Deutsches Denken, angebracht in Paraguay?

Kommentar

Die vergangenen Wochen brachten, zum Glück, nicht allzu viele Katastrophenmeldungen über deutsche Auswanderer oder hier Ansässige, das freut natürlich. Im Fokus steht aber noch der Fall Heinz, und der erst vor einigen Tagen veröffentlichte Beitrag über einen Deutschen, welcher in Asunción tot aufgefunden wurde. Falls Ihnen jetzt der Gedanke in den Kopf schießt, was im Fall der Nattos passiert ist, kann ich Ihnen nur mitteilen, dass keiner aus der Redaktion Neuigkeiten, weder hier noch von drüben, erfahren hat, meiner Meinung nach, der schon einige solche Fälle vor der Zeit aus dem Wochenblatt gelesen hat, wird dieser, wie viele andere, einschlafen. Während einer privaten Untterredung mit dem, nicht mehr amtierenden, deutschen Botschafter vor längerer Zeit über einen ungeklärten anderen Mordfall fragte dieser mich: „Kam dabei etwas heraus?“

Im Zusammenhang mit dem „Heinz“-Artikel versuchen wir weitere Informationen zu sammeln. Moral dieser wahren Geschichte sollte sein, Sie als Leser auf bestimmte Kleinigkeiten in Paraguay aufmerksam zu machen und vor allem, wie es Albert Schweitzer sagte, eine Änderung in der eigenen Geisteshaltung, insbesondere bei der Beurteilgung des Rechtsystems, vorzunehmen, wenn man in Paraguay lebt.

Des Weiteren war die Intention einiger Kommentatoren, Lösungen für das Problem anzubieten, dies gelang, aber nur zum Teil. Leider helfen gut gemeinte Ratschläge nichts wenn, insbesondere der Betroffene, sie nicht annimmt oder befolgt, aber für kommende Ereignisse, in vergleichbaren oder ähnlichen Fällen, sollten die Leser zumindest gerüstet sein.

Bei anderen Artikeln, besonders in der vergangenen Woche, wurde in vielen Fällen nicht mehr sachlich kommentiert sondern die Kommentatoren begannen sich gegenseitig schon fast zu „zerfleischen“, im Zuge dessen wurden auch einige zensiert oder ganz gelöscht. In der Statistik erkennt die Redaktion nur die Anzahl der Leser des Wochenblattes aus Paraguay, der Schweiz, Österreich oder anderswo, der Großteil liest aus Paraguay.

Nun können die hier lebenden Einwanderer sich noch einmal das Zitat von Albert Schweitzer vor Augen führen, umgangssprachlich formuliert, sollte man sich hier den Gepflogenheiten anpassen, dann kann man gut zurechtkommen. Dies funktioniert aber nur, wenn die deutschsprechenden Enklaven nicht täglich aufgesucht werden sondern der Kontakt zu Einheimischen geschlossen wird. Wenn das deutsche Verhalten weiterhin im Vordergrund stehen soll, brauche ich doch nicht in ein fremdes Land einwandern sondern bleibe gleich in der Heimat, oder sehen Sie das anders? Auch Aussagen, wir leben hier, aber es ist alles schlecht, keine Ordnung, kein System usw., vollkommen richtig, aber warum sind Sie dann hier?

Aus dem anderen Blickwinkel betrachtet, deutschdenkend, tauchen im Moment die gleichen Probleme in Europa auf durch eine Öffnung in der Zuwanderungspolitik. Fänden Sie es, als Deutscher in Ordnung, wenn ein Paraguayer in ihre alte Heimat einwandert, dort nur Guarani oder Spanisch spricht, weder sich den strengen Arbeitsbedingungen unterwirft und sich nur mit seinen Landsleuten abgibt?

Es sind nur kleine Gedankenanstöße, die ich Ihnen geben will, es soll dabei kein oberlehrerhafter Zeigefinger erhoben werden, nach dem Motto “Du musst das tun“, sondern ich will Sie zum Nachdenken anregen. Auch glaube ich, dass wir, als Minderheit in dem Land, die Kultur, Mentalität und das Verhalten der Einheimischen nur zu einem Bruchteil ändern können, die Zeit und Evolution regelt die Dinge von alleine. Müssen wir überhaupt etwas korrigieren? Jedes Volk hat ein Recht auf seine eigene Kultur.

Foto: gute zitate.com

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52 Kommentare zu “Deutsches Denken, angebracht in Paraguay?

  1. Sehr schön geschrieben aber leider sind hier zu viele Europäer die ganz sicher NICHT ihre Geisteshaltung ändern wollen , was wirklich schade ist ….

  2. Der Beitrag spricht mir aus der seele. Ich bin hier um mit der Paraguayern zu leben und mich den hiesigen Gegebenheiten anzupassen und nicht um mein Umfeld einzudeutschen.

  3. Ich finde auch , dass der Artikel sehr gut geschrieben ist , aber ehrlich gesagt lese ich darin ( nur mit anderen Worten ) genau das was Herr Pistorius letzte Woche schon als Kommentar geschrieben hatte …..Es ist eigendlich eine Blamage wie manche ,,Nichtparaguayer,, meinen , sich in einem fremden Land auffuehren zu muessen …. wenn ich schon in ein anderes Land einwandere ( egal wo ) habe ich mich auch dementsprechend zu benehmen . Ich MUSS ja nicht deren Gepflogenheiten uebernehmen , aber ich darf mich auch nicht in deren Land so darueber auslassen ….ansonsten muesste ich wieder dorthin zurueck wo alles so toll ist !

