Drei gebohrte Brunnen und trotzdem kein Trinkwasser

Moises Bertoni: Bewohner in der Nähe der eingangs erwähnten Stadt vom Departement Caazapá fordern die Fertigstellung eines Trinkwassersystems für 60 Familien. Das Projekt begann vor fast 9 Jahren und kann wegen mangelnder Leistungsfähigkeit nicht in Betrieb genommen werden.

Betroffen sind Bewohner in der Gegend von Corralito San Ramón, etwa 40 km von Moises Bertoni entfernt. Das Trinkwassersystem wurde 2009 begonnen, aber es funktioniert nicht, weil kein Brunnen ausreichendes oder sauberes Wasser fördert. „Drei Brunnen wurden bereits gebohrt und wir leiden weiterhin unter Wassermangel“, sagte einer der Einheimischen.

Sie gaben an, dass einige Familien einen normalen Brunnen haben und den Nachbarn helfen, indem sie ihnen Wasser geben. Aber die Situation wird im Sommer wegen des Mangels an Trinkwasser kritisch.

Der Leiter von dem Wasserressourcengebiet aus der Behörde Senasa, Roberto Fleitas, erklärte, dass sich Corralito San Ramón in einem Gebiet mit schwierigem Zugang zu Trinkwasser befände. Alle Einwohner haben Wasserprobleme. In Corralito haben wir bei San Antonio und San Miguel bereits alle Probleme gelöst, aber in San Ramón sei das leider nicht der Fall, sagte er.

Der Beamte erklärte weiter, dass im Jahr 2013 ein Brunnen von 150 Metern gebohrt worden sei. Er förderte zu wenig Wasser und hatte ein Qualitätsproblem. „Dann bohrten wir einen weiteren Brunnen, der 2.000 Liter Durchfluss pro Stunde hatte. Im Dezember des letzten Jahres wurde der dritte Brunnen, der 182 Meter tief ist, gebohrt und hatte wieder keinen angemessenen Durchfluss, um die Nachfrage der Bewohner zu decken“, fügte Fleitas hinzu.

Er betonte, dass bereits alle Vorbereitungen abgeschlossen seien, um weiter zu bohren und eine Tiefe von 250 Meter an dem dritten Bohrloch zu erreichen. Fleitas erklärte aber, dass auch mit 250 Metern Tiefe nicht sichergestellt sei, dass genügend Wasser gefördert werden könne oder für den menschlichen Gebrauch über eine ausreichende Qualität verfüge.

„In einem der Brunnen hat das Salz die erlaubte Grenze überschritten, und es kann auch andere Elemente haben, wie zum Beispiel Eisen, dessen Behandlung die Wasserkosten im Ort erhöhen wird“, sagte Fleitas.

Wochenblatt / ABC Color

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2 Kommentare zu “Drei gebohrte Brunnen und trotzdem kein Trinkwasser

  1. Wenn man trotz täglich 3-stüntiger Grundschule und sogar abgeschlossen vom Straßen-, Brunnen- noch sonst überhaupt was eine Ahnung hat, außer seinen Müll anzuzünden und zuzuschauen, wie die Müllabfuhr vorbeifährt, dann könnte man es auch gleich sein lassen.

  2. Wir sind hier in einem der wasserreichsten Gebiete der Welt und bekommen gesagt: dass es in Caazapa und Umland schwierig ist ein gutes Wasser zu finden? Was sind die eigentlichen Gründe warum das so ist?
    Ich lebe seit über 8 Jahren hier in Paraguay in der nähe von Villarrica, bin Baubiologe und Radiästhet und arbeite seit über 25 Jahren in diesem Bereich. Da wir selbst hier ein Grundstück gekauft haben brauchte ich auch eine Firma die mir den Brunnen an der von mir markierten Stelle bohren musste. Diese erfahrene Person war erstaunt darüber warum ich gerade diese Stelle ausgesucht habe. Auch er stelle fest, das es die optimalste Stelle war wo u.a. 2 Wasseradern sich kreuzten und somit ausreichend Wasser gefördert werden kann.
    Jahre später wurde ich wieder um Rat gebeten eine gute Stelle zum bohren zu suchen. Diesesmal hatte aber der Bauherr eine Firma gesucht die die Arbeiten verrichten sollte. Der Vorarbeiter fragte den Bauherren: „wo wollen Sie das ich bohre“. Wir schauten uns an und waren verwundert dass er nur da bohrt wo der Bauherr eine Vorschlag machen! Keine Kentniss von Wasseradern usw. hauptsache ein Auftrag der nach gebohrten Meter abgerechnet wird. Da mir diese Art der Arbeit missviel zog ich mich zurück. Die Erfahrung daraus war = der Kunde zahle 168m x 220000 GS/m, Diese Stelle förderte ca. 1000L/h was für den Nutzen viel zu wenig war! Die Stelle die ich aussuchte lag bei ca. 85m und hatte zwei Wasseradern mit mindestens 12oool/h. Gleiche Firma bohrt heute noch nach dem „Geldverdienen-Prinzip“ im Raume Villarrica.
    Warum erzähle ich Ihnen dieses Beispiel? Gerade beim Wasser ist es sehr wichtig, dass man vorher genau analysiert welche Stelle die optimalste auf einem Grundstück ist, um später außer Kosten und ggf. schlechte Qualität keinen langfristigen Nutzen davon zu haben.
    Wasser ist eines der wichtigsten Lebensmittel. Haben wir ein gutes Wasser, haben wir auch eine gute Gesundheit!
    Wenn die Kommunen und Privatleute sich das richtige Fachpersonal holt, ist der Erfolg sicher und die Kosten geringer!

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