Brasilianer gestand 18 Menschen in Paraguay getötet zu haben

Ciudad del Este: Paulo Cándido Oliveira Da Silva, der Mann, der in Paraguay als „Botschafter“ des Comando Vermelho (CV) galt, wurde am vergangenen Mittwoch in Luque festgenommen und zwei Tage später über Ciudad del Este ausgewiesen. Bei seiner Ankunft in Brasilien sagte er, dass er während seines Aufenthalts in Paraguay 18 Menschen getötet hat. Er nannte dabei sogar den Mord an einem mutmaßlichen Viehdieb in Yuty.

Der 39-jährige Brasilianer Paulo Cándido Oliveira Da Silva – bekannt unter den Pseudonymen Paul, Paulo, PJC oder Nicolai – wurde am Nachmittag des vergangenen Mittwochs, dem 3. Juni, in einem Haus im Stadtteil Cuarto Barrio von Luque gefasst. In der Nacht zum Freitag, dem 5. Juni, wurde er über die Freundschaftsbrücke in Ciudad del Este aus Paraguay ausgewiesen.

Polizisten der Anti-Drogen-Abteilung, die ihn im Rahmen der „Operation Puma Py“ verhafteten, teilten mit, dass gegen den Brasilianer in seinem Heimatland Haftbefehle wegen krimineller Vereinigung und internationalem Drogenhandel vorlagen. Zudem handele es sich bei ihm um ein aktives Mitglied der kriminellen Fraktion Comando Vermelho (CV), die ursprünglich aus dem Bundesstaat Rio de Janeiro stammt.

Die „Operation Puma“ in Brasilien wurde von der Zivilpolizei (Policía Civil) gegen eine Zelle des Comando Vermelho durchgeführt, die im Bundesstaat Paraná zunehmend an Einfluss gewann. Diese Gruppierung „importierte“ Marihuana, Kokain und Waffen aus Paraguay – mutmaßlich über ihren „Botschafter“ Paulo Cándido Oliveira Da Silva.

Verbindungen des „Botschafters“ des Comando Vermelho in Yuty

Der besagte internationale Kriminelle war in unserem Land bereits am 26. Januar 2020 festgenommen worden. Damals hatte er versucht, mit einer gefälschten Identität in die Regionalstrafanstalt von San Pedro de Ycuamandyyú zu gelangen, um den dort inhaftierten HC-Politiker Benjamín Adaro Monzón zu besuchen.

Dieser war zu jener Zeit noch Abgeordneter des Departamentos Caazapá und im Zuge der „Operation Gángster“ in seiner Hochburg, der Gemeinde Yuty, festgenommen worden. Von dort aus soll er eine gefürchtete kriminelle Organisation geleitet haben, der mehrere Auftragsmorde – einige davon mit politischem Hintergrund – zugeschrieben wurden.

Nach seiner Ankunft in Brasilien soll Paulo Cándido Oliveira Da Silva den dortigen Behörden erzählt haben, dass er während seiner Zeit in Paraguay als „Botschafter“ des CV mutmaßlich 18 Personen ermordet hat.

Laut brasilianischen Medienberichten erwähnte der Festgenommene sogar einen konkreten Fall: den von Arnaldo Rotela Gauto (52), der als „König des Viehdiebstahls“ bekannt war. Dieser war von einem Auftragsmörder erschossen worden, dessen Täterbeschreibung exakt auf den nun aus Paraguay ausgewiesenen Brasilianer passt. Das Attentat ereignete sich am 15. August 2024 genau im Bezirk Yuty.

Diese Informationen liegen den brasilianischen Ermittlern laut Berichten von Journalisten aus dem Nachbarland angeblich bereits vor.

Wochenblatt / Abc Color

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1 Kommentar zu “Brasilianer gestand 18 Menschen in Paraguay getötet zu haben

  1. Warum hat der Brasilianer ein derartiges Rede Bedürfnis nachdem er im Brasilien ist ,?