Der Zufall sorgte wohl für die Einwanderung der Mennoniten

Kolonie Neuland: Ein Zufall dürfte dazu geführt haben, dass die Mennoniten Paraguay als ihre neue Heimat auswählten. Sicherlich waren aber auch politische Gründe dafür ausschlaggebend.

1920 lernte der damalige Staatspräsident Paraguays, Manuel Gondra, während einer Schiffspassage von New York nach Asunción einen amerikanischen Großgrundbesitzer und Geschäftsmann kennen. Samuel McRoberts, ein ehemaliger Offizier, suchte damals unbesiedeltes Territorium für einen Kunden, das Mennonitische Zentralkomitee (MCC), das seinen Sitz in Acron im US-Bundesstaat Pennsylvania hatte.

Dem MCC ging es darum, eine Lösung für die Probleme zu finden, die unter den Mennoniten in Kanada entstanden waren. Knapp ein Drittel der 18.000 Mitglieder, die dort seit rund vierzig Jahren lebten, wollten sich nicht mehr den Auflagen beugen, die ihnen, wie allen Einwanderern, von den kanadischen Behörden gemacht wurden. Sie wollten vor allem die obligatorischen Englischkurse nicht besuchen. Für die Anhänger der von Menno Simons gegründeten Sekte ist die Sprache überall auf der Welt, außer in den USA, bis heute ein entscheidender Aspekt ihrer Lebensweise. Innerhalb ihrer Gemeinschaften wird das so genannte Plattdeutsch gesprochen, während Deutsch als offizielle Verkehrs- und Schulsprache gilt.

Als Manuel Gondra erfuhr, dass Mexiko gerade 4.000 *Mennoniten aufgenommen hatte, Argentinien aber solche Einwanderer nicht wünschte, weil sie das Tragen von Waffen ablehnen. Somit stand Paraguay ganz oben auf der Wunschliste.

Damit waren alle Voraussetzungen geschaffen für die drei großen Einwanderungsschübe, die vom Mennonitischen Zentralkomitee organisiert wurden und die Anhänger der Sekte zunächst in den Chaco und später auch in den Osten Paraguays führten.

Der erste Schub von Siedlern kam aus der kanadischen Provinz Manitoba und führte in den Jahren 1926 und 1927 zur Gründung der Kolonie Menno.

Dann wanderten mennonitische Opfer der stalinistischen Verfolgung aus der Ukraine und dem Amur-Gebiet ein, die zunächst nach China oder Deutschland geflohen waren, und errichteten 1930 die Kolonie Fernheim.

Zuletzt kamen noch Flüchtlinge aus Russland, die zum Teil den deutschen Truppen auf ihrem Rückzug gefolgt waren, dann aber von der Roten Armee gefangen genommen und interniert wurden. Sie siedelten sich 1947 in der Kolonie Neuland an.

Quellen: Le Monde Diplomatique / Dokumentation Bernard Classen / ABC Color

* abgeändert

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

43 Kommentare zu “Der Zufall sorgte wohl für die Einwanderung der Mennoniten

  1. Seit wann sind die Mennoniten eine Sekte???
    Mennonit zu sein ist eine Glaubensfrage und hat in Wahrheit nichts mit Sprache, Hautfarbe, Herkunft usw. zu tun.
    Das man die deutsche Sprache beibehält ist nichts weiter als Tradition…

  2. Die Verwendung des Begriffes „Sekte“ durch die Redaktion für die Mennonitische Kirche sollte noch einmal gründlich durchdacht und ggfs. revidiert werden. Im Allgemeinen Sprachgebrauch wird dieser Begriff als eine negative und abwertende Qualifizierung verwendet. Ich glaube und hoffe nicht, daß die Redaktion genau das beabsichtigte. Im kirchlich-religiösen Wortgebrauch bezeichnet man mit Sekte eine Abspaltung von der vorherrschenden Kirche. Die erste christliche Kirche seit Jesu nannte sich die „Katholische Kirche“, was nichts anderes bedeutet wie „weltumspannende Kirche“ Alle von der katholischen Kirche abgefallenen Glaubenrichtungen werden bis heute von der katholischen Kirche als „Sekte“ bezeichnet. Das galt offiziell bis vor wenigen Jahren auch noch in Paraguay. Konkret zu den Mennoniten: Die mennonitische Kirche gehört zum evangelischen Kirchen-Weltverband und ist Welt weit vertreten, selbst in Afrika und China. Für die Mennoniten gilt die Bibel als DAS FUNDAMENT des Glaubens, uneingeschränkt und unverändert. Damit stehen sie im Gegensatz zu den beiden großen Weltkirchen, der katholischen und der evangelischen Kirche. Die katholische Kirche fügte im Laufe der Jahrhunderte der Bibel´(Altes und Neues Testament) Dinge hinzu, die dort so nicht stehen. Man könnte auch sagen, sie legte den Menschen Lasten auf, die absolut unbiblisch sind. Die evangelische Kirche verwässert dagegen im Laufe des letzten und jetzigen Jahrhunderts das Glaubensfundament der Bibel immer mehr. Sie stellt damit den Glauben und sich selbst immer mehr in Frage, weil sie sich dem Zeitgeist anzupassen versucht. Damit wird sie jedoch nicht glaubwürdiger, sondern unglaubwürdiger bis überflüssig. Daher auch die rückläufigen Kirchenmitgliederzahlen. Wer also sind so gesehen die wirklichen Sektierer? Diejenigen die sich unverändert an die Bibel halten, oder diejenigen, die sich die Bibel zurecht biegen, je nach Zeitgeist und Machtausübung?

