Dichtung und Wahrheit liegen in Paraguay nahe beieinander

Asunción: In Paraguay ist es möglich, den Einheimischen und Ausländern alle Dinge glaubhaft zu machen. Die Dichtung erfolgt auf eine beste Art und Weise.

Niemand benutzt seinen rechten Verstand und denkt darüber nach was und wie alles getan wird. Vor allem ob dabei die Ehrlichkeit im Spiel ist.

Fast alle staatlichen Programme, die seit Jahrzehnten laufen, weisen eklatante “schwarze Löcher“ auf. Beim Fonacide Fond fehlen Nachweise über die Verwendung der Gelder von den Verantwortlichen. Interessieren tut das wenig solange die Bevölkerung still hält.

Asphaltstraßen werden gebaut und kosten Millionen von US Dollar. Die Schicht ist dünn wie Papier. Schlaglöcher werden nur in “Notfällen“ saniert.

Das Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC), die Caminera und als Sahnehäubchen die Dinatran sollten wirksam das Übergewicht der LKW auf den Straßen eindämmen und für Ordnung sorgen. Jedoch passiert das eher durch ein “Geldrascheln“ in den Taschen der Verantwortlichen.

Schulgebäude stürzen ein, sie markieren jederzeit die Glaubwürdigkeit der staatlichen Arbeiten. Ein billiges Angebot bietet mehr Sicherheit als mehr Zement und die Überwachung der Aufträge.

Worte wie Professionalität, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit kennt man nur vom Hörensagen. „Lassen sie uns das Land nach vorne bringen“, oder “Wir sind dabei das zu tun“ klingen wie ein Witz, denn beaufsichtigen kann es keiner.

„Wir werden den Schmuggel kontrollieren“ klingt für viele Einwohner gut, der Rest weiß was wirklich passiert.

Es gab und gibt immer noch die Illusion, trotz der gestrigen Niederlage, dass Paraguay sich für die WM 2018 qualifiziert und die Menschen glauben, dass es keine Mafia-Führer im Land und schlechte Schiedsrichter in Paraguay gibt. Die nächste Präsidentschaftswahl kommt und wird wieder den Traum der Hoffnung für viele Menschen durchnässen. Paraguay wach auf!

Wochenblatt / ABC Color

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17 Kommentare zu “Dichtung und Wahrheit liegen in Paraguay nahe beieinander

  1. Ich beschäftige mir gerade mit „El Paraiso Verde“ von Erwin Annau.
    Wenn ich das hier so durchlese kann ich auch gleich in Österreich bleiben.

    Irgendwie ist wohl das Gras immer auf der anderen Zaunseite grüner 😉

  2. Ja man kann sich wohl fühlen in Paraguay doch der einzelne Paraguayer wünscht sich weniger Korruption. Prangert ein Deutscher Korruption hier an so heißt es doch lange nicht, dass man hier unglücklich ist und sich strikte deutsche Verhältnisse wünscht. Vielleicht war es ja deshalb der Grund nach Paraguay zu kommen um den überall gesetzten Verbotsschilder in Deutschland zu entkommen und freier zu atmen?

  3. Liebe Redaktion, was in dem Artikel ist jetzt von ABC Color und was eigene Meinung von der Wochenblatt? Ist nämlich nicht ersichtlich.

    Aber an dem Artikel ist nichts gegenteiliges auszusetzen. So und nicht anders laufen die Dinge in Paraguay. Ich versteh auch nicht, warum man nichts sagt, wenn die Bürgermeister das Geld verbraten ohne Rechenschaft zu legen. Wenn da vielleicht ein Hansel zur Municipalidad geht und sich beschwert, dann gucken die nur blöd. Aber die Municpalidades sind sowieso ein Mikrokosmos der besonderen Art. Smartphone-Zombie mit Eigenschaften der absoluten Inkompetenz und katastrophaler Effizienz. Orden Municipales sind komplett fürs Klo. Und der Intendente versucht in seiner vierjährigen Amtszeit soviel Geld wie möglich in die eigene Tasche zu füllen. Man kann nicht sicher sein, ob man wiedergewählt wird.

  4. Ich bin ja nicht nach Paraguay gekommen, weil ich mir hier Zustände wie diejenigen Westchinas erhoffte. Aber das es so ist wie im Artikel beschrieben, nein Danke, dann wäre ich zuhause geblieben. Und keine Sorge, dahin werde ich aufgrund fehlender Einnahmen aus Harz IV auch wieder gehen, pardon, schwimmen, sobald ich das im Lago Ipacarai gelernt habe.

