Die Einwanderung aus Korea: Zahlen, Fakten, Hintergründe

Asunción: Neben Japanern sind Koreaner die am stärksten verbreitete Gruppe von Asiaten in Paraguay. Doch was brachte die Koreaner dazu nach Paraguay auszuwandern?

Laut Aufzeichnungen der Migrationsbehörde betrat am 20. November 1963 der erste Koreaner Paraguay. Das Jahr darauf folgte ihm ein Paar welches missionieren kam. Am 22. April 1965 kam jedoch die erste Gruppe von 90 Koreanern aus Busan in Asuncion an. Sie, wie auch die nachfolgenden Personen, flüchteten vor der Armut, die der Koreakrieg hinterlassen hatte. Südkorea war damals das zweitärmste Land der Welt.

Grob zusammengefasst kamen die Koreaner in drei Gruppen. Einwanderer aus den Jahren 1965 bis 1972 gehören zu Gruppe Eins, die allesamt mit Schiffen kamen. Die zweite Gruppe, kam zwischen 1972 und 1980 auf dem Luftweg und die dritte Gruppe sind alle die, die danach kamen.

Angesiedelt haben sich die Koreaner in Aregua und in Caaguazú, wo ein Großteil der damaligen Flüchtlinge sein Glück versuchte. Viele blieben jedoch auch in Asuncion, da sie von Landwirtschaft nichts verstanden. Noch heute findet man in den verschiedenen Stadtteilen von Asuncion wenigstens einen Koreaner, der einen kleinen Gemischtwarenladen betreibt. Im Jahr 1972 wurde im Stadtteil San Vicente das “Colegio Coreano del Paraguay“, als eigene weiterführende Schule eröffnet. Heute leben noch ungefähr noch 5.300 Koreaner in Paraguay. Vor 20 Jahren waren es noch doppelt so viele. Die Rückwanderung und Ansiedlung in Nachbarländern sorgte dafür. Heutzutage lebt die größte Gruppe in Asunción. In Ciudad del Este, Pedro Juan Caballero und Encarnación findet man ebenso eine größere koreanische Community.

Heutzutage gibt es viele bekannte koreanische Gesichter im paraguayischen Leben. Neben Models wie Alice und Yei Park (Beitragsbild) oder dem Sportkommentator Daniel Chung und der Fernsehmoderatorin Yolanda Park sind es auch Unternehmer wie Gustavo Koo (NutriHuevos) Jimmy Kim (Kim’s Towel SACI) die erfolgreich Präsenz zeigen.

Gustavo Koo erklärte: „Die Migration, nicht nur in Paraguay, sondern in der ganzen Welt, ist positiv. Sie schafft Diversität, bereichert die Kultur und macht uns toleranter gegenüber den Mitmenschen. Die Migranten, Koreaner wie auch andere Nationalitäten, haben viel zur Entwicklung des Landes beigetragen. Ich glaube dass sie heute ein wichtiger, wirtschaftlicher Pfeiler sind, der das Land größer und bekannter gemacht hat.

Dass sich die ersten Koreaner vor 53 Jahren auf den Weg nach Paraguay machten hat sich im Nachhinein als positiv herausgestellt. Dank harter und gewissenhafter Arbeit erreichten sie Wohlstand. Außerdem bereicherten in rund 18.000 km Entfernung die paraguayische Kultur.

Wochenblatt / Última Hora / Wikipedia

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7 Kommentare zu “Die Einwanderung aus Korea: Zahlen, Fakten, Hintergründe

  1. „Gustavo Koo erklärte: „Die Migration, nicht nur in Paraguay, sondern in der ganzen Welt, ist positiv. Sie schafft Diversität, bereichert die Kultur und macht uns toleranter gegenüber den Mitmenschen.“

    Da gehe ich absolut mit, solange es sich nicht um streng glaeubige Muslime oder afrikanische Wirtschaftsmigranten handelt.

    Ich habe einige Koreaner (aus Korea) kennenlernen dürfen. In der Regel sehr gut erzogene und freundliche Menschen. Dürfte für viele ein Schock sein wenn sie paraguayische „Kulturen“ kennenlernen.

  2. In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts war Südkorea noch bitterarm. Heute sind sie eine wohlhabende Nation. Es ist alles in erster Linie eine Frage der Mentalität. Ebenso Singapur.

    1. Das war nicht nur die Mentalität – Südkorea wurde als Speerspitze gegen die kommunistische Gefahr ausgebaut, von den USA. Oder glaubst du, in der BRD war es anders, als die Russen Milliarden aus ihrer Besatzungszone abgezogen haben, während die USA die BRD als Schild gegen den Kommunismus ausgestattet hat. Und Singapur – nicht viel anders….

      1. In der DDR habe ich nicht gelebt aber „da unten“ in der Ecke und kenne die Mentalität der Ost- und Südostasiaten einigermassen gut. Wenig bis keine Korruption, Fleiß, gute Bildung, auch heute noch. Daß die Sowjets Milliarden in der ehemaligen DDR plünderten ist kein Geheimnis. „Der so genannte Marschallplan der USA war Blödsinn.“
        Quelle: Mises-Institut, USA von dieser Woche

  3. Ja, Fernsehmoderatorin Yolanda Quark ist für mich echt spitze. Dank ihr schaue ich kein Basura – TV, welches den Fotermethoden des Mittelalters gleich kommt, sondern investiere meine Zeit in wertvolleres (beispielsweise investigative Kommentare schreiben).
    Und ihr habe ich es auch zu verdanken, mich mit dem Gedanken eines baldigen chirurgisch-plastischen Eingriffs machen zu lassen zu befassen, damit ich als knapp 60-jähriger wieder wie ein 20-jähriger monoton grinsen kann, wenn man nicht zu genau hinschaut.

  4. Die Koreaner sind eine Welt für sich das stimmt.Jede Nation da so seine Eigenheiten, die deutschen sind da auch nicht besser!
    Intolerant wird hier behauptet nun ja man muss nich unbedingt jede Scheiße mit machen.Man kann auch einen Eimer auskippen man muss ihn nicht Aussaufen!
    Die Koreaner die ich kennengelernt habe; haben Familiensinn, sind Fleissig; zu was gekommen, Saufen oder Trinken nicht oder sehr wenig, Gute Nachbarn!

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