Deutschlandmesse Asuncion 2015 im Rückblick

Am Sonntag ging in Asunción die diesjährige Deutschlandmesse (EXPO Alemania 2015) mit über 50 Messeständen und über 3.000 Besuchern zu Ende. Die Besucher hatten nicht nur kostenlosen Eintritt, sondern konnten auch von einem bunten Rahmenprogramm zu den Themen Bildung, Beschäftigung und Wirtschaft profitieren.

Die einheimische Presse berichtete mehrfach über die von der deutschen Außenhandelskammer und der deutschen Botschaft organisierten Messe. Mit dem Industrie- und Handelsminister Gustavo Leite, Alessandro Palmero (Botschafter der EU in Paraguay), dem Arbeitsminister Guillermo Sosa oder den Botschaftern Johannes Trommer und Fernando Ojeda waren dieses Jahr besonders viele prominente und themenrelevante Besucher und Sprecher vertreten. Auf dem Diskussionspanel „Bolsa de Trabajo“ (Arbeitsbörse) wurde über die aktuelle Lage des Arbeitsmarktes in Paraguay berichtet. Das paraguayische „Jobcenter“ (Dirección General de Empleo) war sogar mit einem eigenen Stand und Informationsmaterial vertreten. Auf dem Gemeinschaftsstand PUENTE lag eine für alle Besucher öffentlich zugängliche Praktikumsbörse aus, die von diversen Studenten eifrig eingesehen wurde. Diese Praktikumsliste ist nun auf diversen Websites auch im Nachgang der Messe für Interessenten zugänglich – unter anderem hier im Wochenblatt.

Neben den messeüblichen Ständen mit der Darstellung ihrer Produkte und Dienstleistungen von Unternehmen und Organisationen gab es auch Projektstände im Rahmen des dem „Jugend forscht“-ähnlichen Innovationswettbewerb, an dem zahlreiche Schulen aus dem ganzen Land teilnahmen. Die Jugendlichen hatten sich erstaunlich innovativ mit neuen technologischen Ideen für den Umweltschutz, die Infrastruktur und anderen Bereichen auseinander gesetzt. Das Wochenblatt wird in Kürze darüber ausführlicher berichten.

Zu den beliebtesten Ständen gehörten neben dem Stand der Deutschen Botschaft und dem DAAD, die nicht nur viele für die Besucher besonders begehrten Give-Aways anboten, sondern auch zahlreiche Beratungsgespräche über Leben und Arbeiten in Deutschland durchführte. Kurzfristig hatte man sich auch mit dem Nachbarstand des Goethe-Instituts geeinigt, die Trennwand aufzuheben, sodass eine für die Besucher sehr angenehme weite Informationsfläche rund um Deutschland entstand, auf der es ständig von großen und kleinen Besuchern wimmelte.

Sehr großes Interesse erhielt auch der Stand der „Fundación Visión“, eine gemeinnützige Organisation, die seit 16 Jahren diverse Programme durchführt, um durch Operationen und andere Aktionen die Situation der Augengesundheit in Paraguay zu verbessern. Nach Aussagen von Helmine Funk, der Direktorin für Fundraising der Organisation, wurden an den drei Messetagen 357 kostenlose Augenuntersuchungen durchgeführt. Auch hierüber wird das Wochenblatt in Kürze ausführlicher berichten.

Auch der Gemeinschaftsstand von PUENTE hatte großen Zulauf: hierfür sorgte vor allem der direkt vor Ort zeichnende Karikaturist Jorge Pavon, der an den drei Tagen weit über 50 Zeichnungen für die Besucher anfertigte. Auch das Buch „Anekdoten aus Paraguay“, in dem er Illustrationen zu den Geschichten lieferte, wurde auf der Messe gut verkauft. Auf dem Stand wurde auch das für Paraguay neue Publikationskonzept „Self Publishing“ und „Print on Demand“ am Beispiel des führenden Verlags BOD vorgestellt. Brenda Sawatzky, deren neues Buch wir neulich im Wochenblatt vorstellten, verkaufte nicht nur alle ihre Bücher an den drei Messetagen, sondern berichtete Interessenten direkt vor Ort von ihren Erfahrungen mit dem neuen Publikationskonzept. Sie war extra aus dem Chaco angereist, um dabei zu sein. Die Besucher von PUENTE erhielten auch Gutscheine für zahlreiche Leistungen der am Gemeinschaftsstand vertretenen Aussteller. Besonderen Anklang fanden bei den Besuchern vor allem auch die meist zweisprachigen (Deutsch und Spanisch) Informationsunterlagen der teilnehmenden Aussteller: so hatte die Versicherung La Rural de Seguros extra einen deutschsprachigen Flyer für die Messe angefertigt, die IPA und Uni Norte informierten über die geplante Krebskonferenz 2016 in Asunción, IVP Hacienda aus Alto Parana hatte mit einem kostenlosen Landangebot für Investoren wohl das größte mögliche Geschenk für die Messebesucher dabei. Besonders die paraguayischen Standbesucher waren überrascht, von San Rafael, dem Regenwald-Naturreservat, um dessen Erhalt und Schutz sich die Non-Profit-Organisation Pro Cosara einsetzt, zu erfahren.

Aber auch die Gutscheine und Informationen der Tourismusunternehmen Südamerikaline, Hotel Paraiso, der „Portal del Sol-Gruppe“ und Best Fewo, das sein Ferienhauskonzept auf der Messe vorstellte, wurden interessiert aufgenommen. Da viele der Gutscheine auch nach Messeende gültig sind, finden interessierte Wochenblattleser die Gutscheine noch online hier.

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6 Kommentare zu “Deutschlandmesse Asuncion 2015 im Rückblick

    1. Der Begriff EU-Botschafter ist irreführend, wenn nicht falsch. Es gibt schlechthin keinen EU-Botschafter nach Völkerrrecht.
      Definition Botschafter:
      Eine Botschaft ist eine diplomatische Vertretung eines Staates am Regierungssitz eines anderen Staates.
      Da die EU nun mal kein Staat ist, kann sie folglich auch keinen Botschafter ernennen.

      1. Man sollte das nicht so eng sehen.
        Als ursächliche Definition dürfte das zwar stimmen, doch ist der Begriff „Botschafter“ heute eher inflationär. Es gibt Botschafter für den Frieden, Botschafter der Unesco, im Sport dürfen sich diverse Leutchen „Botschafter für…..“ nennen, sogar BumBum Boris war das mal. Das sagt dann alles über die Wertigkeit eines „Botschafters“.

  1. Hermann Heinemann

    Antworten

    Goethe-Institute gibt es weltweit schon seit dem vergangenen Jahrhundert keine mehr. Das hiesige wurde in Instituto Cultural Paraguayo-Aleman umbenannt. Sollte hier womoeglich die Goetheschule gemeint sein?

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