Die Ande ohne Monopol, wo soll das hinführen?

Asunción: Um diese Frage bzw. Überschrift des Artikels zu erklären bedarf es Einblick in ein Gesetzesprojekt welches tausenden aufgebrachten Angestellten auf die Straßen brachte auch eine Verbesserung des derzeitigen Zustandes mit sich bringen könnte.

Das Abgeordnetenhaus billigte heute ein Projekt wonach der Energiesektor Zuwachs bekommen kann, wenn es um die Verteilung von Strom in Paraguay geht. Schon seit dem Morgen waren diverse Angestellte auf „180“ und machten Radau vor dem Kongress, wo mittlerweile Sicherheitskräfte eingreifen mussten.

Die aufgebrachte Menge ist sich einig, dass der Kongress ein Ort der Beschlüsse ist jedoch draußen 24 Stunden pro Tag Strom von Notwendigkeit ist.

Einige nicht wedergewählte Gesetzgeber wie Aida Robles, empfanden sie Privatisierung des Strom Sektors als nachteihaft und sind deswegen in contra. Andere Volksvertreter waren jedoch angetan von der Idee weswegen das Projekt beschlossen wurde. Ungeachtet dessen, was von Seite der Angestellten noch passieren kann, ein Generalstreik wurde angekündigt, bleibt ganz gleich wie der Fall ausgeht zu hoffen, dass gutes Wetter die Stimmenabgabe begleitet.

Die Haupteinsatzzeit der Ande Bediensteten ist genau dann, wenn schlechtes Wetter das Land überzieht und diese in Trupps die Versorgung von Energie wiederherstellen.

Bleibt nur zu betonen, dass der Strompreis pro Kw/h in Paraguay (ab 208,9 Guaranies) seinesgleichen sucht in dem niedrigen Niveau, welches jedoch auch durch schlechten Service begleitet wird.

(Wochenblatt / Abc / Última Hora)

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23 Kommentare zu “Die Ande ohne Monopol, wo soll das hinführen?

  1. Das stimmt wohl nicht ganz in der Ausführung. Auch wenn sehr gutes Wetter ist, muss die Ande ran, weil dann Reihenweise die Trafos überhitzen und durchbrennen. Dies ist aber nur durch die Veralterung der Geräte und die Fachliche Inkompetenz der Verantwortlichen zu erklären.
    Wird Zeit das sich dort etwas bewegt.

  2. du sagst es.

    sie fahren bei schön wetter aus, claro, am reden am terere trinken usw.

    sie fahren vorbei wo schon masten knicken, das sehen sie gar nicht.
    solche arbeiten sollte man einfach bei schönwetter erledigen.

    claro, jefe sitzen in ihren fetten sessel und tun kaum was…wie sollte man es den mitarbeiter übel nehmen.

  3. Wenn die Ande dafür sorgen würde das unter den Stromleitungen keine Bäume wachsen, gäbe es auch bei schlechtem Wetter wesentlich weniger zu tun!
    Aber wenn sie die Bäume jedes Mal nur ca. 1m stutzen, dann ist der Ärger beim nächsten Wind wieder da!
    Vielleicht hilft da ja ein bischen Konkurrenz!

    1. Ich empfehle, bei den in die Stromleitungen wachsenden Bäume das Verursacherprinzip anzuwenden.
      Die störenden und für Energieabfluss verantwortlichen Bäume stehen doch zu 90% (zumindest hier wo ich wohne)auf Privatgrundstücken.
      Also soll man doch bitte schön die Grundstückseigner auch zur Kasse bitten!

  4. liebe leser!
    in dieser sache blicke ich nicht mehr durch. die angeblich“sozialistisch angehauchte“colorado partei bringt im abgeordnetenhaus einen gesetzantrag ein,der aenderungen bei ANDE vorsieht,langfristig sogar eine privatisierung.mit den colorado-stimmen wird der antrag angenommen. die angeblichen „kapitalistenparteien“ PLRA und PATRIA QUERIDA verlassen aus protest den plenarsaal. draussen protestieren so 1 000 mitglieder der gewerkschaft von ANDE-SITRANDE.da wahrscheinlich meist schon langjaehrige mitarbeiter gewerkschaftsfuehrer sind ist anzunehmen,dass sie colorado mitglieder sind.(ich kenne hier den oertlichen SITRANDE vorsitzenden, er ist mitglied im ausschuss der lokalen colorado seccional). hat der „geschaeftstuechtige“cartes langfristig die privatisierung von ANDE und weiteren staatlichen betriebe im auge? ohne seine zustimmung glaube ich kaum dass sich die colorado-abgeordneten erdreistet haetten, so einen schwerwiegenden gesetzantrag zu stellen.

