Taipeh: Paraguays Präsident Santiago Peña hat am gestrigen Donnerstag bei einem Staatsbesuch in Taiwan die “solide“ Freundschaft zwischen beiden Territorien hervorgehoben. In einer feierlichen Zeremonie betonte er, dass die Allianz fest auf den Werten von Freiheit und Demokratie verwurzelt sei.
Während des Festakts, bei dem ihm die Ehrendoktorwürde der Nationalen Universität für Wissenschaft und Technologie Taiwans verliehen wurde, unterstrich Peña, dass beide Nationen eine Beziehung aufgebaut haben, die auf Vertrauen, Kooperation und einer gemeinsamen Zukunftsvision basiert.
„Paraguay und Taiwan teilen eine Freundschaft auf einem starken Fundament: Demokratie, Freiheit, Vertrauen in die Institutionen und die Würde harter Arbeit“, erklärte das Staatsoberhaupt.

Peña fügte hinzu, dass die Verbindung zwischen den beiden Ländern “weit über diplomatische Formalitäten hinausgeht“. Sie manifestiere sich in “konkreten Taten, greifbaren Erfolgen und realen Chancen für beide Nationen“. Er wies der Zusammenarbeit mit Taiwan eine “natürliche und entscheidende“ Rolle beim Transformationsprozess Paraguays zu – hin zu einem Land, das auf Talente, Technologie, fortschrittliche Fertigung, saubere Energie und Innovation setzt.
Chinas Drohgebärden aus dem Hintergrund
Die taiwanesische Vizepräsidentin Hsiao Bi-khim betonte bei derselben Veranstaltung, dass die Auszeichnung für Peña die “enge und unerschütterliche“ Partnerschaft widerspiegle. Sie hob insbesondere das gemeinsame Engagement im Bildungssektor hervor.
Parallel dazu kamen jedoch scharfe Töne aus Peking: Noch am selben Donnerstag forderte China die paraguayischen Behörden dazu auf, die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan abzubrechen und sich “auf die richtige Seite der Geschichte“ zu stellen.
Präsident Peña war am gestrigen Donnerstag mit einer Delegation von über 40 Unternehmern in Taiwan eingetroffen. Die Reise, die bis Sonntag dauert, folgt einer straffen wirtschaftlichen und diplomatischen Agenda und dient der Bekräftigung einer Allianz, die bereits seit 1957 besteht.
Paraguay ist das einzige Land in Südamerika und eines von weltweit nur zwölf Ländern, das formelle Beziehungen zu Taiwan unterhält. Dies geschieht in einer Zeit, in der der diplomatische Druck Chinas die Zahl der offiziellen Verbündeten Taipeis in den letzten Jahren massiv reduziert hat.
Wochenblatt / Bildmaterial: Maria José Bruno