      1. Mit Sicherheit ein sehr interessanter Artikel. Allerdings ist es nicht entscheidend was einzelne Personen bzw. Institutionen für Ansichten bezüglich dem Thema „Mennoniten & Sekte“ verbreiten, sondern was im allgemeinen Verständnis und Sprachgebrauch üblich und damit Ton angebend ist.

      2. Sẹk·te
        Substantiv [die]
        1.
        eine Glaubensgemeinschaft, die im Gegensatz zu den großen Religionsgemeinschaften relativ wenig Mitglieder hat.
        2.
        abwertend
        eine kleinere (Glaubens-)Gemeinschaft, oft mit einem hierarchischen Aufbau, deren Ansichten meist sehr radikal und abwegig sind sowie den ethischen Grundwerten der Gesellschaft widersprechen.
        .
        .
        Das ist die Definition und wo gibt es hier ein Drama? Abwertungen gehen immer aus schädigender Absicht hervor und der Artikel ist doch wohl eindeutig. Ist Borniertheit eigentlich heilbar?

  3. Interessanter Artikel, interessante Kommentare. Jedoch erkenne ich Tatsachen erst als real an, wenn sie wissenschaftlich fundiert sind und nicht umgekehrt irgend welche erfundenen alten abergläubische Geschichten als real anerkenne. Sollte nun jemand auf die Idee kommen mich als Agnostiker oder Atheisten zu betiteln, der keinen Sinn im Leben außer sich die Flöhe aus den Haaren zu picken gefunden habe, dann muss man konsequenterweise auch die kath. Kirche als Sekte bezeichnen, denn die Existenz irgend eines Schöpfers ist genau so bewiesen wie dass wir in einer riesengroßen Teekannengalaxie leben.
    Dennoch freut es mich, dass diese verfolgten Menschen eine neue Heimat gefunden haben und der Grausamkeit einen Englischkurs absolvieren zu müssen entrinnen konnten. Wish you all a Good, pardon, god day.

    1. Im Grunde geht es den Anhängern der Wissenschaften (zu denen ich mich ebenfalls zähle) genau gleich wie den Glaubensanhängern: Auf Grund fehlender eigener Kenntnis muss geglaubt werden, was gesagt wird.
      ——
      Dennoch würde ich von Ihnen gerne den wissenschaftlichen Beweis vorgelegt bekommen, dass ein Schöpfer nicht existiert.

    2. Herr Dieter, obwohl Sie an der Reihe gewesen wären, mittels einer deduktiven Methode meine Hypothese „Wir leben in einer Riesenteekannengalaxie“ zu widerlegen, liefere ich Ihnen gerne den Beweis, dass es Gott nicht gibt:
      Jesus hat sich nicht am Kreuz geopfert, sondern wurde von den Römern schon zuvor oft angewandten Methode für Kriminelle und Aufmüpfige verurteilt und gekreuzigt. Er hat es nicht freiwillig getan. Oder ging er etwa zum Pontius Pilatus und sagte: „Schaut her, ICH melde mich freiwillig, um für die Sünden der Menschen am Kreuz zu sterben. Bitte, bitte, nagelt mich ans Kreuz!“? Nein! Ihm wurde keine Wahl gelassen! Und allem Religionsquatsch zum Trotz, er hat es auch nicht darauf steuern können. Daraus folgt, dass es auch keinen Gott gibt.
      Der ganze Religionsquatsch ist unglaubwürdig und widerspricht sich selbst, so dass die Nichtexistenz eines Schöpfers schon durch den Religionsquatsch selbst bewiesen ist.
      Den wissenschaftlichen Beweis, dass ein Schöpfer nicht existiert ist während den letzten 2000 Jahren irrelevant. Der Beweis, dass es einen Schöpfer gibt hingegen nicht, denn es hat Millionen Menschen wie mir das Leben durch Mord gekostet.
      So, nun habe ich meine Beweise geliefert. Nun erwarte ich aber doch, dass ich von irgend jemandem entweder den Beweis bekomme, wir lebten nicht in einer Riesenteekannengalaxie oder dann eine lebenslänglich Einzahlung mit automatischem Übertrag auf die Kinder und Kindeskinder auf mein Konto der Riesenteekannengalaxie-Steuern.

      1. Würde in der Wissenschaft ein Beweis auf diese Art und Weise geführt werden, so hätte die Menschheit bis heute noch nicht mal das Rad erfunden.

