Drogenhändler beschießen Feuerwehrleute

Villarrica: Überall im Land ist die Freiwillige Feuerwehr dabei, große Brände zu löschen. Jedoch wird ihre Hilfe manchmal gar nicht gerne gesehenen, insbesondere von Drogenhändlern, die sogar Feuerwehrleute beschießen.

Antonio Bogado, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr aus Villarrica, berichtet, dass es in dem Naturschutzgebiet Ybytyruzú bei Independencia und in den Städten von Ñumí, in denen Dutzende Hektar Eukalyptus in Brand gesteckt wurden, viele Brandherde gegeben habe.

Er fügte an, dass mehr als 40 Feuerwehrleute an den verschiedenen Standorten im Einsatz seien, aber viele bereits erschöpft sind, da sie seit letzter Woche pausenlos Brände bekämpfen.

Auf der anderen Seite halfen Beamte der Polizeistation Nr. 32 aus Villarrica und Nachbarn gemeinsam die wahllose Verbrennung von Weiden zu löschen und so die Ausbreitung von Bränden in der gesamten Region zu verhindern. Aufgrund der starken Hitze und des starken Windes hatte sich das Feuer bereits in weiten Bereichen auf einem Privatgrundstück ausgebreitet, das sich hinter dem Campus der Katholischen Universität bei Villarrica befindet.

Der Leiter der Polizeistation Nr. 32, Carlos Chamorro, gab an, dass der Vorarbeiter des Ortes “den Ursprung des Feuers nicht kenne“, aber es anscheinend mit der Verbrennung einer Weide am frühen Morgen begonnen habe.

Die Polizisten sagten, sie hätten sich der Brandbekämpfung angeschlossen, weil “Feuerwehrleute in anderen Gebieten im Einsatz sind und keine Kräfte mehr zur Verfügung haben“. Die Polizeibeamten versorgen die Nachbarn mit Wasser in Fässern, füllten sie permanent auf und transportierten sie mit dem Motorrad zum Brandherd. Einige Einheimische halfen auch mit Traktoren und Anhängern. In Bezug auf das Feuer im Nationalpark Caazapá, gab Chamorro an, dass es die Drogenhändler selbst gewesen seien, die den Vorfall verursacht hätten und sie sogar mehrere einschüchternde Schüsse abgaben, als die Feuerwehrleute versuchten, das Reservat zu betreten, um das Feuer zu löschen.

„Drogenhändler sind diejenigen, die das Feuer verursacht haben. Wenn wir von nun an nach 6 oder 8 Monaten dorthin zurückkehren, werden wir wunderschöne Marihuana-Plantagen finden“, erklärte Chamorro.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “Drogenhändler beschießen Feuerwehrleute

  1. Die tschechische Komission die vor einiger Zeit anreiste bemerkte folgendes: in Ostparaguay sind es vor allem Marihuanaanbauer die die Braende legen. So wird dad Feld gesaeubert und jedesmal etwas erweitert wenn hoffentlich auch ein Stueck Wald mit abfackelt. Im Chaco sind es die Viehzuechter (lateiner und eventuell brasileiros) die die Feuer legen mit demselben Hintergedanken.
    Es koennte darauf hindeuten dass die Regierung Abdo es ernst meint mit der Durchsetzung der Umweltnormen. Man hat nur schwups die ganze Bevoelkerung gegen sich. Deswegen nehm ich das keinem ab dass er Gross-Alfred zurueck haben will denn Regeln will niemand aber durchaus die positiven Seiten des Stroessnerregimes – Mennoniten miteingeschlossen.
    Bedenke man eines: der paraguayer wurde 1850 von den Alliierten des Dreibundes als Querulant, hijo malo und Zaenker angesehen der staendig Unruhe verbreitete und aufmuepfig war – eben das was George von England und Nicki von Russland ueber ihren Cousin Wilhelm von Preussen dachten. Am Ende des 1. Weltkrieges war Wilhelm nicht mehr da, Nicki tot und George hatte schon lange seinen Frieden mit dem Volk gemacht.
    Die tschechische Komission duerfte die Wahrheit auf den Punkt getroffen haben. Deshalb traue ich gerade dem Volk nicht ueber dem Weg. Was will die Regierung schon mit dem Poebel anfangen? Selbige Problematik durchliefen die Mennonitenkolonien in den 1990ger und 2000nder Jahren – nachzulesen auch im Sendschreiben zu Laosdizaea.
    Stroessner kann man wohl nicht nachtraeglich fuer diese Misere und Mentalitaet verantwortlich machen genausowenig Adi fuer die generelle Gottlosigkeit der Deutschen oder Stalin fuer die der Russen. Diese Dinge sind schon auf dem eigenen Mist gewachsen.
    Korruption und all das Boese entsteht im Herzen des Menschen und ist eigentlich nicht systembedingt.

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