    1. hoffentlich wird mein kommentar nicht zensiert.
      dieser erwaehnte jochen pistorius ist herausgeber des konkurenzblattes DER PARAGUAYBOTE,
      laut eigener beurteilung, ein blatt das den fokus auf das positive in paraguay richtet, daneben
      scheint er auch im immobiliengeschaeft aktiv zu sein. meine vermutung lag richtig. einer aus
      der rosaroten brillen fraktion. diesem personenkreis sind natuerlich kommentare, die sich ueber
      den wirklichen zustand in paraguay befassen,nicht willkommen.
      will das wochenblatt auch diesen weg einschlagen? bis heute hat das wochenblatt weitaus die
      meisten kommentare, meiner meinung nach weil unter den lesern viele kritische leser sind.
      und jetzt werde ich direkt. herr michael schoeke. wollen sie das wochenblatt auch in eine
      zeitung umfunktionieren, die den fokus nur auf das positive setzt?
      mir jedenfalls geht es NIE darum, dass es mir besser gehen soll, sondern dass es dem grossteil der bevoelkerung besser gehen soll., also paraguayern die an oder unter der armutsschwelle leben.und der hauptgrund warum es vielen schlecht geht, ist
      einerseits die korruption und andererseits auch die unfaehigkeit der verantwortlichen. solche ansichten sind natuerlich
      bei immobilienverkaeufern wenig beliebt.
      ich meine die redaktion des wochenblattes sollte farbebekennen wo sie steht.

      1. (der bayer) Kleine Korrektur:

        Der PB ist „kein“ Konkurrenzblatt zu WB, sonst wäre ein Direktlink (Weitere deutschsprachige Nachrichten aus Paraguay) zu WB auf PARAGUAYBOTE.COM nicht vorhanden. Ich scheue keine Konkurrenz, ganz im Gegenteil. Ich lerne von ihr und ich nutze sie. Eine Geschaeftswelt ohne Konkurrenz gibt es nicht. Zum Glueck!

        Statt: laut eigener beurteilung, ein blatt das den fokus auf das positive in paraguay richtet.. Muss es heissen: ParaguayBote, ein blatt, das den fokus „überwiegend“ auf das Positive in Paraguay richtet (PARAGUAYBOTE.COM – PB Kontakt/Contacto).

        Falsch: daneben scheint er auch im immobiliengeschaeft aktiv zu sein.
        Richtig: Er ist „nicht“ im immobiliengeschaeft aktiv.

        Ausserung:… solche ansichten sind natuerlich „bei immobilienverkaeufern“ wenig beliebt.

        Antwort: Das kann ich nicht beurteilen, ich bin kein Immobilienverkaeufer.

        1. entweder kann ich nicht mehr deutsch lesen,aber im internet habe ich
          folgendes gefunden.
          ENCARNACION IMMO
          wohnhaus zu verkaufen
          telefonkontakt jochen pistorius und eine telefonnummer
          damit will ich es belassen. ich habe keinerlei interesse mit ihnen
          weiter zu diskutieren.

          1. ENCARNACION IMMO
            wohnhaus zu verkaufen

            Richtig! Das steht immer noch zum Verkauf, das Haus meines (ex) Schwiegervaters. Bei Interesse kann man ihn auch gerne selbst anrufen. Raúl Altamirano, Tel: 0975 613 933 (nur spanisch). Oder Tel: 0981 236 500, Jochen Pistorius. Ab und zu verkaufe ich auch mal was anderes (Auto, Gefrierschrank, usw.). 😉

      2. „ich meine die redaktion des wochenblattes sollte farbebekennen wo sie steht.“
        Wir stehen auf der Seite der Wahrheit. Ich denke, unsere regelmäßig kritische Berichterstattung spricht für sich. Es ist erstaunlich, was man alles in einen Kommentar hineininterpretieren kann. Herrn Pistorius kenne ich nicht persönlich, wir hatten allerdings schon öfter per E-Mail Kontakt und der war immer respektvoll und konstruktiv. Wir haben andere Schwerpunkte und Herangehensweisen in der Berichterstattung. Für die Leser ist Vielfalt doch lediglich eine Bereicherung. Ich schätze Ihre Kommentare Herr Bayer und hoffe, dass Sie dabei bleiben, gerne auch mal unter Verwendung von Groß- und Kleinschreibung 😉

        1. Auf die Rechtschreibung ist doch gesch…. – der Inhalts macht die Musik und da macht der Bayer eindeutig die beste Musik.
          Mach weiter so Bayer – deine Beiträge sind immer eine echte Bereicherung.

  4. Die bisherigen Kommentare sind ja geradezu „langweilig“. Demnach scheint in PY im Grunde alles schön & gut zu sein. Umso mehr ist es unverständlich, daß hier lebende Deutsche an allem etwas herum zu meckern haben. Soweit so gut – meckern ist eine deutsche Grundtugend und hilft, positiv gesehen, Dinge und Vorgänge kritisch zu sehen und eine Verbesserung herbei führen zu wollen. In der paraguayischen Kultur ist genau das Gegenteil verankert. Nichts sehen, darüber hinwegsehen, sich nicht einmischen, nicht reklamieren, nicht kritisieren, vieles stillschweigend erdulden um dann wie aus heiterem Himmel heraus „zuzuschlagen“. Was ist nun besser? Zunächst erscheint der ewige Meckerer als ungemütlich und unsympathisch, was ja auch teilweise zutrifft. Dafür kommt eine solche Meckerer- und Kritikerkultur in allen Bereichen voran, während die scheinbar duldsame und eher lethargische Kultur auf der Stelle bleibt und nichts verändert sich. Interessant ist nur die Beobachtung daß eine solche duldsame Kultur nur oberflächlich duldsam und freundlich ist. In der Tiefe der Seele spielen sich ganz andere Dinge hab. Da kommen genauso Neid und Boshaftigkeit hervor, nur eben nicht so offen. Und daß Neid eine ausgeprägte Charaktereigenschaft zu sein scheint erkannt man daran, daß beine jeder jeden in irgend einer Form zu übervorteilen sucht, bestiehlt und die Korruption besonders hoch im Land ausgeprägt ist. Dazu gibt es ja neutrale Untersuchungen und veröffentlichte Statistiken. Der Vorwurf steht im Raum, wir als Zugewanderte sollen möglichst nicht kritisieren, uns zurück halten und uns mehr anpassen. Bestimmt ist nicht jede Kritik angebracht, doch warum sollte man berechtigte Kritik unterdrücken? Moralische Werte, abgeleitet aus den „zehn Geboten“, wie nicht lügen, stehlen, usw. sind universelle Werte. Wenn nun in PY ein leider sehr, sehr großer Teil der Eingewanderte damit extrem schlechte Erfahrungen hat machen müssen (Einbruch, Diebstahl, Überfall, Korruption) sollen sie das dann einfach „schlucken“? Von keiner Seite bekommen sie die erforderliche Hilfe und werden obendrein noch als Meckerer usw. hingestellt. Da muß sich doch der Frust breit machen. Dann noch die dümmlichen Vorhaltungen anhören zu müssen, wem es nicht gefällt, der soll wieder gehen. Und was ist mit alle dem Kapital, das diese „dummen und meckernden“ Einwanderer hier investiert haben. Soll das dann den Einheimischen in die Hände fallen für einen „Appel & Ei?“ Ich bin aus eigener Erfahrung der Überzeugung, daß sicherlich viele darauf warten würden. Wenn es gewünscht wird, kann ich zahlreiche Beispiele dafür aufführen. Zum Schluß noch eine Bemerkung zu diesem Albert Schweizer Zitat:Es ist richtig, mit einer Änderung der Geisteshaltung kann man sein Leben verändern. Was man aber damit nicht ändern kann, sind die äußeren Umstände auf welche wir als Menschen keinen Einfluß nehmen können.Nur weil ich plötzlich eine positive Geisteshaltung einnehme, wird mich mein Nachbar dennoch beklauen, wenn es ihm danach ist. Ich muß meine Geisteshaltung allerdings tatsächlich in PY ändern, um über vieles hinweg zu sehen, was eigentlich gegen meine Natur ist. Und so bin ich überzeugt, daß die meisten Einwanderer ihre innere Einstellung schon sehr weit verändert haben und sich sogar „blind & taub“ stellen um auch die positiven Dinge in PY zu erkennen, doch verbiegen lassen wollen wir uns nicht.