        1. Meinen Sie damit Ihre nicht existente Beweisführung? Hochgescheite Fragen und dann einen lapidarischen Einzeller, pardon, Einzeiler als Antwort. Wahrscheinlich nicht. Nein, auch wegen Ihnen werde ich jetzt kein Studium in Theologie beginnen, um den wissenschaftlichen Beweis zu erbringen, dass es keinen Gott geben kann, da ich schon genug Schwachsinn als Antwort auf meine Kommentare bekomme. Sie haben Recht, ich bin kein Fachmann auf dem Gebiet. Doch Sie können offensichtlich auch nicht mehr als lapidarische Einzeiler beitragen, die jedoch auf Papier ausgedruckt immerhin die Erfindung des Feuermachens beschleunigt hätte, hätten die Steinzeitmenschen schon Drucker gehabt.

          1. Werter SML, durch ein Studium der Theologie werden Sie kaum zu einem wissenschaftlichen Beweis über die Nichtexistenz Gottes gelangen. Was Sie Beweisführung nennen hat mit wirklicher Beweisführung wenig zu tun, weshalb eine Zweizeiler das Maximum an Würdigung ist, was Sie dafür ernten können.
            —-
            Sollten Sie von mir eine Antwort auf Ihre Teekannenuniversumsbeweisfrage erwarten, so können Sie lange darauf warten, denn ich vertrete das Standardmodell, welches von George Lemaitre ins Leben gerufen wurde, einem Jesuiten.

          2. Hochgeschätzter Dieter, mit Beweisführung wäre einen wissenschaftlichen Beweis Ihrerseits gefragt gewesen, dass wir NICHT in einer Riesengroßenteekannengalaxie leben, da Sie zuvor von mir einen wissenschaftlichen Beweis verlangten, dass es KEINEN Schöpfer gäbe. Wiederum haben Sie Recht, eine Studium der Theologie, um zu beweisen es gäbe keine Schöpfer, ist etwas wie George W. Bush eine Untersuchungskommission über die Notwendigkeit des 2. Irakkrieges leiten zu lassen. Das Sie das jesuitische Standardmodell vertreten hebt natürlich meine Meinung über Ihre wissenschaftliche Beweisführungskraft erheblich gegen Null strebend.

          3. Die Urknalltheorie ist kein jesuitisches Standardmodell sondern das von der grossen Mehrheit der wissenschaftlichen Gemeinschaft akzeptierte Modell zur Erklärung der Raumzeitausdehnung nach dem Urknall. Schauen Sie nach, überzeugen Sie sich. Sie werden sehen, dass es Ihnen an fundamentalem Wissen fehlt, nicht nur ökonomischem, sondern auch naturwissenschaftlichen.

  4. Liebe Reaktion. Lassen Sie sich nicht beirren. Es gibt immer Leute die zu Jedem und Allem Ihren Senf dazu geben müssen, die meinen alles besser zu wissen. Den großen Lehrmeister spielen wollen, und sich dann nur hinter Andeutungen verstecken, bzw. den Vorwand bringen: man wolle ja nur hinterfragen.
    Zur Bibel: Die Bibel ist einen Geschichtensammlung, die von Menschen geschrieben wurde. Die Niederschrift fand teilweise hunderte Jahre nach Entstehung der erzählten Ereignisse statt. Sprich die Inhalte wurde hunderte Mal weiter erzählt und dabei verändert. Das gleiche geschieht seit der Niederschrift. Also auf gut Deutsch: die Bibel ist das älteste Märchenbuch der Welt.

    1. Es gibt keinen einzigen Beweis das in der Bibel Fehler bzw. Widersprüche auftreten auch wenn es manchmal so scheint, dabei kommt es aber auf die Perspektive an von welcher man es betrachtet.. “ Eine 6 ist von der anderen seite eine 9 aber beides ist richtig“ so muss man auch die Bibel auf manchen Stellen betrachten…
      Nenne mir ein einziges Märchenbuch das ohne Fehler oder Widersprüche ist..

    2. Erstens stimmt das nicht, was Sie hier behaupten. Es gibt genug Schriftrollen, die von Zeitzeugen nieder geschrieben wurden. Außerdem gibt es mittlerweile tausende von archäologischen Funden und geschichtlich-zeitlichen Beweise für die Richtigkeit vieler biblischer Aussagen und Beschreibungen. Zweites gilt das „Argument“, daß die Inhalte der Bibel „hunderte Male“ verändert wurden als Totschlagargument das sich nicht beweisen läßt, auch wenn diese These noch so lautstark und aggressiv immer wieder aufgestellt wird. Aber was soll´s! Wer nicht glauben will wird nicht glauben können. Er steht sich quasi selbst im Weg. Ich wiederhole mich: Der Glaube an Gott läßt sich nicht beweisen und muß auch nicht bewiesen werden! Umgekehrt gilt, niemand kann beweisen daß es Gott nicht gibt! In der ehemaligen UDSSR und in der DDR gab es sogar ein Studienfach „wissenschaftlicher Atheismus“ – dennoch konnten nie der gesuchte Beweis erbracht werden, daß es Gott nicht gibt. Ob es Gott wie in der Bibel beschrieben gibt, ist eine Erfahrungssache die nur jeder für sich allein persönlich erfahren kann. Schon Jesu sagte: „Wer mich sucht wird mich finden“ – wer aber nicht glaubt und nicht sucht, wird ein Leben lang nicht finden. Schade drum – den die Nichtfindenden wissen überhaupt nicht, auf was sie da verzichten und was ihnen fehlt. Diese Menschen sind ein Leben lang auf der Suche nach dem gewissen Etwas, können es selbst nicht klar definieren, spüren aber genau, daß ihnen etwas fehlt und daß sie trotz aller Erfolge und Ablenkungen eine Leere in sich verspüren. Umgekehrt aber kann ich versichern, daß jeder der Gott ernsthaft sucht ihn finden wird. Es wird ihn erschüttern, umkrempeln und das Leben reicher machen. Ich will niemand wegen seine Unglaubens verurteilen oder ihn verächtlich machen, denn es ist jedem/jeder frei gestellt über sein Leben frei zu bestimmen.

