Ehemaliger Landwirtschaftsminister soll Gelder für die Armutsbekämpfung gestohlen haben

Asunción: Rody Godoy (Beitragsbild), ehemaliger Minister für Landwirtschaft und Viehzucht und die frühere Direktorin für Verwaltung und Finanzen, Maristela Azuaga, werden wegen dem angeblichen Diebstahl von 3,7 Milliarden Guaranies vor Gericht gestellt.

Richter Humberto Otazzú hatte letzte Woche beschlossen, die Anklage zuzulassen. Er traf die Entscheidung auf der Grundlage der Elemente, die die Staatsanwaltschaft ihm vorgelegt hatte.

Der Vorwurf der Staatsanwältin Claudia Criscioni zeigt, dass im Februar 2013 ein Betrag in Höhe von 3.300.000.000 Guaranies für andere Zwecke, nämlich der Armutsbekämpfung, von Godoy umgeleitet wurde. Weitere 400 Millionen Guaranies soll Azuaga ebenfalls anderen Bereichen zugewiesen haben, die dafür aber gar keine Genehmigung hatten.

Das Geld musste eigentlich an die Nationale Föderation der Obst- und Gemüseproduzenten von Paraguay (Fenaprofhp) gehen. Es gab jedoch nie einen Nachweis darüber, dass der Betrag für diese Zwecke verwendet wurde, geschweige denn je ankam.

„Godoy bekräftigt, dass diese Mittel für die Entwicklung der Familienlandwirtschaft bestimmt waren, die aber nicht der Realität entsprechen, da das von Fenaprofhp vorgestellte Programm nicht die Mindestanforderungen für eine Durchführbarkeit hatte”, heißt es in einem Teil der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft.

Auf der anderen Seite genehmigte Godoy – nach Angaben der Staatsanwaltschaft – die Auszahlung von 1.050.000.000 Guaranies für dieselbe Organisation erneut und ordnete dann die Überweisung weiterer 4.362.779.244 Gs. am 23. Mai desselben Jahres an.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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