    1. HC mag vieles sein, jedenfalls ist er ein Geschäftsmann. Als solcher wird er sicher so viel wie möglich privatisieren wollen.

      Meine Meinung dazu ist, je weniger der Staat tut, desto besser. Jeder abgebaute Beamte ist ein Gewinn für die Gesellschaft.

      Ach ja der Vorschlag einen Kaiser zu wählen (ähnlich dem Papst-tum, der erfolgreichsten Regierungsform der Geschichte) wäre super, leider wenig realistisch in der heutigen Zeit. Zu viele leben vom „Vater“-Staat und wollen alles, bloß keine Eigenverantwortung.

      1. Hm, jeder abgebaute Beamte kostet trotzdem Geld, solange dieser Pensionen kassiert jenseits von gut und böse. Du hast einerseits recht, die Beamten müssen weniger werden. Es muss mehr getan werden für die „freie “ Wirtschaft. Aber, die UNFÄHIGEN LEUTE dürfen kein Geld bis an ihr Lebensende beziehen, dürften nicht mal Beamte werden. Ist aber in einer Demokratie so, das Leute die nichts können befördert ( Beamte ) werden.

      2. Genau. Zu dem Thema „Beamte“ möchte ich noch folgendes sagen und zu bedenken geben: Der deutsche Beamte war es, der Preußen und das deutsche Reich zu der Weltmacht gebracht hat die sie waren. Der Beamte des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts war Berufsbeamter auf Lebenszeit mit Herz und Seele in seinem, einen Amt. Die Menschen sind Ihm mit Respekt und innerer Hochachtung begegnet. Der Beamte seinerzeit riskierte aber auch seinen guten Namen bei Verfehlungen. Er hätte sich lieber die Hand abgehackt als so was zu erleben…

        Und der Beamte heute? hahahahahahaha…

        …Der muß halt sehen soviel wie möglich einzusacken da er seinen Posten bei einem Parteiwechsel, oder auch nur dem Wechsel seines Chefs, verlieren wird. Verfehlungen sind nicht schlimm weil man sich gut hinter dem Amt verstecken kann. Darum überkommt einem der Ekel, bei so viel Charakterlosigkeit. Schuld ist aber… DAS SYSTEM!

        (Fairerweise muß ich sagen das es in Deutschland in den unteren Amtsstuben nicht so ist (?). Bei den letzten zwei Parteiwechseln in Paraguay wurde bis in den letzten Winkel getauscht.)

        Für König oder Kaiser und Beamte auf Lebenszeit! 😉

        LG

        LG

  5. Sehe mal hinter den Privatisierungsabsichten eine Superreichenlobby die dann das staatliche Unternehmen unterm Nagel reißen und dann kräftig Kasse machen und die Preise steigen und steigen danach. Ist ja schon zur Mode geworden weltweit. Der Staat raus die Privaten rein.
    Möglicherweise kann es aber in diesem Fall nur besser werden?

  6. Ich denke konkurenz belebt das geschaeft durch mehrere Stomanbieter in deutschland konnte man auch geld sparen so das diesen Saecken der RWE EON etc mal eingeheizt wurde auch wenn der richtig gewuenschte erfolg ausblieb. Mit Privaten Telefonanbieter war es ebenso.
    Denke schlimmer als es ist kann es nicht werden . Die ANDE erhoeht den Strompreis obwohl es unter normalen Umstaenden eine Reduzierung moeglich wöhre wenn das Ganze Geld nich in den taschen der Ande Bosse verschwinden wuerde

    1. Hi Frank, wesentlich hat sich aber nichts geändert in DE. Es gibt nur 4 große Anbieter, von denen die anderen kaufen müssen, bzw. Tochterunternehmen sind. Ist wie bei Tankstellen. die “ Billiganbieter “ sind auch nur Tochterunternehmen. Letztlich kommt es doch den großen zu gute. Ist nur Strategie. Klar, der Kunde spart manchmal ein bisschen Geld. Aber das ändert an der Situation nichts.

  7. WENN
    der Strom privatisiert wird,
    DANN wird alles saniert und repariert. Wir haben dann rund um die Uhr Strom.

    Aber alles auf Kosten des Staates, der Bürger.