      1. In Sachen „Veränderung der Bibel“. Es sind genau diese von Ihnen zitierten Funde von Schriftrollen die eindeutig beweisen, dass die Bibel über die zwei Jahrtausende sehr akkurat wiedergegeben und nicht substanziell verändert wurde.
        —-
        Der „historische“ Wert der Bibel wird selbst von Wissenschaftlern nicht in Frage gestellt und der Glaubenswert wird sich einen Nichtgläubigen nie erschliessen.

        1. Es gibt jede Menge Kritik aber auch Zuspruch zum Inhalt der Bibel. Hier ein Zitat:In vielen Konfessionen bleibt die Klärung von Interpretationsfragen jedoch den religiösen Autoritäten vorbehalten. So untersteht in der römisch-katholischen Kirche „alles das nämlich, was die Art der Schrifterklärung betrifft, …letztlich dem Urteil der Kirche, die den göttlichen Auftrag und Dienst verrichtet, das Wort Gottes zu bewahren und auszulegen“[43]. Andere Bekenntnisse (z. B. die Evangelischen Kirchen) überlassen die Auslegung der Bibel dem Einzelnen, der sich dazu gegebenenfalls auch des Gebets und der Meditation bedient oder auch weiterführende Literatur und religiöse Autoritäten konsultiert (Martin Luther: „sola scriptura“).

          Entnommen aus der Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Kontroversen_um_die_Bibel

          Entscheidend ist sicherlich, dass glauben nicht wissen heißt. Diese Aussage ist wohl unwiderlegbar. Aber das muss ja jeder für sich selber entscheidend. Um beim Thema zu bleiben, ohne die Mennoniten in Paraguay könnte das Land kaum die Erfolge, unter anderem, im Fleisch- oder Sojaexport vorweisen. Ein Großteil der Bevölkerung würde gar nicht wissen, was Fortschritt und das Moderne eigentlich bedeutet.

          1. Wie wahr, wie wahr: Glauben ist nicht wissen. Für den Gläubigen jedoch ist der Glaube an Gott eine Affirmation und nicht eine (von vielen) Möglichkeit(en). Die moderne Wissenschaft andererseits würde sich ohne den Glauben im Sinne der Möglichkeiten einer sehr wirksamen Methode beraubt sehen. Beides, Glaube und Wissen sind somit gemeinsam wertvolle Bestandteil beider Gebiete, q.e.d.

  5. Noch zur Vervollständigung: In den Augen der Katholische Kirche in Paraguay gilt noch heute die Evangelische Kirche als „Sekte“ und wird der Häresie bezichtigt, denn sie ist vom „rechten Glauben“ (dem Katholischen) abgefallen. Daher ist die Evangelische Kirche (wie andere christliche Glaubensrichtungen auch) nicht berechtigt das Heilige Abendmahl zu verabreichen und sämtliche Pfarrer außerhalb der Katholischen Kirche sind nicht befugt ihr Amt auszuüben. Das allein darf nur ein Katholischer Priester, der von einem katholischen Weihbischof „geweiht“ wurde. Die Katholische Kirche begründet das damit, daß nur sie die direkte Nachfolge von Jesus Christus angetreten habe, durch die Vollmacht Jesus an den Apostel Petrus. Der Segen Jesu und dessen Vollmacht könne nur vom Papst direkt in einer „ununterbrochenen Segenskette“ auf die jeweiligen Kardinäle, Bischöfe und Pfarrer ausgehen. Soweit die Ansichten der Katholischen Kirche. Daher sind alle anderen nicht katholischen Kirchen aus deren Sicht Sekten, Sektierer, Häretiker und Ketzer bis zum heutigen Tag. Oberster Ketzer war und ist unverändert Martin Luther. Aus diesen Gründen wird es niemals eine Vereinigung der Katholischen Kirche mit der evangelischen oder anderen christlichen Kirchen geben, es sei denn, die anderen würden sich der Katholischen Kirche bzw. dem Vatikan uneingeschränkt unterwerfen. Ich behaupte, die angebliche „Segenskette“ der Katholischen Kirche besteht schon seit Jahrhunderten nicht mehr, weil in der Vergangenheit in der Katholischen Kirche viel zu viel gesündigt wurde, Päpste und andere kirchlichen Würdenträger ein völlig unbiblischen und unmoralischen, ja verbrecherisches Leben führten und damit die „Segenskette“ schon längst unterbrochen, zerstört und ad absurdum geführt hat.