    1. herr manfred. ich finde ihren kommentar sehr gut. doch die zeichen stehen auf negativ.
      frueher gabe es kommentatoren die einen heimschicken wollten.MAUL HALTEN ODER VERSCHWINDEN. vielleicht taeusche ich mich , aber diesmal gibt sogar der verfasser
      des artikels (etwas eingehuellt) diesen ratschlag. offenbar werden sie, ich und noch ein
      paar andere als stoerenfriede betrachtet. schlechte aussichten fuer uns.

    2. Und neiiiiin – jetzt kommt kein Widerspruch mit sehr spitzer Feder. Du hast viel besser geschrieben, als ich je schreiben könnte und genau so, wie es bestimmt viele andere auch denken. Dein Beitrag war wie das Schlusspledoyer – was nun nicht heißt, dass niemand mehr antworten soll.
      Auch wenn ich vieles aus der „linken Ecke“ sehe, ganz anders sehe als Ossi mit anderen Erfahrungen, vielleicht härterem Kampf (ich hatte ja schon zwei Gesellschaftsordnungen….), so finde ich, ist dieser Beitrag wirklich das Beste, das du hier je geschrieben hast.
      Auch ich finde diese Verallgemeinerung, dass wir als „Gäste“ den Mund zu halten haben, nicht kritisieren dürfen (selbst Michael schrieb im Leitartikel: „….aber warum sind Sie denn hier“..) furchtbar. Was sind wir denn? Willenlose Wesen, die mit einer Tasche voll Geld in ein Land kommen, helfen, die Wirtschaft aufrechtzuhalten (einfach mal die USt und anderen Steuern ausrechnen, die wie Ausländer jährlich hier zahlen), die zu allem nicken und wie die Schafe hinter dem Schäfer herlaufen?
      Auch wir geben der paraguayischen Kultur – die in ihrer Vergangenheit festklebt, weil es so gewollt ist – Impulse. Ich habe sehr gute freundschaftliche Kontakte zu meinen paraguayischen Nachbarn, äußere mich zurückhaltend aber bestimmt – und ich komme an dabei. Die Nachbarn sagen nach den Jahren des Zusammenlebens schon, dass ich recht habe, nicht jede schlechte Arbeits- oder Serviceleistung abzunicken, nicht wegzusehen, wenn der Arbeiter nicht kommt, weil er keine Lust hat oder es gerade 1,3 mm Niederschlag gab.
      Die Gesellschaft hier ist verkrustet, im Kleinen wie im Großen. Im Großen kann ich nichts ändern – im Kleinen kann ich – und werde es versuchen.
      Ich finde beispielsweise die Mentalität nämlich nicht so toll, als Alemane überall das Doppelte oder Dreifache bezahlen zu sollen. Und wenn man mit den Leuten redet, sehen das auch viele ein – offen und ehrlich.
      Dem Aufruf – so verstehe ich einmal den Leitartikel – sich zu ducken, nicht anzuecken, alles zu schlucken, sich total anzupassen, kann ich und werde ich nicht folgen. Ich bin weder ein Betonkopf noch ein typischer „Großkotz“, der mit einem Bündel Geldscheine aus seinem Mercedes steigt und alle Paraguayer von oben herab behandelt. Sie sind Menschen wie ich und so behandele und so achte ich sie auch. Wenn mich jedoch jemand betrügt – sei es finanziell oder bei der Arbeit – so werde ich ihn nicht achten und auch nicht wegschauen. Entwicklung – und die hat es hier bitter nötig, bei allem Respekt vor der Tradition und nationalen Sitten und der hiesigen Kultur – fängt nun einmal mit sachlicher Kritik und dem Überlegen von Lösungsansätzen an.
      Und Nein – ich werde nicht tatenlos zusehen, wie die Kinder hier immer weniger Wissen haben, weil das Bildungssystem den Bach runtergeht. Ich rede mit Lehrern und Eltern, seit Jahren schon. Nur rede ich halt nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern anhand von Beispielen aus aller Welt.
      Hätte Deutschland sich komplett abgeschottet vor ….. Jahren, wären die Straßen heute noch nicht gepflastert (u.a. französischer Einfluß), es gäbe vermutlich nur Brunnen im Land und das Rad wäre noch viereckig – überspitzt ausgedrückt.
      Indem ein Volk sich nach Aussen öffnet, gewinnt es neue Horizonte, kann Positives übernehmen, Negatives ablehnen. Dass das hier von den Regierenden nicht gewünscht ist, ist ein anderes Kapitel.

