Die kleinen Wälder im Norden

Azotey: Am Abend des 14. Mai 2017 haben Mitglieder der gemeinsamen Einsatzkräfte (FTC) mehrere Mitglieder der EPP in einer Estancia im Departement Concepción gesichtet. Durch Änderungen der Anweisungen verloren sie über Nacht den Kontakt.

Es hätte der größte Schlag gegen die selbsternannte Paraguayische Volksarmee (EPP) werden können, wenn nur ein Kommandostand die Befehlsgewalt gehabt hätte. Es war wohl eher dem Zufall zu verdanken, dass zu Beginn 6 bis 8 EPP Kämpfer und später rund 20 in einem Wäldchen auf einer Estancia gesehen werden konnten. Es ist anzunehmen, dass zum Feiertag der Unabhängigkeit Paraguays auch die EPP eine interne Versammlung hatte. Über wenigstens 4 Stunden waren diese im Sichtfeld der Soldaten, ohne selbst gefährdet gewesen zu sein.

Oberst Héctor Grau, Kommandant der FTC und Brigadegeneral Julio Brugada, Kommandant der Verteidigungszone (Amambay, Concepción und San Pedro) entschieden zusammen und konnten zeitnah sich nicht für eine Strategie entscheiden, die umgesetzt werden sollte.

Die Patrouillenmitglieder harrten bis in die Morgenstunden aus. Eine Nachkontrolle brachte zum Vorschein, dass sie ohne große Spuren zu hinterlassen wieder weg waren und sich anscheinend in den letzten kleinen Wäldern des Departements verstecken.

Wäre dieser Schlag gegen die EPP erfolgreich gewesen, hätte dass das Ende der linksextremen Terrorgruppe bedeuten können. Nun bleibt den Uniformierten nichts weiter übrig als weiterhin auf Streife zu gehen und erneut auf solch einen Zufall zu warten.

Wochenblatt / Abc Color

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20 Kommentare zu “Die kleinen Wälder im Norden

    1. Manni das würde ich nicht so sehen!
      Hier geht es nicht um Unfähigkeit. Hier geht um die bewustete Binderung millitärischer Maßnahmen durch Vorgesetzte.
      Geschäfte sind halt Geschäfte, das kann alles sein
      Oder der Vorgesetze wohlte nicht den Helden spielen das ist besser als Verluste zu melden. Das kann sehr schnell Blutig werden,da reicht ein Hinterhalt von 1.oder 2.Mann aus auch wenn die Tot sind anderen sind fort.(Baueropfer)
      Manni das Deckiger als Dreckig!
      Jeder der im Antidiverions/Antiguerillakampf ausgebildet wude weis das man auf Tuchfühlung bleiben muss.
      Bei dieser hier abgebildeten kleinen Truppe.Musst Du als Offizier mindesten drei Gruppen. nachführen 4.wären noch besser.Einen Hubschrauber mit einen sMG/Gurtgranatwerfer/Gatling ist von Noten,mit einen normalen Bordschützen macht der Balett das unten Ruhe ist und die Verluste der Einheit minimiert werden.
      Bei den Schussfeld was einige Hubschrauber der paraguayischen Armee haben, würden sie mit einen normalen Bordschützen mit einer anständigen Waffe vielen Kameraden das Leben retten.Das kann ruhig die Tür mal abfallen,macht nichts die so wie so offen.

  1. Wer war der Kommandant der Truppe,-hat er nicht imer den Befehl solche
    sofort festzunehmen,oder entsprechend zu bekämpfen?
    So etwas ist mir mehr als Unverständlich !!!.

    1. Sie waren nicht beim Militär oder den Streitkräften,man hat das zu machen was man vom Chef gesagt bekommt und die Klappe halten.Oberst Héctor Grau und Brigadegeneral Julio Brugada haben einen Chef. Sie müssen erstmal Fragen.
      Sagt der Chek nein, dann müssen die beiden Herrren eine Ausrede suchen.
      Penicillin ist doch wirklich ganz schlecht wenn die EPP 2.meter tief unter der Erde ist. Da kömmen einige ins Schwitzen.
      Wer drückt dann die Preise für landwirtschaftliche Immobilien!
      Auch können die Super Reichen ihr schmutziges Geld dann nicht mehr so günstig anlegen.
      Im Ausland gibt da vom großen Uncle Sam etwas auf die Finger.