    Danach geht das Geldverdienen los. Am Staat vorbei direkt in die Taschen der Reichen.
    Die Armen bekommen keinen billigen Strom mehr.

    Egal wie unzuverlässig die ANDE Arbeiter und das Netz sind, jedenfalls sind sie besser als ihr Ruf.
    Hier auf dem Campo sind wir 1-5 mal pro Monat für 5 Min. bis 6 Std. (Unwetter, Mast zerstört) ohne Strom. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Nur der Preis dafür wird sich ändern.
    Das Personal wird mit Sicherheit übernommen, entsprechend der Farbe der Gesinnung.

    1. @Ermindo,ich gebe Dir recht, so schlecht ist die Ande nicht. Sie haben nur ein zu großen “ Wasserkopf „. Von den Führungskräften sind 80%, die weder Ahnung haben, noch wissen wofür sie überhaupt dort sind, außer um sehr gute Gehälter abzutragen. Wenn diese entlassen werden würden, ohne lebenslange Pension, wäre auch genug Geld für die Erneuerung und den Ausbau des Netzes da.

      1. Bei einer Privatisierung würde sich nichts am Netz ändern, Der Chef würde den Rest, was noch da ist, raus ziehen. danach das Ding verscherbeln und wir müssten dann vielleicht in Brasilien oder gar in Argentinien um Strom betteln, obwohl wir ihn produzieren. Es kann nur funktionieren, Wasserkopf abschlagen, straffe Führung und alle Schwarz Anschlüsse kappen. DAS MUSS EIN STAATSBETRIEB BLEIBEN

  8. In den Kommentaren wird viel durcheinander geworfen. Wieviel Baeume werden direkt unter die E-Linien gepflanzt und wenn die ANDE sie einwenig stutzt schreit die Bevoelkerung dass dies nicht schoen gemacht wurde. Monopolbetriebe haben schon immer die Opposition der Verbraucher hervorgerufen. (Dienst schlecht und teuere Preise). Dies wird sich bei privaten Anbietern auch nicht aendern. Vor ANDE hatte bis 1948 die Stromversorgung fuer Asuncion eine argentinische Gesellschaft( (deutsch/schweizerisches Kapital) mit einem Kraftwerk in Sajonia das mit Holz geheizt wurde und noch groesstenteils mit Gleichstom auch die Strassenbahn betrieb.Das Kraftwerk war in so schlechtem Zustand dass es jederzeit in die Luft fliegen konnte und Monate Asuncion im Dunkeln. Ebenso bestanden nur zum Teil Plaene des Verteilernetzes ( waren nur im Kopf der damaligen Techniker ) 1968 war dann das ANDE-Wasserkraftwerk am Acaray im Betrieb.
    Von allen paraguayischen Staatsbetrieben ist ANDE noch die am besten gefuehrte. Sicherlich koennte viel besser sein, aber sie wird nicht mehr von einem Ing.Enzo Debernardi als Praesident der ANDE geleitet. Aber ob ein privater Betrieb die nicht einzukassieren Rechnung der oeffentlichen Verbraucher einkassieren kann sei dahin gestellt. ANDE schafft es auch nicht. Eine massive Tariferhoehung fuer die Allgemeinheit ist aber ganz sicher.

  9. 1. Herr Bayer bejammert die Maßnahmen der Colorados. Ohne den bekannten Putsch wäre Efraim Alegre Präsident und könnte zeigen, dass er nicht nur aus Machtgier oder zum Zwecke der eigenen Bereicherung das Amt angestrebt hat.
    2. Herr Cartes erfüllt genau die Forderungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und privatisiert alles, was nach Staat riecht.
    3. Warum tut er das? Muss er es tun?
    http://wochenblatt.cc/nachrichten/wikileaks-dea-hat-einen-spion-in-cartes-umfeld-platziert/17222
    4. Mit Sicherheit wird auch kein Auto mit Elektroantrieb in Paraguay gebaut. Das Projekt wird sterben (müssen) so wie überall in der Welt.
    5. Privat (von lat. privatus) bedeutet: abgesondert, beraubt, getrennt“ übertragen auf die Privatisierung staatlicher Betriebe heißt das: Das Vermögen des Volkes wird verramscht, man sagt auch: „Sie verkaufen das Tafelsilber“.
    5. Die Privatisierung des Strommarktes hatte in Deutschland und Europa, außer für die Industrie und die Aktionäre, überwiegend negative Ergebnisse http://www.wsws.org/de/articles/2012/06/ener-j30.html
    Die Preisentwicklung für die privaten Haushalte steigt ständig nach oben.
    6. Die Privatisierung wird die Zahl der Arbeitslosen, damit die Kriminalität dramatisch erhöhen.
    7. In Kolumbien schreibt die Verfassung vor, dass die Grundversorgung mit sauberem Wasser, Strom etc. eine vordringliche staatliche Aufgabe ist. Wenn man bedenkt, dass der „Staat“ der Zusammenschluss der innerhalb seines Hoheitsgebietes lebenden Menschen ist, dann muss es doch seine Aufgabe sein diese Versorgung sicher zu stellen. Wenn so verfahren würde, könnten auch die Lobbyinteressen zurückgedrängt und alternative Energiequellen genutzt werden. http://www.silverbearcafe.com/private/01.12/waterrun.html
    http://www.extremnews.com/berichte/wissenschaft/704c146a760c623