    1. Im Grund lehnen sind Ihre Ausführungen im Kern den Tatsachen an, Manni, nur im Kern. Die offizielle Katholische Kirche nennt von Rom getrennte Christen „Kirchen und kirchliche Gemeinschaften“, nicht Sekten. Die Art und Weise wie Sie über die rk Kirche schreiben ist im gleichen Stil gehalten, welchem sich beide Seiten vor gut 500 Jahren bedienten. Auf sachlicher Ebene wäre es sicher sehr interessant, mit Ihnen zu debattieren.

      1. Hallo Dieter! Unsere grundsätzliche Übereinstimmung freut mich natürlich sehr, da in diesem Forum bisher überwiegend Kommentare veröffentlicht wurden, die Christen und ihren Glauben an Gott in äußerst negativer Weise (vorsichtig ausgedrückt) darstellten. Es ist richtig, offiziell spricht die Katholische Kirche nicht von „Sekten“.. Allerdings war dies bis vor etwa 15 Jahren in Paraguay durchaus offizielle Linie der Katholischen Kirche. Doch wenn Sie mit katholischen Priestern und Kirchenmitgliedern sprechen, kommen da völlig andere Töne zum Vorschein. Die von der Katholischen Kirche wieder aufgenommene Glaubensgruppe der Piusbrüderschaft vertritt bis heute eine ganz radikale Linie. Es ist gerade ein Jahr her, daß ich von einem Mitglied dieser Bruderschaft als Häretiker bezeichnet wurde (ich bin der Taufe nach evangelisch) Luther als ein Ketzer und daß die evangelischen Christen NICHT an den gleichen Gott glauben würden, wie es die Katholiken tun. Mir verschlug es die Sprache! Auch darf ich als evangelischer Christ in katholischen Kirchen kein Abendmahl empfangen! Nirgendwo in der Bibel findet sich eine Stelle, die das rechtfertigen könnte. Das meine ich u.a. damit, wenn ich feststelle, daß die Katholische Kirche im Laufe der Jahrhunderte der Bibel Interpretationen hinzu fügte, die so nirgendwo in der Bibel stehen. Ich persönlich habe keinerlei Problem mit Katholiken oder der Kirche. Doch wenn es um die Wahrhaftigkeit und das Fundament der Bibel geht, wehre ich mich gegen Verwässerungen, opportunistische Auslegungen, Verdrehungen oder dem hinzufügen von unbegründeten „Lasten“ für die Gläubigen.

  6. Der Herr hat jenen, die an Ihn glauben ganz klares in Aussicht gestellt, somit beunruhigt mich nicht, was andere über Gläubige sagen. Dass die Lefebvrianer nun wieder Teil der rk Kirche sein sollen ist mir nicht bekannt. Es ist besser, diesen anachronistischen Ideologen kein Gehör zu schenken. Sie werden auch innerhalb der Kirche immer Leute finden die das Gefühl haben, der Delakog würde für sie nicht gelten, womit sie aber nur sich selber schaden. Das Abendmahl dürfen Sie in der rk Kirche mit bischöflicher Dispens sehr wohl empfangen, Sie müssen einfach die Transsubstantiation nicht leugnen, was für einen lutherisch geprägten Christen (Stichwort Konsubstantiation) kein Hindernis darstellen dürfte. Was die Auslegung der Bibel anbelangt bin ich entschieden dafür, dass es kein privater Belang sein darf, die Hermeneutik ist Kirchenaufgabe. Die Kirche hat den Glaubensschatz durch den Beistand des Hl. Geistes knapp 2 Jahrtausende unverfälscht bewahrt und so wird es auch bleiben.

    1. Ich halte es mit Martin Luthers Wort „von der Freiheit eines Christenmenschen“. Der Heilige Geist wird all jenen die Wahrheit vermitteln bzw. eröffnen, die ihn darum bitten und im Wort Gottes leben. Nirgendwo in der Bibel gibt es eine Stelle, daß NUR die rk. Kirche Gottes Wort auslegen, interpretieren und verkündigen darf/kann. Und noch ein Wort zum „Heiligen Abendmahl“. Daß ich dies als evangelischer Christ nur mit Genehmigung des rk. Bischofes empfangen darf, ist ebenfalls eine Hinzufügung zur Bibel. Dazu gibt es keinerlei Anhaltspunkte in der Bibel, die solches rechtfertigen könnte. Stellen Sie sich das ganz praktisch vor: Ich befand mich in Österreich in Urlaub und hatte das Bedürfnis als gläubiger Christ in die Ortskirche (katholisch) zu gehen. Dort wurde das Heilige Abendmahl ausgeteilt und ich wollte daran teilhaben. Daher gehe ich zum Altar um das Abendmahl zu empfangen. Ich war in dieser Kirche aufgrund einer von mir geleiteten christlichen Freizeit als Lutheraner bekannt und sah es als mein RECHT ALS CHRIST an, das Abendmahl zu empfangen, ganz so wie es Jesus verkündigt hatte. Es wurde mir nicht verweigert, aber die Blicke des Pfarrers werde ich niemals mehr vergessen. Glauben Sie, daß Jesus auch so reagiert hätte, wenn ein Mensch zu ihm gekommen wäre um Gemeinschaft mit ihm zu haben, also am Heiligen Abendmahl teil zu nehmen? Jesus hatte nie jemanden ausgegrenzt! Die Kirche sehr wohl.