  2. Ich habe gelegentlich mit höheren Militärs zu tun. Seit Jahren ist, unter vier Augen, immer der Tenor: Wir werden von oben davon abgehalten und bekommen entweder Abwarten oder Verlegung in andere Richtung befohlen.
    Cui bono?

    1. Beim Lesen dachte ich auch nur, dass von oben wohl der Befehl kam, nicht anzugreifen.

      Die beiden Kommandanten muessten eigentlich sofort unehrenhaft entlassen werden, SO eine Gelegenheit nicht zu nutzen.. Aber das wird nicht passieren, eher gibts eine Belohnung, weil sie kein „Ärger“ gemacht haben. Dann kommt dann wohl offiziell der Grund, dass man nicht die Geisel gefaehrden wollte, obwohl diese wahrscheinlich schon tot sind.

      1. Philipp
        Der Fisch stinkt zuerst am Kopf und dann am Schwanz.
        Oberst Héctor Grau und Brigadegeneral Julio Brugada sind beide Befehlempfänger sie machen das was Ihnen Befohlen wird und suchen sich eine Ausrede.Gesicht waren!
        Den obersten Goldfasan oder Oberbefehlshaber müsstest Du absetzen,das dürften dann Neuwahlen sein.

  3. Die FTC ist ein gespielter Witz. Es wird so lange nicht gegen die EPP vorgegangen, bis die oberen Herren sich den Grundstücken bemächtigt haben, die von den, durch die EPP vertriebenen, bisherigen Besitzern verkauft oder einfach verlassen werden.

    Und die Gelder die in die Ausrüstung der FTC gesteckt werden, landen selbstverständlich bei den Politikern die die entsprechenden Ausrüstungen durch ihre Unternehmen (völlig überteuert versteht sich) liefern.

    Hier gilt einfach nur: Hauptsache die Taschen noch voller machen, alles andere interssiert nicht.

    In dem Rest der Welt ist es auch nicht besser.

    1. Finde ich guten Kommentar, denn auch ich bin wirklich kein Freund von Terrorismus, doch Eduard Snowden hat wenigstens ein paar Menschen die Augen nicht nur geöffnet, sondern auch Beweise auf den Tisch gelegt, dass Milliarden in Terrorbekämpfung fließen, willkürlich unbescholtene Bürger überwacht werden, während Terroranschläge ausgeführt werden, damit wir Tage, Wochen, Monate nach den Terroranschlägen die Schuhgröße der Attentäter als Ermittlungserfolge erfahren. Ich denke, die Angelegenheit wäre effektiver und kostengünstiger, wenn gezielt und auf Tatverdacht hin solch enorme Maßnahmen ergriffen würden. Doch das ist wahrscheinlich gar nicht das Ziel paranoider Beatmeter vom Beatmetenhäuschen.
      Und wer mich nun persönlich mit einem Einzeiler als paranoiden beleidigen möchte, der hat einfach nicht begriffen, was (Eduard Snowdens) Beweise sind. Wikipedia hilft der Lücke gerne weiter.

      1. Stimmt und nicht zu vergessen, das man missliebigen Personen nun nicht nur den PC hacken, überwachen und ständig mit Blue Screen abstürzen lassen kann, wir können neu missliebigen Personen auch Dokumente unterjubeln. Wenn man dann Beweise vorlegt das dies geschieht, können sich die Staatsanwälte blöd stellen und keine Anzeige entgegenehmen. Da beginnt man sich zu fragen wo sitzen die Verbrecher und Terroristen wirklich ? Und wer gehört eigentlich wirklich in den Knast ?

