegs intelligente Mitlandsleute das ebenfalls unterstützen würden. Könnte doch zumindest der Verlag „Das Wochenblatt“ im Vorfeld organisatorisch anstoßen! Wenn wir alle nur jammern und uns beklagen, wird sich nie was ändern und der Einzelne hat hier keine Chancen, wenn er nicht einmal Unterstützung von der Deutschen Botschaft erhält.

          1. Also Manfred Sie koennen meine Mailadresse ueber den Herausgeber erfahren wen Sie wollen und sich mit mir in Verbindung setzen. Ich waere durchaus bereit daran mitzuarbeiten, dass dieses Land fuer Einwanderer sicherer wird. Ich verstehe etwas von Datenanalysen und Profiling. Koennte auch eine entsprechende Datenbank oder Forum aufbauen. Man koennte die entsprecheden Tricks, Kniffs und Erfahrungen sammeln und so einiges mehr …

  4. Dass für ihn das Thema nicht der Rede wert ist, ist doch logisch – was gehen ihn die Sorgen der durchschnittlichen Bevölkerung an. Sein Clientel geht zur Behandlung in private Spitäler mit guter Ausstattung. Da müssen die Angehörigen nicht auf dem Fußboden neben dem Bett schlafen und die Patienten waschen und pflegen.
    Ich habe noch die Stimmen vieler armer Paraguayer im Ohr, die vor der letzten Wahl sagten, das sie H.C. wählen, weil der reich ist, kein Geld abzweigen muss und sich um die armen Leute kümmern wird. Die Naivität der Bevölkerung von Paraguay ist sicherlich mit Weltspitze. Dann hat man wenigstens einige Gebiete, auf denen man hier zur Weltspitze zählt: Korruption, schlechte Gesundheitsversorgung, miserable Bildung, Duckmäusertum gepaart mit Betrug, Naivität usw.

  5. Mein Rat aufgrund meiner sehr vielfältigen Erfahrungen im Lande Schilda: Zunächst nichts und niemanden etwas glauben, alles genau selbst überprüfen und erst dann entscheiden, wenn nachweisliche Fakten vorliegen. Immer das Schlimmste und hinter jeder Freundlichkeit eine Strategie oder Falle vermuten, bis zum Beweis des Gegenteils. Freundschaften zu Einheimischen lange, sehr lange prüfen. Wirkliche Fachleute gibt es selten. Verantwortungsbewußtsein und Rücksichtnahme sind Fremdwörter. Wer das berücksichtigt erspart sich Enttäuschungen, Ärger, Kosten u.U. ein Scheitern seiner Existenz. Manche mögen es vielleicht nicht gerne hören, aber ich habe bisher noch am ehesten mit Mennoniten gute und zuverlässige Erfahrungen gemacht, sei es im Handwerk, Handel oder im medizinischen Bereich.

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