Dritter Tag des Lockdowns: Trucker regieren Paraguay

Asunción: Wenn jeder in einem Land machen kann was er will, dann herrscht wirklich bald eine Anarchie. Noch dazu wenn die Polizei zuschaut und die streikenden LKW-Fahrer machen können was sie wollen, weil sie billigere Spritpreise fordern.

Gestern brach das Chaos über das Land aus, als die Trucker-Fahrer ihren Protest noch einmal verschärften und viele Fernstraßen sperrten. Aufgrund dessen wurde sogar der Mittel- und Fernverkehr der Omnibusse eingestellt.

Der Staatspräsident, ja was macht denn der eigentlich? Sollte er sich nicht vielleicht einmal zu Wort melden?

Das Staatsoberhaupt Mario Abdo Benitez indes flog indes am Dienstag wegen “dringender privater“ Gründe nach Brasilien und kehrte erst gestern zurück. Angeblich soll die Mutter der First-Lady dort operiert worden sein.

Von Seiten der staatlichen Rohölgesellschaft Petropar wurde gestern ein Angebot vorgelegt, den Preis vom gewöhnlichen Diesel und Benzin um 500 Guaranies zu senken. Das lehnten jedoch die Trucker und andere Verbände, wie Taxi-, Uber, MUV und Boltfahrer, die sich den Protesten angeschlossen hatten, kategorisch ab.

Das Recht auf freien Transit für alle Bürger, gesetzlich begründet, setzt die Polizei nicht durch, geschweige denn der Innenminister meldet sich bei dem Thema zu Wort.

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8 Kommentare zu “Dritter Tag des Lockdowns: Trucker regieren Paraguay

  1. Diese Versager-Regierung weiß nun mal nicht, was sie tun soll, sofern vom Ausland keine Anweisungen kommen. Ich kann allerdings nicht behaupten, dass ich mit den LKW-Fahrern Solidarität hätte, weil die bestimmt auch so eine Nummer abziehen, wenn ein Güterverkehrzug eingeweiht wird.

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    1. Heinz1965
      das sehe ich genauso. wieso müssen sie all die autofahrer verärgern anstatt die politiker vor dem parlament und ihren privathäusern diese demos veranstalten. ich finde es einfach zum kotzen wenn ich auf einer strecke von 20 km zwei mal in den stau gerate und da jedesmal 30 minuten rumstehen muss nur weil die deppen den verkehr blockieren. mit solchen aktionen erreichen sie genau das gegenteil von solitarität.

  2. Bei protesten gegen covid schaut man nicht zu. Warum hier? Wurde schon gesagt. Weil hier nur die bevölkerung getroffen wird. Der reiche fliegt mit dem flugzeug und hat platz. Warum also protestieren sie nicht vor dessen häusern und privatflughäfen? Weil die ja den auftrag geben.

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  3. Daran, daß die Polizei nicht eingreift, sehen wir, daß diese Blockaden politisch gewollt sind.
    Wenn nicht sogar organisiert.
    Damit wird das Volk gespalten.
    Viele werden sich über die Trucker ärgern.
    Warum warten die eigentlich nicht, bis die Politiker im Kongress sind und sperren den dann ab?
    Eine Woche lang bei Leitungswasser dort festhalten.
    Da würde sich schnell was tun.

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  4. Natuerlich nerven mich diese Blockaden auch weil diese unnötig sind.Dieselpreise steigen=Frachtkosten steigen=Endverbraucher zahlen eben mehr fuer Transporte.soweit logisch und klar.darum sind die Behinderunfen unnötig undndie Folgen zum Kotzen:Kinder kommen nicht mehr püntlich in die Schule,Flugreisende müssen bangen Ihren Abflug zu bekommen,Container koennen die Haefen nicht verlassen und der Empfänger darf die Standgelder bezahlen.
    Eine rechtlich fundierte Reaktion gegenndie LKW nach dem Streik könnte nicht schaden zb sehr vorsichtiges langsam fahren an Stellen wo die LKW nicht überholen duerfen.Jeder einzelne Fahrer sollte merken wasnes bedeutet in seinem Recht auf freie Fahrt behindert zu werden.

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