Deutscher mit Haftbefehl wegen Betrugs in Deutschland festgenommen

Asunción: Die Nationalpolizei teilte mit, dass sie gestern einen deutschen Staatsbürger festgenommen hat, gegen den ein internationaler Haftbefehl vorlag. Bei dem Ausländer handelt es sich um Robin Schneider (33), der wegen Betruges gesucht wurde.

Uniformierte Beamte von Interpol nahmen gestern den Deutschen Robin Schneider (33) im Stadtviertel Villa Morra in Asunción fest, da der Ausländer von der Justiz seines Landes wegen Betrugs und Schwindeleien während der Covid-19 Pandemie gesucht wurde.

Sein Modus Operandi bestand in der Meldung von Tests zum Nachweis von Coronaviren durch mobile Kliniken in der deutschen Stadt Hannover. Da will er zwischen 2021 und 2022 mehr als 1.980.000 Tests durchgeführt haben, was jedoch nicht geschah. Der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) bescherte das einen Schaden in Höhe von 21.112.019 Euro, wie Interpol detailliert mitteilte.

Andererseits hatte der Mann seine Einreise in Paraguay am 13. April dieses Jahres über Puerto Falcón angemeldet und besaß sogar einen paraguayischen Personalausweis, der schon am 8. November 2022 ausgestellt wurde.

Darüber hinaus hat Schneider bereits in Paraguay eine Lebensgefährtin mit paraguayischer Staatsangehörigkeit und nach den Ermittlungen der Behörden investiert der Deutsche beträchtliche Summen in Immobilien.

Deutscher zu Auslieferungszwecken verhaftet

Neben der Verhaftung des Deutschen beschlagnahmten die Behörden auch zwei auffällig große Geländewagen, verschiedene Dokumente und eine Schusswaffe.

Nach Abschluss des Verfahrens steht der Mann nun den zuständigen Behörden zur Verfügung, und da der Richter seine Auslieferungshaft angeordnet hatte, wird davon ausgegangen, dass der Ausländer nach Deutschland ausgeliefert wird, was vorteilhaft ist, da ein paraguayisches Gefängnis weitaus schlimmer zu ertragen ist.

Wochenblatt / Abc Color

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