      Als Aufhänger ein Zitat von Einstein zu nehmen, klingt ja immer toll – passend zum Leitartikel. Aber —— bitte das ganze Zitat wiedergeben und nicht nur die zweite Hälfte herausreissen und uns vor die Füße werfen, weil die zweite Hälfte so schön passt.
      Die erste Hälfte des Zitates geht nämlich wie folgt:
      „Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.“
      Ein Zitat hat in der Regel immer einen ganz eigenen Hintergrund, wozu es etwas aussagt. Sich Zitate zurechtzuschneiden, um sie passend zu machen, dürfte kontraproduktiv sein. Ich denke einmal, Einstein und andere würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie wüßten, wie ihre Worte fehlinterpretiert werden.
      Uff – und jetzt hoffe ich auf eine positive Zensur 😉

      1. Sorry, ich meinte natürlich auch Albert Schweitzer und nicht Albert Einstein…
        Darf ich bei dieser Gelegenheit noch ein Zitat von Albert Schweitzer bringen – ebenfalls gekürzt, aber ohne den Sinn zu entstellen?:
        „Das Leben ist wie ein Fahrrad,
        man muss sich ständig vorwärts bewegen, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren.“
        Albert Schweitzer war kein Duckmäuser – ich denke daher, dass sein aufgeführtes Zitat, bzw. der Teil davon, nicht so ausgelegt werden sollte, wie es getan worden ist.

        Vielleicht lege ich ja auch viel zu viel in den Artikel. Vielleicht will er sich ja auch nur gegen die ganzen „Großkopferten“, gegen die Überheblichen, Arroganten wenden, die sich hier nach Gutsherrenmanier benehmen und denken, sie wären hier die Herren, weil Euro- oder Dollar-Besitzer, und die Paraguayer müssten sich als Sklaven fügen.
        Dann würde ich dem Artikel zustimmen.
        Vielleicht kann Michael mal ganz ungeniert seine Meinung schreiben…. 😉

      2. Hallo „Ich“ Dein Kommentar ist interessant und vielschichtig. Will aber auf Deinen letzten, mir unvergeßlichen Kommentar an mich eingehen, nachdem Du Dich als „Ossi aus der linken Ecke“ zu erkennen gegeben hast, war mir aber schon klar war. Du unterstelltest mir, daß mich mein „Führungsoffizier“ zurück gepfiffen hätte. Kann nicht sein, da ich mein eigener Führungsoffizier bin. Was ich aber nicht verstehe ist, daß Du diese mögliche Tatsache eher mit einem negativ belegten Ausdruck in Betracht zogst, heute Dich jedoch als „linke Ecke“ bezeichnest. Wie geht das denn? Das SED-System war linke Ecke und die Stasis mit Führungsoffizieren gehörten als Stützpfeiler dazu. Demnach müßte ein Führungsoffizier doch etwas Positives darstellen. Oder sehe ich da etwas nicht richtig? Würde mich freuen über etwas Aufklärung.

        1. Um mal wieder ein Zwiegespräch zu führen…
          Was hat denn links mit SED zu tun oder Stasi?
          Die waren doch konservativer, verknöcherter und teilweise rechter als heute die AfD.
          Demnach waren deren Führungsoffiziere auch wertekonservativ, wollten am althergebrachten mit allen Mitteln festhalten, haben sich positiven Änderungen versperrt.
          Naja, wenn du dein eigener Führungsoffizier bist ….(grins grins).
          Sorry – aber es las sich bei dir in dem Beitrag wirklich wie abgeschrieben aus einem Lehrbuch für Beamte, Offiziere oder sowas, fernab jeder Realität oder zumindest fernab der Realität im Osten Deutschlands und vielen Gebieten im Westen (Buchum z.B.).
          Linke Gedanken zu haben, heißt genausowenig SED- oder Stasi-Fan zu sein wie Probleme mit der bundesdeutschen Polizei auf einen Verbrecher hinweist – siehe meinen Beitrag. Und Beispiele hätte ich noch mehr…..

  5. Zwecks meiner Arbeit, durfte ich viele Länder dieser Erde besuchen und soweit ich mich erinnern kann, passen sich speziell die Deutschen an die örtlichen Gepflogenheiten immer gut an, im Gegensatz zu den Ausländern die sich teilweise in Deutschland herumtreiben. Siehe Bsp. Kopftuchverbot, das mittlerweile aufgehoben wurde. So etwas sollte ich als Deutscher mal in Ägypten versuchen.

    Nun, bleiben wir in Paraguay. Einige Dinge in PY sind für uns merkwürdig, das geht dem Paraguayer genauso in Deutschland. Warum soll ich nicht die Gebräuche des Landes annehmen, in dem ich mich aufhalte? Schließlich stecken hinter solchen Traditionen etliche Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte an Erfahrung dahinter. Nehmen wir mal Tereré, optimal gegen die Hitze oder die Paraguay Küche, Chipa Guazú, Sopa, Borí-Borí, Guiso, Mbeyú, Empanada und natürlich Asado und vieles mehr. Tapa cuadríl auf dem Grill, kannte ich nur als Tafelspitz, überhaupt die Variationen wie Costilla, undenkbar in DE.

    Natürlich wurden meine Speisen wie Knödel, Spätzle oder Rotkraut argwöhnisch beäugt, aber ich habe bisher wenige kenngelernt, die völlige Abneigung zeigten.

    Wie dem auch sei, Anpassung ist überall notwendig, es hängt davon ab, welcher Grad notwendig oder gewünscht ist.

  6. Das Land Paraguay und sein Volk ist einfach schön, hier in Paraguay mit den Paraguayern zu leben macht Spass, Es gibt sehr viel Positives, in und aus Paraguay, aber was wäre das Positive, wenn es nicht auch das Negative gebe!?
    Könnten wir dann das Positive überhaupt wahrnehmen – sehen!?
    Es ist doch einfach Wunderbar das der Paraguayer anders ist als ein Deutscher, deswegen bin ich ja auch hier und nicht mehr in Deutschland.
    Wir sind hier alle Gäste im schönen Paraguay und wir sollten Ihnen dem Volk mit viel mehr Respeckt begegnen. Zum Respeckt gehört es sich, das man gut spanisch spricht und zuminderst Grüsse, wie die wichtigsten Wörter in Guaraní versteht – spricht!
    JA machst Du das!? … dann erst bist Du hier bei den Paraguayern Herzlich Willkommen und Angenommen.
    Meine Freunde hier in Paraguay sind vorwiegend Paraguayer und nur ganz wenige sind Europäer, wobei der Paraguayer um einiges herzlicher ist als wir es sind!

