Die Kuh melken, solange sie noch Milch gibt

Asunción: Während der Weltgemeinschaft vorgeheuchelt wird sich für Transparenz und Ordnung einzusetzen, werden am laufen Band Entscheidungen getroffen, die Politiker vor Strafverfolgung schützen und höchste Einkünfte garantieren.

Die Beilegung der Feindschaft zwischen Abdo und Cartes-Anhängern wirkt sich schon jetzt zu Gunsten derer aus, die angeklagt sind und hinter Gittern sitzen, denn es gibt ein Gesetzesprojekt, womit man 1.500 Personen freilassen will, die in Untersuchungshaft sitzen. Der eigentliche Grund dieser Initiative ist nicht etwa das Wohlergehen aller Insassen, sondern nur von zweien, Miguel Cuevas und Ulises Quintana, einer angeklagt wegen unrechtmäßiger Bereicherung und seit knapp 6 Monaten in Haft und der andere wegen Drogenhandel und illegaler Einflussnahme, weil er mit seinem Einfluss beschlagnahmtes Geld zum Kauf von Drogen bei einer Polizeistation freikaufte.

Während die Bevölkerung von den Volksvertretern erwartet, dass sie der Justiz Werkzeuge zur Verfügung stellen um gegen die Korruption zu kämpfen, haben sich die Colorados mit einigen HC Anhängern einer anderen Partei zusammengeschlossen, um die zu schützen, die den Staat betrogen haben.

Zuerst haben sie den Gesetzesentwurf von Rocío Vallejo (Beitragsbild) in die Kommission zur Reform des Strafsystem geschickt, womit die Haftstrafe für Veruntreuung und Betrug auf 15 Jahre angewachsen wäre und demnach kein Hausarrest mehr zulässig wäre und danach schieben sie ein eigenes Projekt an um Politiker wie Cuevas und Quintana freizulassen.

Der Projektleiter des fragwürdigen Projekts ist Fernando Silva Facetti, der zwar der liberalen Partei angehört, aber nur Anordnungen von Horacio Cartes empfängt und Arnaldo Franco, der früher Privatsekretär von HC war. Hier etwas Gutes darin zu erkennen wäre skurril, denn 90% der Gesetzgeber sorgen sich kein bißchen um das Volk und nur um ihre Vorteile, die mit Geld und Macht leicht zu erklären sind. Aktuell hat Paraguay einen Präsidenten im López Palast sitzen aber einen anderen der regiert. Nachdem Abdo das Gegenteil von dem macht, was er über Jahre predigte wäre es töricht ihm zu glauben, wenn er meint, HC als Unterstützer für die Periode nach Corona zu brauchen.

Wochenblatt

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6 Kommentare zu “Die Kuh melken, solange sie noch Milch gibt

  1. Rocio Vallejo oder Katya Gonzalez sind die wenigen, die ein Kampf gegen Windmühlen führen. Mit den Versuchen kann man zwar offenlegen, wie die Volksvertreter handeln, aber es interessiert den normalen Paraguayer einfach gar nicht. Die halbwegs intelligenten sagen zwar noch saloppmäßig, „son todos bandidos“ , aber würden vermutlich genauso handeln wenn sie in so einer Position wären.

  2. Sehr guter Artikel. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen! Doch wenn Erkenntnissen nicht endlich Taten folgen, wird sich nie etwas ändern. Aber das ist nicht die Sache von Zugewanderten – diese Probleme müssen die Paraguayer schon selbst lösen oder aber sich weiterhin verdummen lassen.

  3. ja dann ab zu den ewahlen und die GRÜNEN wählen, funktioniert ja in österreich auch mit dem van der wuffwuff als trottlpräsi un dem hoaxi anschober als gesundheitstrottl.

  4. problem wird dann aber nur sein das die grünen vermutlich dann ein kuhmelk verbot erlassen und verbieten das die kühe pfurzen wegen zuvio co2 aussstoss, also dann alle in den schlacchter und ab zum veganiburger, guten appetit

  5. Na und welt und wertegemeinschaft interessiert sich maximal fuer refugees und minorities und da gibt es jede menge kampagnen, veranstaltungen und privatarmeen a la ngo. Diese pakte funktionieren sofort und weltweit alles im verfassungsrang und im fall der faelle marschiert man fuer die werte ein. Geht es um steuern oder korruption, ja das ist schwierig, da kann man nicht, da darf man nicht. Die weltgemeinschaft will also was?

    1. Wie konnte ich es nur vergessen? Fuer das klima und neuerdings fuer pandemien interessieren sie sich auch. Und wieder: aufgrund der pandemie kann man jetzt fuer jeden falschen schritt bestraft werden. Natuerlich gilt das aber nicht fuer alle. Denn bei wem wohl heisst es schon wieder da kann man nicht da darf man nicht? Siehe vorher.

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