    1. Hab keine Angst um HarzIV, Es gibt zwar kein Auslandsharz IV mehr seit einigen Jahren.
      Die Deutsche Botschaft könnte/kann dir ein Darlehen/Kredit geben wenn du Mittellos und wieder in die Heimat möchte.
      Natürlich musst du dieses Zurückzahlen,Abstottern. Überleg es dir gut,in D. bekommst du nach Sackstand HarzIV.
      So frei wie jetzt bist du in der HarzIV Sklaverei nicht!
      Meckern hilft nichts das weis doch jeder vorher wie der Hase läuft, so Bild kann man nicht sein!

    2. Da hatte sich aber jemand sich nicht ganz so gut informiert vor man die Zelte in DE abgebrochen hatte!!!! PY ist nach Haiti das korrupteste land in Lateinamerica, und was bildung angeht geben sogar die Bolivianos deutlich mehr mühe als man das in diesem Land tut. Ich würde in ihre stelle in Lago Ycaparai nicht schwimmen lernen.

  5. Bevor ich unter einem Land leide,ziehe ich weg!
    Mir ist sch…. egal was gerade in Deutschland oder Europa passiert!Die Probleme in D.werden immer lächerlicher und skurriler.Wir haben hier „nur“mit dem ältesten Problem der Menschheit zu tun“Bereicherung auf Kosten anderer“! GEZ,Flüchtlinge,linke Ideologien,Ehe für alle,Macron,Merkel,Juncker o.ä alle weit weg!
    Ich mag Paraguay wirklich so wie es ist!Wo ist da das Problem zufrieden zu sein und nicht immer alles verbessern zu wollen?!
    In meinem Land bauen sie moderne,teuere,EU-genormte Hochsicherheitsstrassen die weltweit als Beispiel dienen sollen.Es wird geprahlt und geprotzt,berichtet,investiert und dann eröffnet.Eine Woche nach der Eröffnung wird die Asphaltdecke wieder aufgebrochen um jenes oder dieses zu korrigieren,verbessern oder nachzurüsten!Wenn das mal kein Zeichen von Intelligenz ist…

    1. Ich fuehle mich hier auch sauwohl.. Ich lebe jetzt seit 27 Jahren hier und moechte nie mehr weg. Klar liegt vieles im Argen, aber den „Deibel“ werd ich mich da einmischen. Ich lebe in Frieden und Freundschaft mit den meisten meiner Nachbarn und respektiere die wenigen die ich nicht mag. Und vor allem lebe ich so ruhig und zufrieden und rege mich ueber nichts aber auch gar nichts auf.

  6. Asphaltstraßen werden gebaut und kosten Millionen von US Dollar. Die Schicht ist dünn wie Papier.
    Dieses kam unter Alfredo nicht vor. Manchmal wünschte ich mir einen Mann oder Frau in Paraguay der rigoros durchgreift. Eine Demokratie die keine Sicherheit bietet und staatliche Stellen mit Angestellten und Beamten die ihr Land liederlich dienen. Nein das hat Paraguay nicht verdient.

      1. Der kann 10 mal den Namen wechseln, aber immer sofort zu erkennen! Immer die ersten Kommentare,- meistens xxxxx und gleiche Wortwahl,- rechthaberich und IMMER unzufrieden mit dem Rest der Welt.

  7. Ja, stimme, zu, jedoch ist dieser Zustand in Deutschland nicht anders! Da sitzen in allen Parlamenten die Lobbyisten mehrheitlich mit drin!
    Hier in Py versteckt man die Korruption nur schlecht, in Deutschland ist sie staatlich, siehe GEZ zB. zudem nimmt man dir pauschal die Hälfte des Lohns weg und kauft Düsenjäger davon 😉

    1. Was soll eigentlich das? Immer wenn hier an den paraguayischen Verhältnissen „herum genörgelt“ wird, kommen die Relativierer und Paraguayversteher um auf andere Länder, bevorzugt Deutschland, zu verweisen. Sind Sie noch immer nicht in Paraguay angekommen, weil Sie den Blick von Paraguay weg auf Deutschland richten? Sollte das Wochenblatt einen Bericht über deutsche Zustände schreiben, dann dürfen Sie gerne Ihre Kritik anbringen. Aber wir leben hier und leider unter den hiesigen Zuständen – nicht nur wir, sondern alle Paraguayer! Also bleiben Sie bitte beim Thema.

  8. Offene und klare Worte! DANKE LIEBE REDAKTION. Und dennoch gibt es zahlreiche, unverbesserliche „Paraguay-Versteher“ die für alles eine Erklärung und Entschuldigung finden. Doch genau diese Leute sind es, die sich als Bremsklötze für wirklichen Fortschritt und echte Verbesserungen im Lande erweisen. In Wirklichkeit wollen sie überhaupt nicht, daß sich irgend etwas verändert. Vielleicht weil sie zu den Nutznießern (Schmarotzern) in dieser Gesellschaft gehören?

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