Die Flüsse werden weiter verseucht bleiben

Asunción: Die stark verseuchten Flüsse in der Hauptstadt von Paraguay werden wohl nie sauber werden, denn es entstehen hohe Kosten bei der Reinigung, aber nach einem Monat sind sie wieder verschmutzt.

Seit Jahrzehnten finden die Institutionen keine Lösung bei dem Problem.

Nach der Erklärung des Generaldirektors für Umweltmanagement aus der Hauptstadt, David Cardozo, seien der Mburicaó, Ferreira und Moroti die drei Flüsse, die einen unheilvollen Zustand in Bezug auf die Umweltverschmutzung haben. Jedoch auch andere weisen Probleme in dem Sektor auf.

Cardozo sagte, dass die Reinigung dieser Wasserläufe Monate bräuchte und Millionen von US-Dollar koste, aber nach ein paar Stunden seien sie wieder voller neuer Abfälle und verschmutzt.

„Wir machen Interventionen, wir fahren zu den illegalen Mülldeponien, und das sind viele, wir jagen Lastwagen und Personen, die Müll in die Ströme werfen. Es ist eine schwierige Aufgabe”, sagte er.

An einer anderen Stelle wies Cardozo darauf hin, dass es eine interinstitutionelle Aufgabe sei, an der das Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung, die Staatsanwaltschaft und die städtische Einrichtung beteiligt sein müssten, um Ergebnisse zu erzielen.

„Wir werden an die neue Regierung appellieren, uns bei dieser Aufgabe zu unterstützen, unsere Flüsse zu reinigen”, sagte er.

In diesem Zusammenhang betonte er, dass die Wirtschaftssanktionen für diejenigen, die die Wasserläufe der Hauptstadt verschmutzen, zwischen 27 und mehr als 1.000 Tageslöhne liegen würden.

Abschließend weist Cardozo darauf hin, dass im Fall von Mburicaó mehr als nur ein Reinigungsplan für den gesamten Einzugsbereich erforderlich sei, immer unter Beteiligung aller an diesem Problem beteiligten Einrichtungen.

Wochenblatt / Ultima Hora

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6 Kommentare zu “Die Flüsse werden weiter verseucht bleiben

  1. Man könnte das Ferrero-Küsschen ja nach Europa in einen Weiterbildungskurs entsenden, selbstverständlich mit allem drum und dran. Das bezahlt der Steuerzahler doch gerne, wenn er gleich mit einer Erfindung zurück kommt.
    Offenbar entsendet man lieber für Millionen US-Dollar den Hermano, Tio und Amigo, der dann für Millionen US-Dollar aufräumt und Minuten später ist wieder alles zugemüllt. Ja, da kannst nix machen.

  2. Was nutzt es Flüsse und Seen zu reinigen, wenn sie anschließend wieder verschmutzt werden? Es hat sich in Paraguay offensichtlich noch nicht herum gesprochen, daß es keinen Sinn macht an den Symptomen herum zu operieren. Die Übel sind an der Wurzel zu behandeln, also bei den Verursachern. Umweltschutz beginnt im Kopf. Folglich muß das Denken und das Bewußtsein der Menschen von Grund auf verändert werden. Dies ist ein langwieriger Prozeß der in der Grundschule beginnt (zuerst bei den Lehrern!) und über permanente Öffentlichkeitsarbeit geschieht. (bisher kollektves Versagen der gesamten Presse) Doch in einer Kultur der Uneinsichtigkeit und sturem Gewohnheitsverhalten wird das wohl sehr schwierig bis unmöglich sein. Bezüglich Lehrer, siehe oben: Meine Nachbarn sind ein junges Lehrerehepaar. Auf ihrem Grundstück sieht es aus wie in einem Schweinestall. Überall leere Bierdosen, Wein- und Schnapsflaschen. Am Gartenzaun werden wochenlang volle Mülltüten aufgehängt damit die Hunde sie nicht erreichen. Der Hundekot auf dem Grundstück wird nicht entfernt. Und solche Vorbilder sollen Werte vermitteln können? Das wird in 100 Jahren nichts!

  3. In Asunción hat selbst Essap über ein halbes Jahr Abwasser in einen Seitenarm des Mburicaó eingeleitet und diesen in eine schwarze stinkende Kloake verwandelt. Die meisten Einheimischen hat der Gestank nicht gestört.
    Durch Intervention eines Einzelnen ( über Amigo, Tio oder was auch immer bei Essap) wurde die Einleitung eingestellt.
    Gereinigt wurde hier noch nie etwas. Die einzige Reinigung erfolgt durch das Hochwasser bei Starkregen. Da werden dann alte Kühlschränke, Sofas, Teles, Hausmüll usw. in den Rio Paraguay weitertransportiert.
    Obwohl die Müllabfuhr 3 x wöchentlich erscheint, ist es für die Anwohner bequemer den Müll direkt über das Fenster zu entsorgen als 30 Meter weiter vor das Haus zur Müllabfuhr zu bringen.
    Was soll sich hier ändern?

  4. Es macht nur sinn die Leute zu bestrafen und ihnen erklaeren warum und die gemeinde muss auch dazubeitragen den muell abzuholen denn die sind die groessten banditen darum paddiert das ja alles

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