      1. Ein Herr, ein Leib, eine Kirche, darum: Ubi Petrus, ibi ecclesia. In der Bibel finden Sie auch das Wort „Dreieinigkeit“ nicht und dennoch akzeptieren die Christenmenschen es, weil man es sehr wohl aus der Bibel ableiten kann. Sie können mit Dispens des Ortsbischofes das Abendmahl empfangen, richtigerweise wollen diese aber auch, das der Empfänger versteht, was er empfängt, und deswegen wird, auch richtigerweise, geprüft ob es so ist.

    2. Weiter oben ist in einem Kommentar etwas sehr interessantes geschrieben worden.
      Sinngemäß zusammengefaßt: Glaube ist für die, die nicht wissen.

      Wer nicht weiß, kann glauben.
      Woran auch immer, wissen tut er es nicht.

      Was aber ist mit den Menschen die sagen sie wissen?
      Etwa solche, die sich an vergangene Leben erinnern können. Gab es schon zahlreiche Dokumentationen, auch im TV darüber. Man könnte auch ihnen glauben.

      So wie einstmals, als einer sagte die Erde ist rund. Sie dreht sich um die Sonne und nicht umgekehrt.
      Das hat der damaligen Auffassung der Bibel (Mensch als Ebenbild Gottes im Zentrum des Universums) ja widersprochen, das war umbequem, da wurde lieber gefoltert und am Scheiterhaufen verbrannt, um die Wahrheit zu unterdrücken – den Irrglauben weiter aufrecht zu erhalten. Den einen Glauben zu ändern, das ist schwer und tut weh; müsste man sich eingestehen was man für ein Dummkopf war. Wer will das schon?

      Heute stehen wir an einem ähnlichen Wendepunkt. Würde die Wiedergeburt als Tatsache anerkannt, dann wären mit einem Schlag Himmel und Hölle ein Märchen für Kinder. Es würden sich vielleicht weniger Islamische Selbstmord-terroristen finden, da sie ja nun nicht mehr auf 69 (hübsche) Frauen im Jenseits hoffen dürfen.

      Es würde sich vieles ändern. Und das ganz ohne den Schöpfer in Abrede stellen zu müssen. Es reicht, den offensichtlichen Unsinn aus den großen Religionen zu streichen und wir hätten mit einem Mal viel weniger Probleme auf der Welt.
      Aber wer will das schon….

      1. Wenn Sie das im Sinne von „Der religiöse Mensch ist dumm, weil er nicht weiss sondern nur glaubt, und die nichtreligiösen sind klug, weil sie wissen und nicht glauben“ meinen, 9mm, so erinnere ich sie gerne daran, dass nahmhafte Wissenschaftler durchaus gottesfürchtige Menschen sind und waren. Diesseits und jenseits der Religion gibt es Dummköpfe wie schlaute Leute. Das atheistische kommunistische System war eines der menschenverachtensten Systeme aller Zeiten und die französische Revolution, geführt unter anderem im Namen der Aufklärung lässt tief blicken, was mit Aufklärung wirklich gemeint war.

  7. Mann oh Manni, ich hoffe der Herr segnet euch mit Weisheit und Toleranz, scheint zumindest so, dass Ihr das gebrauchen könntet.

    1. Hallo Albert. Ihre Segenswünsche für Weisheit nehme ich gerne an und ganz gewiß auch Dieter. Keine Angst, wir als Christen kennen unsere Grenzen und wissen miteinander „brüderlich“ umzugehen. Das bedeutet aber nicht, daß gewissen Differenzen nicht angesprochen werden könnten, wenn es der Wahrheitsfindung dienlich sein kann. Doch mit den Wünschen von „Toleranz“ habe ich im geistlichen Sinne ein Problem. Gott ist kein Gott der Toleranz, sondern ein Gott der Wahrheit. Toleranz würde ja bedeuten, daß Gott aus lauter Toleranz alles zuläßt, was die Menschen sich unter Gott vorstellen oder wie sie seine Worte auslegen bis entstellen. Damit würde sich Gott selbst in Frage stellen, genauso wie es die angepaßten Kirchen tun, die den Menschen nach dem Mund reden, sprich sich dem Zeitgeist unterordnen.

  8. Sehr geehrte Herren Rolf und Albert. Wenn Sie tolerant wären, wie Sie es von den anderen verlangen, würden Ihre beiden Kommentare nicht hier stehen.

    1. Sehr richtig! Von anderen Toleranz einfordern aber auf Andersdenkende mit unsachlichen Kommentaren reagieren und nichts Substanzielles zum Thema beitragen. Man kann verschiedener Meinung sein, aber alle Ansichten sollten im Rahmen von Achtung und Anstand erfolgen. ist das eigentlich zu viel verlangt?

