Die 500 größten Steuerzahler und die Baubranche

Das Finanzministerium hat diese Woche über das „Staatlichen Untersekretariat für Beitragszahlung“ (SubSecretaría de Estado de Tributación – SET) eine Liste veröffentlicht, aus der die 500 größten Steuerzahler des vergangen Jahres zu entnehmen sind.

Zusammengenommen haben diese Firmen 950 Millionen USD an den Fiskus abgeführt, das entspricht etwa der Hälfte der gesamten Steuereinnahmen des Landes. Der Umstand, dass Bier in Paraguay teurer ist als in Deutschland und die Vorliebe für dieses Kaltgetränk bringen die Firma „Cervecería Paraguaya“ mit 286 Milliarden Guaranies zum wiederholten Male auf Platz eins der Steuerzahler, gefolgt vom Stromversorger ANDE mit 229 Milliarden Gs und danach der Zigarettenhersteller „Tabacalera del Este“, der etwa 25 Mal mehr Zigaretten produziert, als der paraguayische Markt aufnehmen kann.

Mit Abständen bei der Steuerlast folgen Telecel SA (Tigo), Banco Itaú Paraguay SA, Banco Continental, Paraguay Refrescos SA, Brasfumo Paraguay SA, Retail SA y Agro Silo Santa Catalina SA.

Die Vizeministerin für Beitragszahlung, Marta González Ayala, wies darauf hin,  gegenüber 2013 habe die Baubranche 35% weniger Steuern gezahlt. Sie sprach von „Inkonsistenzen“ zwischen dem, was die Branche deklariert und der Aktivität, die momentan vom Bausektor ausgeht. In der Tat ist dies für den naiven Betrachter überraschend, da in Asunción noch nie so viel gebaut wurde wie zur Zeit und der Staat ebenfalls Bauprojekte in hoher dreistelliger Millionenhöhe angeschoben hat.

Juan José Barrail von der Kammer für Konstruktion (Capaco) stellte in Frage, ob wirklich so viel gebaut wird. Dazu hatte Capaco in früheren Jahren zusammen mit dem Ministerium für Industrie und Handel einen Index veröffentlicht, allerdings waren keine Mittel vorhanden, um die damit beauftragten Statistiker weiter zu beschäftigen.

„Eines der größten Probleme, die wir in Paraguay haben, betrifft die Statistik. Ich glaube allein die Zentralbank führt statistische Analysen durch. In der Kammer machten wir früher den Konstruktions-Index, aber leider sind die Arbeitsverträge dazu ausgelaufen. Aus meiner Sicht verhält sich der private Sektor dynamisch, aber ich kann nicht abschätzen, ob das steuerliche Auswirkungen hat“, sagte Barrail.

Quelle: Última Hora

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