San Lorenzo: Auf der einen Seite bedient Nimia Silva Kunden, die zu ihrem Geschäft in San Lorenzo kommen, daneben ein neuer Minimarkt, der andere Kunden anzieht.
Ein neuer davon wurde vor drei Monaten neben ihren Räumlichkeiten gebaut, aber die 58-jährige Frau überlebt dank des Tagesumsatzes, der im Übrigen aufgrund des Wettbewerbs zurückging. Einige Kunden verließen Nimia Silva und ihr Geschäft „Ña Cambá“, kamen dann aber wieder zurück, weil sie viele Waren im Viertel Barcequillo günstiger anbietet. Sie wird zum Symbol der Resistenz der Despensa-Betreiber, die von Biggie Minimärkten Dank freier Marktwirtschaft ihrer Lebensgrundlage beraubt werden.
Vor 44 Jahren gründete Apolonia, die Mutter von Nimia, den Laden, welchen sie vor vier Jahren, nach ihrem Tod, von ihr geerbt hatte.
Die Despensa heißt eigentlich Santa Clara, aber die Leute nennen sie „Ña Cambá“, weil meine Mutter so den Spitznamen erhielt. Die Despensa war eine der ersten in der Zone“, sagte Nimia gegenüber der Presse.
Die Händlerin sagte, dass viele ihrer Kunden sie verlassen hätten, aber zurückgekehrt seien, weil sie einige Produkte billiger anbietet und man bei ihr auch anschreiben kann, was ein großer Pluspunkt ist, wenngleich auch nur für wenige vertrauenswürdige Kunden.
„In gewisser Weise tut es mir weh, aber einige Leute gehen dorthin (nebenan) und stellen fest, dass ihre Produkte etwas teurer sind. Deshalb kehren sie in meinem Geschäft zurück, aber es gibt Dinge, die ich nicht verkaufe. Ich verkaufe kein Fleisch“, sagte sie.
„Die Sonne geht für alle auf, aber deswegen werde ich nicht krank, ich kann später nicht mehr und wir müssen weiterkämpfen“, sagte sie sehr selbstbewusst.
Nimia sagte, dass ein weiterer Vorteil darin besteht, dass sie keine Miete zahlt, weil es ihr eigenes Haus ist. Aufgrund von Unsicherheit arbeitet sie oft hinter Gittern, aber ihre alltäglichen Begleiter sind Julia, die Zeitungsverkäuferin, und Nati, die erfrischende Kräuterverkäuferin. Sie sind sehr enge Freunde. „Wir helfen uns gegenseitig, ich bezahle sie nicht, sie sind da, sie sind meine Nachbarn, sie sind meine Freunde und wir helfen uns gegenseitig“, sagte sie.










