Die Folge von versperrten Wegen

Colonia Independencia: Eine grosse Anzahl an Indigenen halten sich derzeit auf dem Platz vor der Kirche im Ortsteil Melgarejo auf, um auf ihr Problem aufmerksam zu machen. Sie haben keinen freien Zugang zu ihrem Grundstück. Ein Deutscher ist involviert.

Ureinwohner des Stammes Ava guarani, der Gemeinschaften Yvyty Miri, Yvyty Cora und Joyvy Miri Poty protestieren auf dem Platz vor der Kirche, weil das ihnen zugeteilte Grundstück keinen freien Zugang hat. Das Institut für Belange der Ureinwohner (INDI) teilte ihn ein Grundstück in etwa 50 km Entfernung zu. Um von diesem zu Geschäften, Arbeitsplätzen oder in die Schule zu gelangen, müssen sie zwei Privatgrundstücke durchqueren, was auch ungewollt ist. Eines der Grundstücke gehört einem Polizisten, das andere einem deutschen Staatsbürger. Insgesamt 250 Familien sind davon betroffen.

Die hauptsächlichste Forderung ist ein öffentlicher Weg, der sie zum Grundstück bringt. Da der paraguayische Polizist, wie auch der Deutsche, ihnen das Durchqueren des Grundstücks untersagte, sind sie völlig isoliert. Als Protestmaßnahme bleibt ihnen nichts anderes übrig als in der deutschen Kolonie den Hauptplatz zu besetzen und die Kinder im Freien zu unterrichten. Am morgigen Mittwoch sollen weitere Ureinwohner dazu stoßen.

Der Bürgermeister der Stadt, Francisco Chávez (ANR), erklärte den Ureinwohnern, dass er mit den Eigentümern und Ansprechpartnern in Asuncion sprechen wird, um zu einem Konsens zu gelangen. Erst wenn eine Lösung herbeigeführt wurde, wollen sie den Platz räumen und wieder zurück auf das besagte Grundstück.

Wochenblatt / Abc Color

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6 Kommentare zu “Die Folge von versperrten Wegen

  1. Man langt sich ja wirklich an den Kopf. Wie kann man den Indianern „großzügigerweise“ ein Grundstück zuteilen, ohne Zugangsmöglichkeiten. Was sind das nur für Leute, die solchen Mist entscheiden!

    1. Ja Manni, du langst dir an den Kopf, hier bei diesen Thema, bei der Politik, beim Umweltschutz, bei der Korruption, bei der Bildung usw.
      Seit 14 langst du dir an den Kopf, jeden Tag.
      Wird das mit der Zeit nicht langweilig?

    1. Was ist das nur für ein seltsamer Kommentar! Würden Sie sich als Paraguay-Versteher ein Grundstück andrehen lassen ohne Zugangsrechte? Wie erklären Sie sich, daß so etwas von „Fachleuten auf den Ämtern“ entschieden werden kann? Auf Ihre Antwort darf man gespannt sein.

  2. Das passiert aber auch Europäern. Darauf angesprochen, dass ihre Zufahrt über ein anderes Grundstück verläuft, bekommt man zur Antwort: „Das macht der Notar schon.“ Hat er natürlich nicht!
    Genau so dumm und beratungsresistent wie manche Paraguayer.

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