        1. Obwohl das Eindringen in fremde Netzwerke ein Straftatbestand ist gilt dies für Behörden nicht. Mit dem Terrorismus ist ein Beatmetenträumchen wahr geworden. Der Steuerzahler bezahlt seine eigene Überwachung, obwohl sie nicht nötig wäre und aufgrund der Datenflut hinderlich ist. Milliarden Steuergelder werden in unnütze Überwachung gesteckt, statt sie effizient und gezielt für die Terrorismusbekämpfung zu verwenden. Und keiner kann etwas dagegen tun, denn Geheimdienste und Militär sind heilige Kühe. So werden wir mit dem Terrorismus und der eigenen Überwachung leben müssen, 1:0 für Bin Laden, denn einfach einmal ins Blau hinaus zu überwachen kostet zwar viel, bringt aber gar nichts, wie die zweimonatlich auftretenden Terroranschläge vor Augen führen sollten.

  4. @ Neudorf……………der letzte Satz ist mal wieder typisch “ verunglückter Auswanderer „…………Solche Menschen werden in keinem Land der Welt glücklich oder auch nur zufrieden sein.

  5. Helsigi-Buttermilch

    Antworten

    ein indianer hat mal gesagt, wann merken die menschen endlich, das man geld nicht essen kann.
    ich glaube das war „tekumze“ vom stamme der „su“
    vielleicht kommen die politik auch mal darauf.

    1. Ich habe hier noch einen anderen Indianer parat:
      „Bevor unsere weißen Brüder kamen, um ZIVILISIERTE Menschen aus uns zu machen, hatten wir keine Gefängnisse. Aus diesem Grund hatten wir auch keine Verbrecher. Wir hatten weder Schlösser noch Schlüssel, und deshalb gab es bei uns keine Diebe. Wenn jemand so arm war, dass er kein Pferd besaß, kein Zelt oder keine Decke, so bekam er all dies geschenkt. Wir waren viel zu UNZIVILISIERT, um großen Wert auf persönlichen Besitz zu legen. Wir kannten kein Geld, und daher wurde der Wert eines Menschen nicht nach seinem Reichtum bemessen. Wir hatten keine schriftlich
      niedergelegten Gesetze, keine Rechtsanwälte und keine Politiker, daher konnten wir einander nicht betrügen.
      Es stand wirklich schlecht um uns, bevor die Weißen kamen, und ich kann es mir nicht erklären, wie wir ohne die grundlegenden Dinge auskommen konnten, die –wie man uns sagt– für eine ZIVILISIERTE Gesellschaft so notwendig sind!“

      Lame Deer, Sioux

      1. Vor Kolumbus nach Amerika kam hatten die Indianer keine Pferde. Deshalb gibt es im Guarani auch kein Wort für Pferd sondern nur „Caballu“. In den Anden – Ländern hatten sie Lamas, die aber nur wenig Lasten tragen konnten und sicherlich keinen Menschen, die allerdings sehr gut zu Fuß waren. So scheint mir die Rede des Lame Deer, Sioux nicht so ganz der Wirklichkeit, sondern eher dem jetzigen Zeitgeist zu entsprechen.

  6. Das ist sozialromantischer Schwachsinn. Keine Gefängnisse zu haben heisst nur das es keine eingesperrten Verbrecher gab und nicht das es keine Verbrecher gab. Und es gab vielleicht keine Gefängnisse, dafür gabs den Marterpfahl. Regeln gabs auch. Untreuen Ehefrauen wurde zum Beispiel die Nase abgeschnitten. Politiker gab es auch, nämlich die Ältestenräte. Der Wert eines Menschen wurde nicht nach Geld gemessen, aber zum Beispiel danach ob er ein guter Krieger oder Jäger war. Das Verhältnis zum Besitz war anders. Vieles wurde in einem Stamm geteilt, von daher betrachtete man vieles nicht als Diebstahl und fragte auch nicht wen man etwas nahm. Handel gab es trotzdem, also auch Besitz.

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