Diebstahl von Eukalyptus Pflanzen in deutscher Kolonie

Kolonie Nansen: Eine neue Art von Diebstahl scheint sich in Paraguay zu etablieren. Unbekannte haben es auf Eukalyptus Pflanzen abgesehen. Es gab in der Vergangenheit schon einen ähnlichen Vorfall in der Zone.

Vor geraumer Zeit wurden von dem Yerba Unternehmen Aromatica in der Kolonie Sudetia, die an die Kolonie Nansen angrenzt, Eukalyptus Pflanzen auf einer mehr als zwei Hektar großen Fläche gesetzt. Am helllichten Tag wurden sie gestohlen. Nachbarn dachten, die Pflänzchen werden gedüngt, als mehrere Männer auf der Fläche tätig waren.

Nun hatte Edgar Chamorro in der Kolonie Nansen schweißtreibend Löcher auf rund zwei Hektar ausgehoben und die Pflanzen vorgestern gesetzt.

„Für das Wochenende ist Regen angesagt, deshalb nutzte ich den Zeitpunkt, die Setzlinge in den Boden zu bringen. Gestern Morgen waren die Hälfte der Pflanzen verschwunden“, sagte Chamorro.

Der Schaden ist beträchtlich. Auf einem Hektar befanden sich rund 2.500 Setzlinge. „Mehr als fünf Millionen Guaranies beträgt der wirtschaftliche Verlust. Jede Pflanze kostete 2.000 Gs.“ klagte Chamorro.

Er zeigte den Diebstahl bei dem Kommissariat in Paso Yobai nicht an, weil dies, so der Kleinbauer, zu keinem Ergebnis führe.

Wochenblatt

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8 Kommentare zu “Diebstahl von Eukalyptus Pflanzen in deutscher Kolonie

  1. Ist mir auch schon passiert, allerdings mit Obstbäumen. Nachbarn wurde schon das frische Zuckerrrohr ausgebuddelt. Man hat wirklich keine Lust mehr etwas anzubauen. Das war vor zehn Jahren noch anders, da haben sich alle in der Gegend gefreut, wenn es ein lindo terreno gab. aber die Zeiten sind vorbei, nur noch plata, plata, plata.
    Was den konkreten Fall angeht: Mein herzliches Mitgefühl für jemand, der was auf die Beine stellt und wahrscheinlich für das Alter vorsorgen wollte. Gespartes Geld und Arbeit für die Katz. Dennoch stimmen die Zahlen mal wieder nicht: Es werden 1200 Eukalyptus pro Hektar gepflanzt, macht bei zwei Hektar insgesamt 2400 und davon dann wieder die Hälfte, die geklaut wurden. Oder waren es doch alle ?

    1. Sehr geehrter Herr Wiesner, der Pflanzabstand war geringer, bei 2 Meter, deswegen auch die hohe Anzahl.

      Viele Grüße aus der Redaktion

      1. Nun, dieser Diskussion stelle ich mich gerne, weil ich dort zu Hause bin. Das Planzraster in Paraguay beträgt min. 2.20m x 2,20m was die besagten 1200 Pflanzen pro Hektar ergibt. Die führenden Experten in dieser Katagorie sind die Chinesen, die es auf ca. 1,80m x 1,90m Pflanzraster bringen, was zwischen 1600 und max. 1800 Eukalyptus pro Hektar Brennholz ergibt. Darüber sind weltweit keine größeren Erträge erzielt worden. Sollte nun ein paraguayischer Forstingenieur der Meinung sein, dies locker toppen zu können, indem er ein Planzraster von z.B. 2,20m x 1,10m verwendet, werden sich die Stämme wohl irgendwann berühren, wenn sie denn wachsen. Wenn hre Aussage also den Tatsachen entspricht, möchte ich die Diebe zu Ihrer selbstlosen forstwirtschaftlichen Arbeit beglückwünschen, die Herrn Chamorro langfristig sicher mehr Erträge sichert.

    1. Ja, es ist wirklich nur zum Kotzen. Und auf dem Land sind Kontrollen wegen den großen Flächen sehr schwierig.

      Vor ein paar Monaten ist ja einem Viehzüchter eine beträchtliche Menge von Rindern geklaut worden, weil der Herr nur jede 6 Monate zu seiner Estancia fuhr zur Impfung.

  2. Es kann doch nicht so schwer sein, eine solche Menge an Setzlingen aufzuspühren, da diese ja zeitnah wieder in die Erde müssen.

  3. Mir ging es auch so. Nur haben die Diebe auf einen kräftigen Regen gewartet, dann mussten sich die Planzen nur noch rausziehen. Grabarbeit ist halt nicht jedermanns Sache.
    Das war übrigens vor mehr wie 10 Jahren.
    Angesichts dieser Mentalität lache ich mich krumm, wenn man von den wirtschaftlichen Chancen spricht oder wenn doofe Gutmenschenorganisationen wieder mal was spenden.

  4. das mit den obstbäumen kenne ich. ein drittel meiner orangen und pfirsichbäume in drei nächten. werden wohl so um die 60 stück fehlen. mir reichts, sollen sie doch weiter ihr manioka knabbern.

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