    1. Eigentlich schon sehr merkwürdig. Da gibt es hier, beinahe wie auf Bestellung, ganz begeisterte Berichte über Paraguay.Das habe ich bisher noch nie so erlebt. Auf der anderen Seite durfte ich völlig konträre Erfahrungen machen. Auch in meinem engeren und ebenso weiteren Bekanntenkreis höre ich überwiegend von den gleich gelagerten Problemen und Erfahrungen.Woran mag das wohl liegen? Leben die Einen in einer Art Scheinwelt oder abgeschottet in Wohnanlagen ohne große Berührungspunkte mit dem normalen Volk. Oder bilden sich die Anderen, so wie ich, all die „wunderbaren“ Erlebnisse nur ein? Oder liegt es daran, wie lange ein Eingewanderter schon im Lande lebt? Auch ist es ein großer Unterschied, ob man mit Paraguayern zusammen arbeitet (Hausbau, Kfz-Reparatur, Angestellte usw.) oder ob man einfach von seinen Bezügen aus der Heimat als Pensionist hinter Mauern wohnt. Ich sage frei raus und dazu stehe ich, ich habe hier noch beinahe keinen ehrlichen Paraguayer erlebt. Es tut mir wirklich von Herzen leid, aber das ist die Wahrheit. Wenn man das als „normal“ und Teil der Kultur ansieht und so akzeptiert dann finde ich das ja gut, für den der das kann. Aber es soll ja Menschen geben, die nicht einfach nachplappern daß die Wolken blau sind, wenn sie tasächlich weiß sind. Es wäre mal interessant ein Umfrage unter Eingewanderten zu starten. Jeder Zugewanderte solle jeweils 10 Punkte benennen, was ihm in Paraguay gefällt bzw. nicht gefällt. Aber dabei bitte Koch- und Backgerichte weglassen! Zuschriften an das Wochenblatt zur objektiven und ehrlichen Auswertung. Entschuldigung für meine Arbeitsverteilung ohne das vorher abgesprochen zu haben.

      1. Mir gefaellt eher die Natur hier als die Menschen. Die Entwicklungsstufe erscheint mir als Naturgegeben und, auch wen es seltsam toent, entfaellt dadurch eigentlich eine moralische Bewertung. Bei den vielen Kriminellen aus Europa bin ich mir da nicht so sicher.
        Man muss halt einfach versuchen die gemachten Erfahrungen moeglichst sachlich an Neueinwanderer weiterzugeben, damit diese moeglichst wenig Schaden erleiden, den dies geschieht vorallem zu beginn bei der Einwanderung wen die Leute noch naiv sind und glauben das alle Menschen gleich sind und sich so verhalten wie in Europa gelernt. Es geht eigentlich um Entwicklungsstufen nicht um Nationalitaeten, das ist mir klargeworden, den diese haben Eigenschaften welche man im positiven wie im negativen ziemlich genau beschreiben kann.

      2. Hallo Manfred, ich kenne Sie nicht, aber es kommt immer auf einem Selbst an, welche Erfahrungen man sammelt! Es wurden in den Kommentare oft Sprüche wiedergegeben, obwohl ich nicht alle für Gut empfinde, will ich dennoch diesen erwähnen: Wie man in den Wald hineinruft so kommt auch das Echo zurück! Ich liebe das Land Paraguay und seine Bevölkerung wie es ist und möchte es nicht missen, deshalb bleibe ich auch hier und nicht in Deutschland! All die negativen Seiten die viele hier in Paraguay sehen und sahen, die gibt es doch bei uns in Deutschland auch! Ich habe in den sechs Jahren wo ich nun hier ständig wohne, niemals meine Haustür weder unter Tag noch in der Nacht versperrt, es hat mir keiner was gestohlen oder mich in irgendeiner Art bedroht. Meine Haustüre ist nur versperrt, wenn ich mal einkaufen gehe oder das Grundstück verlasse. Ich sage ja damit nicht das es hier Diebe, Mörder u.s.w. nicht gibt, klahr die gibt es auch hier, wie in Deutschland und auf der ganzen Welt. Ich will auch nicht so leben, wie es die meisten Paraguayer tun, ich komme ja schließlich aus einem anderen Kulturkreiß und das können auch die meisten Paraguayer hier verstehen, aber trotdem habe ich hier auch einiges neu erleben dürfen, wie auch etwas lernen können von den Menschen hier!

        1. sie schreiben, dass ihnen das leben in paraguay gefaellt.
          dann schreiben sie aber, dass sie nicht so leben wollen wie die meisten paraguayer. fuer mich ein widerspruch.
          mit dem wort und bedeutung von kulturkreis werden nur sehr wenige
          paraguayer etwas anfangen koennen

          1. Natuerlich ist Paraguay ein tolles land super Natur und tolle Temperatur wer das mag. Aber muss man deswegen wie ein Einheimischer in einer wurmstichigen Bretterbude mit tausend Loechern im Dach leben? Ich denke nein.

        1. Es wäre doch schlimm wenn es nicht auch begeisterte Berichte über Paraguay gäbe von uns Einwanderern . Im Gegenteil . Ich fände es merkwürdig wenn jeder der hier einwandert , nur meckern würde ! Natürlich ist auch hier nicht alles wunderbar und paradiesisch ….aber wo bitte ist das so ? Ich lebe weder in einer Scheinwelt, noch abgeschottet in einer Wohnanlage . Pensioniert bin ich auch noch nicht und bekomme auch keine sonstigen Bezüge aus Deutschland . Ich lebe mit und unter meinen paraguayischen und deutschen Familienmitgliedern und Mitmenschen ….also ganz normal , so wie das sein sollte ! Ich kenne unehrliche Paraguayer genauso wie ich unehrliche Deutsche kenne ….Es gibt natürlich Dinge die mir hier nicht so gefallen aber es gibt auch ganz viele Dinge die mir in Deutschland nicht gefallen haben …diese überwiegen auch und aus diesem Grund fühle ich mich unter meinen paraguayischen Mitmenschen hier in Paraguay wohler als in Deutschland . Wäre es umgekehrt würde ich zurück nach Deutschland gehen …Es hat alles seine Vor und Nachteile …für mich und überwiegen hier die Vorteile ….

