Nach Vorfällen in Brasilien und Bolivien: Innenministerium warnt vor russischen Geheimdienstaktivitäten

Asunción: In Brasilien und Bolivien aufgedeckte Operationen haben auch hierzulande die Alarmglocken schrillen lassen: Es besteht der Verdacht, dass russische Agenten auch in Paraguay aktiv sein könnten.

Nach der Entdeckung mutmaßlicher russischer Operationsstützpunkte in Nachbarländern wie Brasilien und Bolivien wurden in Paraguay die Alarmglocken wegen der möglichen Präsenz dieser Ausländer auf nationalem Territorium laut. Es besteht der Verdacht, dass sich die Agenten mit gefälschten Personalausweisen, Reisepässen oder anderen Dokumenten tarnen könnten.

Ein Bericht in der Nachrichtensendung Info+ des Senders GEN/Nación Media beleuchtet, wie leicht es Ausländern gemacht wird, sich paraguayische Ausweispapiere zu beschaffen – oft unter direkter Mithilfe von korrupten Staatsbeamten.

Bereits im Oktober 2025 verhaftete die Abteilung zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens der Nationalpolizei elf Polizisten aus der Identifikationsbehörde. Diese bildeten ein Netzwerk zur Fälschung von Dokumenten für Ausländer. Einer der Nutznießer war der russische Staatsbürger Mikhail Lobanov, dessen Ankunft damals die Alarmglocken schrillen ließ. Diese Sicherheitslücke sorgt nun für erhebliche Verunsicherung darüber, ob sich in unserem Land bereits russische Agenten mit gefälschten Papieren eingenistet haben – ein Szenario, das kürzlich so auch in Bolivien, Brasilien und Spanien aufgedeckt wurde.

Innenminister Enrique Riera bestätigte, dass die Anwesenheit russischer Spione in Paraguay bisher zwar nicht offiziell nachgewiesen wurde, die Gefahr jedoch weiterhin akut besteht.

Wochenblatt / La Nación

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