Kattya González spricht Klartext: Der Mindestlohn reicht nur für zehn Tage

Asunción: Über die Runden zu kommen, ist für Millionen von Paraguayern ein Wettlauf ums Überleben. Sie rennen jeden Tag – ohne Pause, ohne jeglichen Schutz und ohne die Garantie, überhaupt anzukommen.

Derzeit berät der Nationale Mindestlohnrat (Consejo Nacional de Salario Mínimo). Es gab bereits einen ersten Bruch zwischen dem Arbeitnehmer- und dem Arbeitgebersektor, da man zu keinem Konsens darüber gelangt, welche Zahlen tatsächlich als Grundlage für die Erhöhung dieses Mindestlohns herangezogen werden sollen.

Die Forderung des Arbeitnehmersektors rührt daher, dass sie sich von den Arbeitgebern nicht gehört fühlen. Sie fordern eine historische Anpassung, die die letzten zehn Jahre umfasst und sich auf mehr als 23 % beläuft, was etwa 647.000 Guaranies entspräche. Fakt ist, dass wir voraussichtlich im kommenden Monat Juni Neuigkeiten dazu haben werden.

Doch was sagen uns die einfachen Bürger, die paraguayischen “Normalverbraucher“? Sie sagen uns, dass der aktuelle Mindestlohn gerade einmal ausreicht, um die Grundbedürfnisse der ersten zehn Tage des Monats zu decken.

Wir müssen unsere gesamte Struktur überprüfen. Wir müssen begreifen, dass dieses ungleiche Land einem echten Schnellkochtopf gleicht. Wir müssen verstehen, dass ein Volk mit Hunger, ein Volk, das krank ist, niemals, niemals, niemals voll zur Entwicklung des Landes beitragen kann.

Wir müssen in der Lage sein, uns an einen Tisch zu setzen und zu debattieren. Und dieser Nationale Mindestlohnrat muss sehr genau untersuchen, an welchen Punkten das Überleben des paraguayischen Volkes, dessen Grundbedürfnisse nicht gedeckt sind, wirklich in Gefahr ist.

Es wird bald Neuigkeiten geben, und hoffentlich werden es solche sein, die es wirklich ermöglichen, das Brot, das auf den Tisch der Paraguayer kommt, wieder würdevoll zu machen.

Wochenblatt / Megacadena Kattya González

CC
CC
Werbung

Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Kommentare themenbezogen sind. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein bei den Verfassern, die sachlich und klar formulieren sollten. Kommentare müssen in korrekter und verständlicher deutscher Sprache verfasst werden. Beleidigungen, Schimpfwörter, rassistische Äußerungen sowie Drohungen oder Einschüchterungen werden nicht toleriert und entfernt. Auch unterschwellige Beleidigungen oder übertrieben rohe und geistlose Beiträge sind unzulässig. Externe Links sind unerwüscht und werden gelöscht. Beachten Sie, dass die Kommentarfunktion keine garantierte oder dauerhafte Dienstleistung ist. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung oder Speicherung von Kommentaren. Die Entscheidung über die Löschung oder Sperrung von Beiträgen oder Nutzern die dagegen verstoßen obliegt dem Betreiber.

6 Kommentare zu “Kattya González spricht Klartext: Der Mindestlohn reicht nur für zehn Tage

  1. Das Problem ist wie in jedem Land nicht der Lohn. Das Problem sind die vielen gut genähten Parasiten , die gratis mit essen und den Arbeiter zudem quälen. Also Politik Darsteller und deren öffentlicher Dienst.

    15
    1
  2. Ich führe seit vielen Jahren ein Haushaltsbuch. Für Ausgaben für den „täglichen Bedarf“ bin ich nie über drei Millionen G gekommen. Wir leben nicht schlecht. Hobbys wie Internet und endloses Telefonieren, sowie Bezahlfernsehen sind da nicht enthalten. Auch keine Miete. Mir soll keiner weiß machen, daß zwei Vollverdiener und sei es auch nur mit Mindestlohn irgendwie arm sind. Ich denke eher, daß die Leute einfach unfähig sind mit Geld umzugehen.

    1
    7
  3. „Kattya González spricht Klartext: Der Mindestlohn reicht nur für zehn Tage“ Also 3.000.000 G mal 3 für 2 Vollverdiener macht 12 Millionen Guaranie. Das ist mehr als was ich und meine Frau hier an Rente haben. Schöner Klartext, die Frau weiß nicht wovon sie spricht.

      1. Heinz meint zwar das richtige, hat sich aber falsch ausgedrückt. Nach der Rechnung der „guten“ Kattya würden die Leute mindestens 9Mio brauchen, denn 3 Mio in 10 Tagen.
        Ok, meistens geht nur einer der Familie effektiv arbeiten. Der Verbrauch liegt im Konsum. Ein Pyler kann mit Geld nicht. Kredit hier, Quotas da und dort. Heut kauf ich ne Grosse Musikbox, morgen ist Asado usw.
        Pyler wissen nicht, wie man mit dem zurecht kommt, was man hat, ohne kredit. ich will das sofort. Auf irgend etwas sparen, fehlanzeige.

        3
        104
  4. Mister Gaga

    Tja. Vielen reicht nicht einmal 20.000 € für 10 Tage. Die tun mir richtig leid. SUV säuft 25 lt/km, die anderen 24 Luxuskarossen im der Tiefgarage Grosshumungus sei Dank nicht, aber Lagerraum, Hypothek und Brut kostet, Weiterbildung im Synapsenzombi-Abo um künstlich intelligent zu wirken, Spenden an Religionsfanatismus um sich die nötigen Amigos anzulachen. Und dann noch der Stammtisch um mitreden zu können. Das alles kostet.

    7
    2