          1. Es geht doch nicht darum, „daß jeder der hier einwandert, nur meckern würde“ – es geht darum die Realitäten zu beschreiben. Wer die Realitäten nicht sehen oder schön reden will ist ein Realitätsverweigerer. Spätestens dann, wenn er von der Realität selbst eingeholt wird, macht sich die Ernüchterung breit. Und genau hier sind wir am Punkt. Es ist in der paraguayischen Mentalität tief verankert die Realitäten nicht zu sehen oder nicht sehen zu wollen und sämtliche Fakten und Erfahrungen zu ignorieren. Dafür könnte ich tausende Beispiele aufzählen. Wenn ich feststelle, daß etwas nicht funktioniert, dann versuche ich heraus zu finden, was dafür die Ursache ist um den Fehler zu korrigieren. Außerdem werde ich einen Fehler nicht trotz besseren Wissens wiederholen. Wer das dennoch tut ist ein Ignorant. Leider ist dieses Verhalten hier die Normalität. Ich mache mir schon seit Jahren darüber Gedanken, warum das so ist, bin jedoch bis heute noch auf keine Erklärung gekommen. Aber ich lasse die Paraguayer „so leben“ weil ich sie nicht ändern kann und auch nicht mehr will. Nur mußte ich meine Einstellung gründlich überdenken und entsprechend anpassen – denn ich lerne schnell hinzu. Es gilt rund um Uhr wachsam zu sein und schnell unterscheiden zu lernen, was echte Freundlichkeit oder nur aufgesetzte Freundlichkeit ist. Mit der Freundlichkeit und „Freundschaft“ ist es wie mit einem Angler. Die Fische werden solange angefüttert bis sie am Haken hängen.

  7. Wir sind also aufgefordert, Tugenden wie Eifrigkeit, Pünktlichkeit oder Ehrlichkeit aufzugeben um uns den Gegebenheiten hier im Land anzupassen. Ja, wir sollen sogar unsere Geisteshaltung ändern. Wir werden also äussert bequem, betruegen wo es nur geht, lügen das sich die Balken biegen und erscheinen wann es gerade beliebt. Erst dann sind wir hier angekommen und haben uns der einheimischen Mentalität angepasst. Wir gehen verantwortungslos mit Tieren um, entsorgen unseren Müll am Strassenrand, investiere möglichst viel in hochprozentiges und lasse unsere Musikanlage in höchster Lautstärke bis früh morgens laufen, dann sind wir hier integriert und gern gesehene Gäste.
    Oder von welchen Gebräuchen schreiben Sie, Tio Malo ??…….Und welche Traditionen Paraguays sprechen Sie ?
    Um hier respektiert zu werden sollen wir auch noch diese trockenen Augenwischer ( chipa, zumindest häufig ) und gewürzloses Essen ?……..wems schmeckt, mir solls recht sein. Wir mögens weiterhin deftig und lassen uns das auch möglichst nicht nehmen. Aber ob Essen hier in Paraguay wirklich ein kultureller Bestandteil ist, lassen wir mal danhingestellt sein.
    Wir sind nach Paraguay ausgewandert um hier zu leben und nicht um uns zu verbiegen. Wir waren in Deutschland ehrliche, freundliche und aufgeschlossene Menschen, und das sind wir auch hier. Wir akzeptieren natürlich die Unzuverlässigkeit und Unpünktlichkeit paraguaischer Handwerker, Wenns um ein paar Guarani geht, lassen wir uns sogar auch mal übers Ohr hauen. Ansonsten gabs und gibts keinerlei Probleme mit der einheimischen Bevölkerung.
    Wir sprechen Beide kastellan und auch gezwungenermassen leidlich Guarani. Zu all unseren paraguaischen Nachbarn haben wir ein äusserst freundliches, aber auch ein respektvolles Verhältnis. Unser Beschäftigter wird immer als Freund vorgestellt, niemals als Arbeiter. Es gibt auch nur seltenst Anweisungen unsererseits, sondern eher Lösungsvorschläge. Seine Meinung, aber auch die Meinung anderer Einheimischer ist uns sehr wichtig, wenn es bspw. um die bepflanzung des Gartens geht.
    Fazit: Wir werden weiterhin Wir bleiben und unsere Charaktereigenschaften beibehalten. Wir werden auch weiterhin die Zukunft dieses Landes äusserst kritisch verfolgen. Denn es betrifft ja auch unsere Zukunft. Schulausbildung, Korruption wohin man schaut, desolate Gesundheitsversorgung, das Alles geht auch uns und unsere Zukunft an.
    Das hier Einige Paraguay und die Bevölkerung heroisieren kann nur daran liegen das Sie damit ihren Unterhalt finanzieren oder es eine Auswanderung ohne Rückfahrkarte war.
    Ich würde schlussendlich auch gern mehr positives über Paraguay und die Menschen hier schreiben, aber mir fällt nicht allzuviel ein. Der Paraguayer hat eine wirklich gute Tugend, Er ist sehr gastfreundlich.
    Wie und Warum wir dann hier leben ??…..Wir haben uns unser Paradies auf unserem Grundstück aufgebaut. Hier sind wir glücklich. Wir haben einige Deutsche, Schweizer und Paraguayer als Freunde mit denen wir hin und wieder eine nette Zeit verbringen und 2 mal die Woche fahren wir zum einkaufen. Die ganzen Probleme die hier ständig angesprochen werden gehen uns also irgendwie am A…. vorbei…………….schönes Wochenende Allen

    1. Seh ich auch so. In seinem Garten soll doch jeder ein Koenig sein.
      Integration darf nicht Rueckwaertsentwicklung heissen.
      Aber sicher gehoert zur Integration die Sprache lernen, sich an die Gesetze halten, Niemandem schaden und in Erfahrung bringen was fuer eine Kultur, Geschichte und Gesellschaftregeln das Land hat. Paraguayer selber haben mich ausserdem vor einer zu schnellen Integration gewarnt, den am Anfang kommen vorallem die welche dein Hab und Gut wollen, uiii da koennen sie schleimen und lieb sein, genausolange bist Du einmal etwas von Ihnen brauchst oder zurueckhaben willst ! Diejenigen welche Fulltime-Jobs und Bildung haben sind zurueckhaltender. Die lernt man erst spaeter kennen, an die sollte man sich halten.

