Deutscher wurde erpresst: Verkehrspolizist drohen bis zu 10 Jahre Gefängnis

Asunción: Laut Staatsanwalt Federico Delfino drohen einem Beamten der städtischen Verkehrspolizei (PMT) 10 Jahre Gefängnis, weil er von einem deutschen Autofahrer Geld erpresst hat. Der Uniformierte mit 23 Dienstjahren auf dem Buckel hatte ihm sogar 230.000 Guaranies gestohlen. Dies mit der Begründung, dass das Fahrzeug nicht auf seinen Namen zugelassen sei, obwohl der Deutsche alle Papiere in Ordnung hatte.

Die Anzeige wurde von dem Deutschen Leon Paesler gestellt, der am 11. Mai 2024 Opfer eines PMT-Beamten wurde, der 2 Millionen Guaranies verlangte, um sein Fahrzeug nicht zu konfiszieren, obwohl der Deutsche alle Dokumente in Ordnung hatte.

Nachdem Paesler bezahlt und seine Reise fortgesetzt hatte, wurde der Deutsche an einer anderen Kontrolle erneut angehalten und den gleichen Umständen ausgesetzt.

Der verantwortliche Uniformierte, Fredy Medina, befindet sich bei der Anti-Kidnapping-Abteilung der Nationalpolizei in Haft ud wurde wegen Erpressung und Korruption angeklagt. Gegen andere Beamte wird derzeit ermittelt, und ihnen drohen nach Angaben des Radiosenders Ñanduti bis zu 10 Jahre Gefängnis.

Es wird auch vermutet, dass die beteiligten Uniformierten die Fahrer durch diese Art von Aktion “ausquetschen“ wollten.

Wochenblatt / Ñanduti

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5 Kommentare zu “Deutscher wurde erpresst: Verkehrspolizist drohen bis zu 10 Jahre Gefängnis

  1. 10 Jahre Haft wären für solche Dreckskerle mehr als angemessen. Es wird Zeit gegen dieses geduldete und teilweise geförderte Banditentum vorzugehen und ein Exempel zu statuieren.

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    1. Ja, nur bezweifle ich sehr, dass ein Verkehrspolizist 10 Jahre in Haft kommt. Ist ja nur Erpressung und Korruption. Kavaliersdelikte in Paraguay. Normalerweise werden diese Verbrecher, falls solche Aktionen in die Öffentlichkeit kommen, für sechs Monate suspendiert, um sie anderswo dann wieder einzusetzen.
      Es ist schon ein Armutszeugnis, dass dieses “Problem” seit Jahrzehnten anhält und niemand was dagegen tut. 90 % der Leuten finden diesen Machtmissbrauch zum Kotzen, aber wenn Wahltag ist, scheint es bei vielen wie vergessen zu sein.
      Wenn einer 23 Jahre lang mit solchen Maschen durchkommt, weiß man aber auch, dass in 100 Erpressungsversuchen nur einer das zur Anzeige bringt. Die anderen 99 lassen sich einfach abziehen.

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  2. bin auch dafür das man solche polizisten hart bestraft aber was ist eigentlich mit diesen elementen in höheren regionen, lässt man diese ungestraft??? hier gilt wohl auch der spruch, die kleinen hängt man und die grossen lässt man laufen. ich denke wenn man wirklich alle, insbesondere politikerverbrecher einsperren würde müsste man viele neue gefängnisse bauen

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  3. Hat ein Caminero bei mir in Asuncion vor ein paar Monaten auch versucht. Chantache..oh oh..Ich wurde auf der Mariscal Estigaribbia unter einer Brücke angehalten. Ich stoppte mein Fahrzeug machte Motor und Licht aus(großer Fehler!) das nutze ein Caminero um ein Foto vom Fahrzeug zu machen, dass es mit ausgeschaltetem Licht zeigt. Er zeigt mir das Foto und meinte “no Luz”. Ich habe mir das Foto ungläubig angeschaut weil es das Auto zeigte wie es dort am Strassenrand parkte(noch zu doof um gefakte Fotos zu erstellen).Da ich nicht genau verstand was er wollte habe ich meine Verlobte angerufen, damit die mit ihm redet. wir gingen für das Telefonat um die ecke.Dabei kam raus dass sie mir sagte ich solle ihm 50,000 PYG geben, damit der Fall erledigt sein. Da ist mir der Kragen geplatzt. In meinem schlechten Spanisch habe ich ihm klar gemacht dass Chantache un criminal act grave (das Erpressung eine schwere Straftat)ist. er solle das mit mir nicht versuchen. Niemals. Und nun solle er mir meine Papiere zurück geben und mir ein Ticket ausstellen, dann könnte man ja vor Gericht nochmal über Erpressung sprechen. Da stand er nun da, mit heruntergefallener Kinnlade, wie paralysiert begann er irgend etwas in sein elektronisches Gerät einzutippen, gab mir meine Papiere zurück und ich ließ in dort stehen. Ich bekam beim zurückgehen zum Auto noch mit, dass seine Kollegen ganz ungläubig guckten als sie ihren Kollegen, der wohl wie ein geprügelter Hund dreingeschaut haben muß, um die Ecke kam. Ich jedenfalls lasse mich von diesen Kindergartenerpressern nicht beeindrucken!

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