  9. Es ist sehr wichtig zu erkennen das alle menschen beeinflusst sind von einen der beiden,gut oder böse.Dazwischen giebt es nicht.
    Mit dem bösen leben wir in gottesfehrne den gott hat nicht gesündigt.
    Nun wird einiges klarrer den wen man meint die wahrheit zu kennen verlässt man sich automatisch auf den,der verführt,ob man es erkennt oder nicht.
    Die einzige möglichkeit an die wahrheit zu kommen ist dem zu fragen der gut ist und von je her zu uns spricht,erst durch die propheten,dan durch seinen sohn und nun durch seinen Geist den er wie versprochen gab,siehe pfingswunder.
    Es ist nicht das problem das es nicht beweise giebt sondern das man sie nicht anerkennen will.
    Der heilige geist bezeugt das gottes wort,die bibel wahr ist.Es ist nicht irgend ein wort sondern dasselbe durch welchen du bist(er sprach und es ward)

    Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.

    Dasselbe war im Anfang bei Gott. 3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
    In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
    Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht begriffen.

    1. Igor sehr nett geschrieben…aber “ und das Leben war das Licht der Menschen.“

      Sie wissen schon, belesen wie sie sind, das ein ursprüngliches Wort für „Teufel“ auch „Luzifer“ ist.
      Luzifer als gefallener Engel, welcher auch als LICHTBRINGER bezeichnet wird, da er den Menschen das Feuer gebracht hat.

      Es mag sie überraschen, aber unsere (weiße Rasse hauptsächlich, christliches Abendland wenn sie so wollen) ganze Kultur basiert auf dem Feuer. Würden wir die Erde nach Elementen aufteilen, dann wären wir Europäer ganz klar das Feuervolk.
      Wir mögen – ganz besonders innerhalb der Geschichte der röm. kath. Kriche – viel Liebe und Toleranz gepredigt haben, aber gelebt haben wir ganz was anderes, etwas das dem Feuervolk-Luzifer-Lichtbringer viel mehr entspricht, als sonstwas das in irgendeinem Buche steht.

      Ich vermute deshalb, wenn es denn die Hölle gäbe, wir würden es gar nicht merken, wenn wir dort wären, weil es eh so ist wie bei uns zu Hause. In diesem Sinner schönen Abend noch Leute.

      1. 9mm Ich vermute deshalb, wenn es denn die Hölle gäbe, wir würden es gar nicht merken, zitat ende,Gott hat uns nicht im unklarren gelassen was uns erwartet wen wir nicht gerettet werden,schon daran,was es ihn gekostet hat den erlösungsweg zu bereiten,bitte lass es nicht umsonst gewesen sein,soll ich dir sagen.
        Wie viel, meint ihr, ärgere Strafe wird der verdienen, der den Sohn Gottes mit Füßen tritt und das Blut des Testaments unrein achtet, durch welches er geheiligt ist, und den Geist der Gnade schmäht? Hebräer 10.29
        Noch ist gnadenzeit,jesus will nicht das menschen die verdammnis wählen,das sage nicht ich.
        Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. Römer 8.14

  10. Langsam kotzt mich das alles an was geschrieben wird. Die Mennoniten sind keine Heiligen. Ich kenne einige, aus Campo 9. Tags sind sie gläubig, in den eigenen vier Wänden trinken sie wie ein Loch und rauchen wie ein Schlot. Und? Mir egal. Sie sind fleißig und erwähnenswert in der Geschichte Paraguays. Ein ganz interessanter Artikel der Zeit dazu: http://www.zeit.de/2012/23/A-Freikirchen

    Nicht nur auf die Mennoniten bezogen sondern die Überschrift lautet: Mit Jesus in die Hölle…..alle die an Jesus glauben sind wohl damit gemeint

    1. Ich habe den von Ihnen empfohlenen Artikel gelesen. Es ist richtig, viele Sekten setzen ihre Mitglieder unter Druck. Das allerdings gibt es nicht nur in Sekten (allerdings dort bevorzugt) sondern auch in manchen Gemeinden der beiden führenden Kirchen. Es hängt in erster Linie vom „Vorbild“ des Gemeindepfarrers, bzw. den Vorgaben der Kirchenleitung ab. Weil dies schon immer so war und weiterhin sein wird, sprach Martin Luther zu recht „von der Freiheit eines Christenmenschen“ Jeder Mensch ist für sich ganz allein verantwortlich vor Gott und nicht vor dem Pfarrer, Bischof oder Papst. Ich z.B. bin ein sehr kritischer Christ und glaube nicht automatisch, was mir von der Kanzel gepredigt wird. Die Predigten und Meinungen der Kirchen vergleiche ich selbst anhand der Bibel und erlaube mir, den Prediger ggfs. auf seinen Irrtum bzw. seine Falschauslegung aufmerksam zu machen. Auch das gehört zu der „Freiheit eines Christenmenschen“!