      1. “ Diejenigen welche Fulltime-Jobs und Bildung haben sind zurueckhaltender. Die lernt man erst spaeter kennen, an die sollte man sich halten.

        Genau so !! Besser kann man es nicht sagen @Monika !!

  8. Oha……..von der Rechtschreibung her haben wir uns ja scheinbar schon angepasst……………..lacht. Entschuldigt also all die kleinen Fehler in meinem Kommentar.

  9. Über Korruption, Kriminalität, Gesundheitswesen, Infrastruktur, Indert, Post, Müllentsorgung, streunende Hunde/Katzen, Straßenkinder, Fensterputzer und heißes Klima hat man sich schon genug ausgelassen, das muss nicht ständig wiederholt werden.

    Ich kam mit diesem Land Ende der 90er in Kontakt und da war noch vieles besser. Gestaunt habe ich nicht schlecht über die Empleadas, die fast jeder Haushalt hatte. Auch hat sich die Familie immer am Wochenende abwechselnd zum Asado getroffen, hat schwer nachgelassen. Natürlich wird mir auch heute noch jeder sagen, dass es ihm super geht, obwohl er am Existenzminimum lebt, oder mir wird irgend etwas erzählt, wenn ich nach dem Weg frage, da sich keiner die Blöße geben möchte es nicht zu wissen, obwohl der gesuchte Ort nur 100m entfernt ist.

    Generell hat sich, zumindest nach meinem Anschein, das Land ins Negative entwickelt. Wie zum Bsp. Motochorros, meines Wissens ein Neu-Paraguay Wort, das sich erst in den letzten Jahren etabliert hat. Außerdem wird mittlerweile getötet ohne mit der Wimper zu zucken – sehr bedenkliche Entwicklung.

    Auch die Folklore wird nicht mehr so gepflegt wir früher, alles richtet sich mehr und mehr aufs Internet aus, gut das ist ein generelles Problem, jedoch finde ich es in PY extremer als anderswo.

    Wie dem auch sei, alles subjektive Empfindungen, die jeder mit sich selbst ausmachen muss. Was habe ich mich schon aufgeregt, im Endeffekt hat es, außer Nerven aufreibende Diskussionen nie etwas gebracht.

  10. Wo Licht ist, ist auch Schatten, und genau DAS trifft auf Paraguay zu! Man erfährt eine nie gekannte Freiheit hier, die ich nicht mehr missen möchte, aber konträr dazu eben auch den „wilden Westen“, wo man beschossen wird, obwohl man sich anständig verhalten hat. Mir jedenfalls gefällts hier in Py, klar, die Mentalität der Leute ist anders, aber gut so, sonst hätt ich ja im langweiligen Deutschland bleiben können. Man kann sich arrangieren, nur die lähmende Korruption ist halt echt supertraurig, denn wär diese etwas zähmer, würde dieses Land erblühen!!!

    1. Dann erklär uns doch bitte mal was Du mit dieser „nie gekannten Freiheit “ meinst, abgesehen von der freien Bauweise auf dem Land. Mich würde auch interessieren was Deutschland so langweilig macht. ( keine kulturellen Angebote, keine Freizeitangebote, keine Ausflugslokale, keine Kinos, keine Fußgängerzonen, keine Urlaubsmöglichkeiten ??????? )

      1. Weshalb muss ich dies erklären? Liegt es nicht in der Betrachtungsweise, was man ok findet? Die von mir bezeichnete Freiheit meint die Tatsache, dass ich hier aufwache, und keinen Druck spüre. Dass ich meinen Gedanken frei hinterher hängen kann, Dinge realisieren, die mir in Deutschland verwehrt wurden. Hier darf ich schlicht etwas mehr ich selbst sein. Langweilig in Deutschland ist, dass es alternativslos ist, dass es mir keine Luft liess zum Atmen, dass Dummköpfe Entscheidungen treffen, die mein Leben beschränken. Sicher ist das auch hier so, zumindest beginnt es auch hier. Aber ich vermisse hier keine „Urlaubsmöglichkeiten“, da ich ja den ganzen Tag Urlaub hab? Kulturelle Angebote gibts bei den Indianern, sofern man mal hinschaut, Ausflugslokale brauch ich keine, da ich kaum Alkohol trinke, Kino hab ich zuhause privat, halt ohne Poppkorn oder ich lauf einfach raus an den Teich, da hab ich Kino bis zum Abwinken, vorausgesetzt man schaut auch hier mal genau hin 😉

        1. Christian ….ihr Kommentar gefällt mir ! GENAUSO ist es ….keine GEZ ( jetzt ARD und ZDF ) keine Regensteuer , keine unnötigen Schornsteinfegergebühren (2 mal pro Jahr !) keine lphnsteuerabzüge die höher sind als das Restgehalt , keine Solidaritätsbeiträge , keine Kirchensteuer , keine überhöhten Krankenkassenbeiträge ( wenn man bestimmte Dinge braucht bekommt man sie trotzdem nicht bezahlt ) und , und , und

        2. Finde ich gut beschrieben. Diese Freiheit fuehle ich auch, es ist nur Schade, dass die Sicherheitslage nicht besser ist. Ausserdem gibt es um Asuncion schon auch Freizeit und Kulturangebote sowie Kino. Wer lieber in laendlicher Gegend wohnt, braucht das ja offensichtlich auch nicht.
          Ausflugsrestaurants gibt es auch immer mehr, solche zu gruenden ist ja gerade eine Spezialitaet der europ. Einwanderer.

          1. MIr hatte ein Paraguayer erst kürzlich gesagt: „Die Freien sitzen hinter Mauern und Gittern und die Banditen lungern in der Freiheit herum und warten daß die Freien hinter ihren Mauern hervor kommen“

          2. So ist es in vielen suedamerikanischen Laendern. Und in Europa schreiben sie in den Zeitungen ruerhselige Artikel ueber die boesen Reichen die sich abgrenzen mit ihren Mauern und Gittern.

