Dollarkurs wird für Rindfleischexport nicht künstlich korrigiert

Asunción: Die Eigentümer von exportierenden Rinderzuchtbetrieben forderten vor Tagen das Eingreifen der Zentralbank um den Dollarkurs durch Devisenkäufe zu korrigieren, damit ihre Verkäufe rentabel seien.

„Dieser Bitte kommt die Zentralbank des Landes nicht nach“, wie Jorge Corvalan, Präsident der BCP erklärte.

Damit die Rindfleischexporteure zufrieden wären müsste der US-Dollar mehr als 200 Punkte zulegen und sich bei rund 4.400 Guaranies halten.

Obwohl genügend Rinder zur Schlachtung zur Verfügung stehen, kann man davon ausgehen, dass die Exportmenge zurückgeht bis sich der US-Dollar wieder stabilisiert. Der Gewinn der paraguayischen Geschäftsleute hängt unmittelbar mit der nordamerikanischen Währung zusammen, die sensibel auf alle Wirtschaftsnotizen reagiert.

Vertreter der Zentralbank erklärten der Direktive der paraguayischen Kammer für Fleischverarbeitung (Capaca), dass dieses Phänomen nicht nur Paraguay belastet. Auch andere exportierende Länder leiden darunter. Beim Dollarkurs muss man ständig auf einen Verlust bzw. Zuwachs von 10% vorbereitet sein.

Ein weiterer Grund für das fehlende Wohlwollen der Zentralbank den Kurs zu stützen könnten auch die schlechten Kursvoraussagen des US-Dollar sein, die einen Verkauf von Devisen in Zukunft unmöglich machen würde, ohne das der Staat dabei verliert.

Für die breite Menge bedeutet die jetzt getroffene Entscheidung, dass ein Dollarkurs existiert, der nicht wie vergangenes Jahr durch Devisenkäufe künstlich in die Höhe getrieben wurde.

(Wochenblatt / Última Hora)

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9 Kommentare zu “Dollarkurs wird für Rindfleischexport nicht künstlich korrigiert

  1. das ist eine gute und richtige Entscheidung der Zentralbank. Es ist nicht einzusehen, daß die Gewinne einiger weniger zu Lasten der Allgemeinheit gehen sollen. Ein niedriger Dollarkurs macht die Einfuhren billiger und senkt so die Inflation im Lande. Das gilt nicht nur für Nahrungsmittel und Elektronik sondern vor allem für Öl und Benzin. Der volkswirtschaftliche Schaden, der durch den Aufkauf von ohnehin wertlosen Dollars ist derzeit nicht zu beziffern. Die Zentralbank würde heute zu einem Kurs kaufen müssen, der, durch den stetigen Verfall des Dollars, in zwei Wochen vielleicht nur noch die Hälfte wert ist. Wer muß das bezahlen? Natürlich der Steuerzahler des Landes. Also, liebe Zentralbank, nur Mut, kein unnötiges Risiko zu Gunsten einiger weniger und zu Lasten der Allgemeinheit.

  2. Sorry, aber welchen Käse muß ich denn hier lesen?
    Import und sei er auch noch so billig, hat noch nie einen Volkswirtschaftlichen Nutzen gehabt. Lediglich der Export kann Geld ins Land bringen, durch den Import blutet ein Land aus. Es ist umgekehrt völlig absurd, welch hohen Wert der Gs. haben soll. Sicherlich ist der USD in den letzten Zügen seines Lebens, aber welcher Wert soll denn hinter der PY-Volkswirtschaft stehen um diesen Phantasie Wert zu rechtfertigen. Die Zentralbank betreibt doch nun schon seit Jahrzehnten eine Politik für „einige Wenige“. Dies sind jedoch die Importeure und eben nicht die Exporteure. Immer wieder muß man solch dummes Zeug lesen.

    Ein Importland wie PY wird immer den Import billig halten und die reale Inflation durch eine Kursaufwertung gegenüber dem USD verschleiern.

    Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch auf die Verdummung mit den PY-Staatsanleihen hinweisen. PY plazierte nicht erfolgreich seine Staatsanleihen in NY, sondern der Schuldner PY hat es geschafft einem Gläubiger seine Schuldscheine anzudrehen, für die er nun einen Kredit bekommen hat.