    1. asuncion 45
      in meinem kommentar wird alegre nicht erwaehnt. ich
      bejammere auch nicht die massnahmen der colorados.
      was ich sage ist folgendes. die abgordneten der colorados
      bringen einen gesetzantrag ein,der zu einer privatisierung fuehren koennte und er wird mit ihren
      stimmen gebilligt. vor dem parlamentsgebaeude demonstrieren etwa 1 ooo mitglieder der gewerkschaft
      SINTRANDE, die zum ueberwiegenden teil COLORADO PARTEI
      MITGLIEDER sind gegen die annahme dieses gesetzantrages.
      historisch gesehen ist die COLORADO PARTEI der inbegriff
      fuer staatliche betriebe mit ihren mitgliedern als
      beschaeftigte.deswegen frage ich mich, ob dies er erste schachzug von cartes ist, mit dem der die ideologische
      position der COLORADO partei auf den kopf stellt
      woher wissen sie, ob alegre ohne den putsch praesident
      geworden waere? da koennte man auch sagen, wenn lino oviedo nicht abgestuerzt waere,waere cartes nie praesident geworden.
      uebermorgen ist ja der jahrestag, da erwarte ich von ihnen
      einen richtungsweisenden kommentar.

      1. nun versuche ich seit sehr langer Zeit zu verdeutlichen, was die Definition von „links“ und „rechts“ in der Politik wert ist. Nun beweisen Sie meine These am Beispiel der Colorados doch eindrucksvoll. Es gibt links und rechts nicht! Die Marionetten machen, was die Marionetten machen müssen. Sie verfahren nach dem Prinzip der Tauben: „Wenn sie unten sind, fressen sie dir aus der Hand und wenn sie oben sind schei..en sie dir auf den Kopf“. Und da wollen Sie, dass man sich in diesem System zur Verbesserung der Situation der kleinen Leute engagiert?
        Das macht doch nun wirklich keinen Sinn. Das System ist das Problem, nicht die Marionetten.

    2. zu 1. könnt Ihr euch nicht einmal auf ein Bier verabreden? Es wäre wirklich schade wenn auch nur einer von euch beiden das Kommentieren lässt weil es ihm zu persönlich wird.

      zu 4. ein E-Auto muß so ausehen: http://www.teslamotors.com/de_AT
      …ein bisschen teuer aber ein Anfang um Publikum zu bekommen.

      zu 7. kann ich nichts sagen.

      LG

  10. Also ich persönlich kann mich über ANDE überhaupt nicht beklagen. Stromausfälle gibt es praktisch keine und vor einiger Zeit wurden alle Leitungen erneuert und verstärkt. Das meine ich im ernst. Wenn einmal bei der öffentlichen Beleuchtung eine Lampe ausfällt ist sie in ein paar Tagen wieder ersetzt. Aber es wird wohl auch darauf ankommen wo man wohnt.

  11. Was ich eigentlich noch sagen wollte. Meine Meinung ist, ein Stromversorger sollte auf keinen Fall privatisiert werden. Ein solches Unternehmen muss einen guten Service bieten, braucht aber keine Gewinne zu erzielen. Bei einer Privatisierung würde der Gewinn an vorderster Stelle stehen und nicht der Netzausbau.

    Auf der anderen Seite gehören die ganzen Privilegien, die Staatsangestellte bei ANDE haben, abgebaut. So kann es auch nicht weiter gehen. Wie das gemacht werden sollte ist das Problem der Regierung.

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