        3. Das ist für mich nicht logisch. Wer in Deutschland herum hängen will, kann das. Es wird ihn niemand daran hindern. Wer in Deutschland aussteigen will kann das. Wer in Deutschland „kleinere Brötchen backen“ will, der kann das. Jeder kann im Prinzip machen was er will. Das Problem ist, daß es in Deutschland keiner will und dann darüber jammert, welchem Leistungsdruck und Freizeitstreß man ausgesetzt sei. Das ist doch Quatsch. Jeder ist Herr seiner eigenen Entscheidungen. Niemand zwingt einen in Deutschland ein großes Auto zu fahren, in Restaurants teuer zu essen oder ständig in Urlaub zu gehen und und und. Die Menschen setzen sich in Deutschland selbst unter Druck (hab ich ja alles hinter mir) und rennen wie die Hamster im Hamsterrad immer irgend etwas hinter her. In Paraguay kommen sie zwangsläufig zur Ruhe, weil es keine Angebote wie in Deutschland gibt. Dann erst stellt man fest, daß es auch einfacher und natürlicher geht. Schuld aber hat der Mensch selbst, nicht das Umfeld.

          1. Zumindest in der Schweiz ist das nicht mehr so, da wir Zwangsabgaben wie teure Krankenversicherungen, hohe Steuern auf Wohneigentum etc. haben. Die Wahl bescheiden zu leben und weniger zu arbeiten ist nicht mehr so einfach moeglich wie noch vor 30 Jahren. Fuer das Geld welches wir Heute fuer die Krankenkasse zahlen haben frueher Leute gelebt wen Sie mal eine Auszeit wollten.

          2. Ach Manfred, diese Verallgemeinerungen sind echt nicht hilfreich, ein Beispiel aus meinem Leben: Als Maschinenschlosser arbeitete ich in einer grossen Metallfabrik, fuhr jeden Tag mit meinem kleinen Auto dahin. Aber bald wurde ich von meinem Schichtkollegen ultra gemobbt, weil diese nicht verstehen wollten, dass ich nicht wie sie eine dicke Karre brauchte. Man mobbte mich solange bis ich freiwillig ging, obwohl ich mich nicht negativ zu den Quälereien geäussert hatte. Auch konnten die im Hotel Mama wohnenden Schichtfüher nicht begreifen, dass ich kein Interesse an Samstagsarbeit hatte, da ich in dieser Zeit meine Einkäufe machen musste oder die Wohnung putzen, denn ich lebte allein und Mama wartete nicht schon mit gebügelter Wäsche und Abendessen! Zudem war somit klar, wie diese Jungspunde solche Karren fahren konnten, da sie komplett vom Mama gesponsort wurden, so haben sie sich auch verhalten-asozial! Ich durfte mitnichten machen, was mir vorschwebte, sondern wurde GEZWUNGEN, als Rad zu funktionieren, von wegen und wer will, kann in Deutschland leben wie er will, das ist unrealistisch!!!

          3. Bei vielen Dingen über Deutschland stimme ich dir zu 100% zu – manches ist aber wirklich wieder schöngeredet. Klar kann ich in D aussteigen – aber meine Zwangsabgaben
            muss ich trotzdem zahlen. Jetzt muss jeder dort für TV und Radio zahlen, weil dies ja nutzen könnte
            – bald zahlt jeder Hunde- oder Pferdesteuer, weil er ja solche Tiere haben könnte….
            Diese unsägliche Regulierungswut ist es, das einem den Spaß in Deutschland verdirbt – und dass die Behörden immer Recht haben….

          4. Naja die Menschen in Deutschland werden unter Druck gesetzt.
            Laufen nicht freiwillig im Hamsterrad….
            Hab ich schon oft getestet…. 😉

            Da bist mal 4 Wochen im Urlaub und nicht in Deutschland.
            Da sagst dir dann ich geh nicht mehr in diesen Hamsterrad….
            Aber nach 2 Wochen Arbeit bist du wieder im Hamsterrad…
            Und rennst wie die ganzen anderen im Hamsterrad wieder mit 🙁

      2. wie keine Kinos?? – bist du schon mal durch Asuncion, Ciudad del Este oder Encarnacion gelaufen??? Kinos bis zum Abwinken, auch Theater u. Oper etc. sowie etliche andere kulturelle Veranstaltunngen!! In De gibts am Land auch nix, da muss man auch in die Stadt fahren!
        Urlaub??? es gibt 100erte Moeglichkeiten des Innlandsurlaubs in allen Gegenden von Paraguay, genauso wie Ausflugslokale (meist paraguayisch), Urlaubsangebote Ausland findest du an jeder Ecke fuer Laender wie z.B. Brasilien, Argentinien, Uruguay oder etliche Ziele in der Karibik, generell fuer die ganze Welt wird Urlaub hier angeboten!! Aber man braucht kein Reisebuero, man kann sich auch ins Auto setzen und nach Brasilien etc. fahren um dort traumhafte Urlaube zu verbringen, das ist was ganz anderes als die meisten sonst so gewohnt sind an den bekannten „Teutonengrills“ in Italien u. Spanien…… – und Achtung: wer dort nach gewohnter deutscher Art im Morgengrauen mit Handttuechern Poolliegen belegen will laeuft Gefahr aus dem Hotel geschmissen zu werden – ha ha ha!! – in ganz Brasilien wird das extra durch Schilder angezeigt!

  11. Deutsches Denken angebracht in Paraguay? Unbedingt!
    Dieses „Deutsche Denken“, wie es der Kommentarschreiber getauft hat, ist nichts anderes als ein Bewustheitszustand der über die Sprache vermittelt wird, teils auch genetisch. Dieses Volksbewustsein sichert das harmonische zusammen Leben, aus der Erfahrung von Generationen entstanden. Alte Sprüche wie „Wer rastet der rostet“, „Ohne Fleiß keinen Preis“, „Hochmut kommt vor dem Fall“, „Ehrlich währt am längsten“ usw. sind zum Beispiel Erfahrungen unserer Ahnen, über der Sprache Vererbt.

    Das Ausleben und die Treue zu diesen Erfahrungen schürt Neid. Das ist das eigentliche Problem.

    LG

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