    Eine Zentralbank die den Import schützt und sich bei den üblichen Verdächtigen verschuldet – die richtet eine volkswirtschaftlichen Schaden an. Niemand muß durch gekaufte USD den Gs. stützen, PY müßte nur eine ehrliche Bewertung des Gs. zulassen. Dies wäre dann eine Abwertung und wahrscheinlich würde dann der Gs. bei über 8000 Gs./USD stehen, aber dies wäre keine ausdrückliche Stützung der Exporteure, sondern ein Verzicht auf die Subventionierung der Importeure – die sich in PY eine goldene Nase verdienen.

    Immer wieder wird es aber geschafft die Leute an der Nase herum zu führen und am Ende kommen solche Gedanken wie bei Asuncion45 heraus. Entweder ein Opfer dieser Verdummung oder eine hoffnungsloser Kommunist.

    Im übrigen führt diese Art Subventionierung zu der Kreditblase die wir gerade in PY sehen. Billige Importe heizen lediglich den Konsum an und lenken von der tatsächlichen Inflation ab. Wenn Fleisch bzw. alle Lebensmittelpreise steigen, wird dies dann den Exporteuren in die Schuhe geschoben, wenn Konsumartikel sinken ist dies eine Wohltat für das Volk. Es ist jedoch genau anders herum.

    Die Kreditblase durch den manipulierten Außenhandelswert des Gs. wird genauso platzen wie die anderen Blasen weltweit.

    Ach ja – nur Exporte bringen Geld in ein Land und nur ein Exportüberschuß macht ein Land reicher. Importe per se sind ein volkswirtschaftlicher Schaden und ich unterstelle Asuncion45 einmal nur keine Ahnung zu haben und nicht etwa ein Verblender zu sein…

    1. Es ist doch immer wieder erquickend wie hier aufeinander eingehackt wird. Einfach mal einen Schritt zurück treten und versuchen das große Ganze zu sehen. Z.B.:

      „Nur Export macht ein Land reich“ Die USA kauft mit nichts gedeckten Dollars in der ganzen Welt ein. Bedeutet in den USA stehen die Maschinen, Porsches ALLES was käuflich ist. Allein China hat soviel USDollar, dass sie nicht mehr wissen wohin damit, ohne die jetzige Weltleitwährung platt zu machen. Geld sind auch nur Schuldscheine. Wer ist nun reich?

      „Quantitative Easing“ der FED, ist auch einer der Schlüssel, wenn nicht DER Schlüssel, warum Paraguay auf Anleihen macht. Man hat seine Schuldigkeit getan und im Rahmen seiner Möglichkeiten geliefert. Über das Thema hatte ich mich ja schon einmal ausgelassen…

      Mittlerweile wird das Geldsystem im Netz an jeder Ecke erklärt. Das sollte man sich einmal antun, bevor man in die Fetttonne hüpft.

      Und links vs rechts, schwarz vs rot, FC-brech vs FC-kotz usw. sind Spiele fürs Volk.

      LG

      1. Wir klug. Natürlich gilt dies nicht für den Hersteller von Falschgeld und wenn der USD-Monopolist es schafft auch mit einem Exportdefizit „reich“ zu werden, so liegt dies eben genau an den Mechanismen die man ja im Netz nachlesen kann.

        Das neuste Halbwissen auf den Seiten der Infokrieger ist jedoch auch nicht die ganze Wahrheit und die Regel durch ein Exportüberschuß reich zu werden gilt in jedem System. Wer natürlich durch Geldmarktmanipulationen und Falschgeldausgabe es schafft noch reicher zu werden, der hat es aber eben nicht durch seine Importe, sondern trotz seiner Importe geschafft.

        Die USA müssen ja gerade durch ihre Blüten möglichst viel importieren, sonst schaffen sie keinen Reichtum, wenn man das Falschgeld nicht unter die Völker bekommt.

        Verstehe also nicht wo das Argument liegen soll.

        Es bleibt dabei…wer produziert und Werte schafft und diese Güter auch noch an andere Volkswirtschaften verkaufen kann, der wird ein Plus erwirtschaften, wer als Agrarstaat selbst Grundnahrungsmittel, aber auch alles was einen Stecker hat importieren muß, der wird kein Reichtum für sein Volk, sondern nur für einige Wirtschaftsteilnehmer (insbesondere Importeure) schaffen. Im übrigen egal ob in einem Fiat-Geldsystem, Freigeldsystem oder in einer libertären Marktwirtschaft.

