Die Friedhöfe im Wandel der Zeit

Asunción: Die Toten der Hauptstadt in Paraguay führen zu Problemen: Mit dem Wandel der Zeit langt der Platz nicht mehr auf den Friedhöfen, aber es gibt noch andere Missstände anzuprangern.

Der Friedhofsdirektor von Asuncion, Geraldo Arévalo, sagte, dass die Friedhöfe der Hauptstadt bereits keinen Platz mehr haben, um neue Bestattungen vornehmen zu können. Er beklagte aber auch das Verwahrlosen von Mausoleen, weil die Besitzer sich nicht darum kümmern würden.

Die Hauptstadt des Landes hat drei Gräberanlagen: Recoleta, sowie den Ost- und Südfriedhof. Laut Arévalo gebe es ungefähr 200 Bestattungen pro Monat, von denen 50% keine Grabstelle zugewiesen werden könne.

Er wies darauf hin, dass sie dank einer städtischen Verordnung Gräberparzellen von Personen zurückerhalten konnten, die seit fünf Jahren keine Gebühren an die Kommune gezahlt haben und somit die Situation etwas abschwäche.

Er beklagte auch die Vernachlässigung der Besitzer von Mausoleen. „Viele Leute bestatten ihre Angehörigen und geben sie auf. Es gibt viele verlassene Grabstellen“, sagte er.

Arévalo erklärte, die Friedhöfe hätten zwei Gesichter: „Einerseits gibt es diejenigen, die ihre Pantheons ständig pflegen, und andererseits gibt es auch diejenigen, die sie einfach aufgegeben haben“.

In Bezug auf die Aufgaben der Kommune für den Schutz von Friedhöfen weist er darauf hin, dass sie sich im Wesentlichen auf zwei Punkte konzentrieren: Reinigung und Bestattung. Für die Pflege der Grabstellen sind die Angehörigen verantwortlich.

Vor kurzem verurteilte ein Leser das Auftauchen menschlicher Knochenreste auf dem Ostfriedhof.

In dieser Hinsicht sagte Arevalo, dass Friedhofsangestellte der Sache nachgegangen seien, um die Beschwerde zu überprüfen, aber nichts dergleichen gefunden haben.

Darüber hinaus erwähnte er, dass der Friedhof nur einen Zaun in diesem Bereich aufweise, weshalb Menschen eintreten, die “nicht kontrolliert werden können“ und an einigen Pantheons auch bestimmte Schäden verursachen. In diesem Zusammenhang fügte er hinzu, dass bis Ende dieses Jahres oder Anfang des folgenden Jahres ein Projekt abgeschlossen sein werde, die den Bau einer Mauer umfasse.

Wochenblatt / ABC Color

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2 Kommentare zu “Die Friedhöfe im Wandel der Zeit

  1. Es gibt auch private Friedhofsanlagen wie den Parque Serenidad in Villa Elisa die sehr gepflegt sind. Natürlich verursacht dies höhere Kosten die mit einer jährlichen Gebühr bezahlt werden.
    Grabstätte werden in Deutschland nach etwa 30 Jahren aufgelöst und neu vergeben und alte aufgelöste Friedhöfe sehr oft öffentliche Parkanlagen.
    Der Parque Carlos Antonio Lopez im Viertel Sajonia in Asuncion war früher der Cementerio Mangrullo der schon 1918 geschlossen wurde.

    1. Alles richtig, Paraguay kann sich noch nicht daran gewöhnen, ein zu äschern, also Verbrennen, in offiziellen Instituten, nicht auf dem Hinterhof. Eine Urne, nimmt wesentlich weniger Platz ein und bietet keinen Platz für Ungeziefer oder Leichenschändung. Klar, weiß man nicht, wer noch so mit verbrannt wurde und in der Urne landet. Aber das eigentliche Thema ist, das viele Tote ein besseres Haus bekommen, als Sie es zu Lebzeiten hatten.

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