Deutsche Botschaft lobt Bildungs-engagement der Schulen

Auch in diesem Jahr haben erneut mehr als 500 Schüler in Paraguay das Erste oder Zweite Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz erhalten.

Der Ständige Vertreter der Deutschen Botschaft in Asunción, Peter Wolff, unternahm verschiedene Reisen im Land und besuchte dabei mehrere Bildungseinrichtungen, vergangene Woche war er auf dem traditionellen Fischessen in der Schule von Independencia und überreichte auch hier die begehrten Auszeichnungen.

Sein Engagement führte ihn dann am nächsten Tag in die Kolonie Sudetia, hier findet ebenfalls Unterricht statt, jedoch nur bis zur Grundstufe, in der Regel besuchen dann die Schüler die weiterführende Einrichtung in der Kolonie Independencia.

Peter Wolff lobte den Elan und die Motivation der Lehrkräfte sowie Schüler, Bildung ist ein wichtiger Schritt für den weiterführenden Weg in die Zukunft.

Die Schule wird durch einen Förderverein getragen und bekommt auch Zuschüsse von der Deutschen Botschaft, sei es in Form von Geld- oder Sachspenden.

Auf Veranstaltungen unterschiedlicher Art, wie Mittagessen für die Kolonisten oder Freunde, Sportveranstaltungen oder anderen Festivitäten fließt der Gewinn in einen Schülerfond, so werden dann Lehrkräfte bezahlt und Sanierungsarbeiten am Gebäude vorgenommen. Weitere Einnahmen sind Schulbeiträge der Eltern für ihre Kinder.

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Von links nach rechts: Spanischlehrerin Aida Villalba, Michel Huber, Peter Wolff, Bildmitte Deutschlehrerin Marianne Eschgfäller, Astrid und Michel Bohnert-Bauer, Udo und Ana Maria Mössner Leyh

Astrid und Michel Bohnert-Bauer engagieren sich schon seit Jahren in dem Verein, das Wochenblatt sprach mit ihnen.

„Es ist immer schwierig, die Schule zu erhalten, aber wenn keine Schäden am Gebäude oder sonst wo auftreten kann der laufende Betrieb sicher gestellt werden. Viele in der Kolonie spenden Kuchen oder weitere Dinge für Feste, so kann man mehr Geld für die Schule erwirtschaften und zurücklegen“, sagte Astrid Bohnert-Bauer.

Mein Mann ist regelmäßig für das Grillen verantwortlich und das vorhergehende Einlegen des Fleisches, die Tradition übernahm er von Albino Neukirchinger. Dies hat sich schon lange herumgesprochen und viele Leute aus der Umgebung kommen auf die Schulveranstaltungen, weil wir gute Qualität und maßvolle Preise anbieten, jeder kann so viel essen wie er möchte und bezahlt nur einmal, berichtet sie.
Die Frauen in der Umgebung spenden Kuchen oder Torten, die ebenfalls zum Erlös beitragen, jeder versucht die Schule zu unterstützen. Auch in Form einer Tombola oder anderer Gewinnspiele akquirieren wir Gelder, fügte sie weiter an.

„Einzelne Schüler haben ein Stipendium, das heißt, ein Pate übernimmt das Schulgeld, einige Eltern können sich das nicht leisten“, erklärte Michel Bohnert-Bauer.

Wir sind natürlich stolz auf über 80 Jahre Schulwesen in dieser kleinen Kolonie und werden weiterhin unser Bestes dafür geben, die Unterstützung durch die Deutsche Botschaft ist immer hilfreich und vonnöten, betonte er.

Fotos: Astrid Bohnert-Bauer

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