        Ach ja, solch Basiswissen wie QE und die Zinseszins-Spiral sind mir sehr wohl bekannt. Dein Beispiel mit der USA ist jedoch untauglich. Dies wäre so als würde ich behaupten, man würde nur durch tüchtige Arbeit reich, was ja wohl im Prinzip stimmt, aber man das Beispiel eines krimminellen Drogendealers dagegensetzen würde. Okay, stimmt, mit Drogen geht das schnelle, aber die USA (und der ganze anglo-amerikanische Hochfinanzkomplex) widerlegen nicht die Tatsache durch Exporte reich zu werden, sie zeigen nur auf, das Falschgeldmünzer „einkaufen“ müssen um ihr wertloses Klopapier in Werte zu wandeln. Trotzdem werde ich meinen Kindern nicht den Tip geben Dealer zu werden.

        Ach ja und so lange PY nicht in der Lage ist eine Weltleitwährung dem Rest der Welt (auch militärisch) aufzuzwingen, so lange gilt die einfache Gleichung: Export – gut und Import – schlecht.

        1. Schöne Ausführung und siehe da, wir sprechen eine Sprache. Das deutsche Import-Veredelung-Export Modell hat Deutschland den Aufschwung gebracht und anderen Ländern den Abschwung. Nun zahlt Deutschland und alle anderen Länder die Quittung über die Abzockerbande in Brüssel. Wer die wohl installiert hat?

          Export gegen USD kommt einem Ausverkauf gleich. Länder die sich dagegen stellen droht der Krieg.

          Auf Welthandelsebene gibt es keine gesunde Marktwirtschaft. Manipulation und Erpressung leiten den Markt. Unter diesen Voraussetzungen wird ein Land nicht reich. Über kurz oder lang nützt es keinem Land sich bis zur Halskrause mit USD vollzustopfen.

          LG

          1. Es ist richtig, in einem Falschgeldsystem ist es schwer mit Export reich zu werden, wenn man für das falsche Geld nur wieder Klopapier kauft oder wie im Falle der BRd sich anderweitig ausrauben läßt. Trotzdem hat zB. Japan, Deutschland, Indien etc. nicht nur Klopapier deponiert.

            Eine Exportnation errichtet Industrieanlagen, Infrastruktur wie Flughäfen, Eisenbahnlinien und Autobahnen, hält Patente und Markenrechte, schafft Arbeitsplätze usw.

            Natürlich wird die BRd dann wieder von den üblichen Verdächtigen ausgeplündert. Dies ist aber nicht die Schuld von Exporten, sondern von politischen Marionetten, die sich die Exporte nicht in echten Werten bezahlen lassen (wie zB. Gold), sondern sogar die Volkswirtschaft des Exportlandes für die notwendigen Kredite im Importland aufkommen lassen.

            Trotzdem wird man eben nicht durch Importe reich, die Frage in was man die Gewinne umwandelt ist eine andere. Investitionen in Sachwerte fallen aber immer ab, leider lassen sich die Exporteure noch mit Papier bezahlen.

            Ja, wir sprechen offensichtlich die selbe Sprache. Es ist nur oft nicht leicht mit wenigen Sätzen alles notwendige zu sagen.

            Gruß Conquistador

    2. Import der USA in Millionen US-Dollar: 1.935.000 (2010 geschätzt)
      Export der USA in Millionen US-Dollar: 1.289.000 (2010 geschätzt)

      Das geht schon viele Jahre so. Eines der reichsten Länder der Welt…. hahaha

      Ob ein Land, im wirtschaftlichem Sinn, arm oder Reich ist, wird bald nur noch daran gemessen, wie viel Gold es besitzt um es an seine zukünftige Währung zu koppeln. Alle großen Nationen arbeiten daran.

      LG und schönen Sonntag

    3. Vor allem verhindern diese Billigimporte dass hier indusrtielle Arbeitsplätze enstehen.Es ist nicht alles Hi-tech was importiert wird.Aber es ist leichter schnell Geld zu machen als etwas aufzubauen.

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