    2. Was sie anscheinend nicht verstehen Nörgler, und auch viele andere nicht ist das Mennonit zu sein eine Glaubensfrage ist, und hat nichts damit zu tun ob man in eine Mennoniten Kolonie wohnt.
      Woher wissen sie ob diejenigen die sie in Canpo 9 kennen aufrichtige Mennoniten sind, und nicht fälschlicherweise von Ihnen als solche angesehen werden?

    3. Spätestens seit Augustinus, ein grosser und prägender Denker seiner Zeit, versteht sich die Kirche als eine Gemeinschaft voll von Sündern im Gegensatz zu den Donatisten, die sich selber als Heilige und Reine bezeichneten. Der Mennoniten Platz in der (nicht nur) Paraguayischen Geschichte steht auf Grund ihrer beeindruckenden Leistung schon fest.

  11. Alle die hier um Glauben oder Nichtglauben schreiben, kann ich nur empfehlen sich die Museen der Menoniten in deren Kolonien anzusehen. Es gibt auch Personal, welches zur Geschicht der Menos Auskunft gibt.
    Ich kann nur vor deren Leistung den Hut ziehen.
    Alle anderen Diskussionen, ob Sekte oder nicht, halte ich für kontraproduktiv.
    Jeder sollte sich mal Gedanken darüber machen, was Paraguay ohne die Mennoniten wäre.
    Es wäre kein drittes Welt Land, sondern noch weit dahinter. Keine Milch, kein Yoghurt, keinen Käse, kein gutes Rindfleisch, kein…..und keine Steuereinnahmen.

  12. „“Die von Menno Simon gegründete Sekte…““
    Das ist schon heftig!
    Schauen wir also mal nach und prüfen:
    -Menno Simon, der in dieser Zeit (1492-1559) lebte, ein guter Redner und einer der führenden Lehrer unter denen,
    die die Gläubigentaufe azsübten, schrieb: „Keiner kann mir zur Last legen,daß ich der Lehre von Münster zustimme. Im Gegenteil, 17 Jahre lang, bis zum heutigen Tag, habe ich Ihr widerstanden und dagegen gekämpft, privat und öffentlich, in Wort und Schrift. Diejenigen die, wie die Leute von Münster, das Kreuz Christi verwerfen, das Wort des Herrn verachten und irdischen Lüsten unter der Vorgabe rechten Tuns nachgehen, werden wir nie als unsere Brüder und Schwestern anerkennen. Wenn unsere Ankläger zu behaupten wagen, daß wir, da wir äußerlich in der gleichen Weise getauft worden sind wie jene, auch dem gleichen Kries und der gleichen Gemeinschaft zugezählt werden müssen, so antworten wir:
    Wenn äußerliche Taufe soviel vermag, dann mögen sie selbst bedenken, welcher Art Gemeinschaft die ihre ist, denn es ist klar und augenscheinlich, daß Ehebrecher und Mörder und ähnliche dieselbe Taufe empfangen haben wie Sie!“
    Nach den Geschehnissen zu Münster wurden die Gemeinschaften von Gläubigen, die man fälschlicherweise der Mittäterschaft an jenen fanatischen Ausschreitungen beschuldigte, heftiger denn je verfolgt, und jede Hoffnung, sie könnten Freiheit des Gewissens und des Gottesdienstes erlangen und ein Faktor zum allgemeinen Wohl des Deutschen Volkes werden, erlosch. Die verstreuten und gehetzten Übriggebliebenen wurden trotz größter Gefahren von Menno Simon aufgesucht und unterstützt; aus diesem Grund wurden einige der wiedererstandenen Gemeinden ohne ihren Willen Mennoniten genannt!!!

    Nun kann sich jeder der es mag ein Bild machen!
    Quelle ISBN 3-921292-38-7/Seite 179
    Grüße

  13. Der Artikel ist sehr oberflächlich, unseriös und verallgemeinernd, so dass vermuten lässt, dass Beiträge im Wochenblatt nicht zuverlässig sind. Wer Berichte zu solchen Themen schreibt, hat vielleicht auch die Aufgabe, sich vorher einmal gründlich zu informieren.
    Ansonsten kann man auch irgendwas aufschreiben und der Zuverlässigkeit dem Zufall überlassen. Wer ein Produkt des Zufalls ist, kann auch alles andere nur als Zufall erklären. Tiefgründigkeit ist da nicht notwendig.
    Das MCC hat die erste Gruppe Mennoniten, die 1926/27 nach Paraguay kam, nicht betreut, und sie wurden auch nicht vom MCC unterstützt. Und sie ist nicht zufällig hergekommen, sonder hat diesen Weg von Beginn an als einen Weg Gottes für sich gesehen und ist diesem gefolgt……

  14. Hallo Herr Friesen, Sie mögen recht haben, aber der produkt des zufalls kam doch nicht aus der feder des Wochenblatts sondern hierher:https://www.rosina.net/internet-links/religion/mennoniten/warum-mennoniten-nach-paraguay-kamen.html

    Nun, ob die Quelle seriös oder nicht ist können sie und ich nicht feststellen, aber so ist das nun Vielem. Belegen sie doch bitte, dass die erste Gruppe Mennoniten nicht vom MCC unterstützt wurden und das ein Weg Gottes war…..

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.