Ehrlich währt am längsten

Fernando de la Mora: Ein Vater befahl seinem Sohn das Geld zurückzugeben, was er bei seiner Arbeit stahl und übergab ihn danach an die Staatsanwaltschaft. Der Raub fand vergangenes Wochenende in Fernando de la Mora, Südzone, statt.

Eine makellose Erziehung und Wertvorstellung präsentierte Isidoro Roa, ein armer Bauer aus der Stadt Caraguatay, Cordillera. Der ältere Mann der tagtäglich auf seinem Feld arbeitet ordnete seinem Sohn an das von ihm gestohlene Geld einer Kooperative wieder zurückzugeben. Der geständige Räuber Gustavo Roa González, mittlerweile reumütig, arbeitete als Sicherheitsmann in der paraguayischen Kooperativenzentrale (Cepacoop).

Der junge Angestellte raubte am vergangenem Samstag 35 Millionen Guaranies und entschied danach im Haus seines Vaters unterzutauchen. Erst Sonntagmittag wurde das Verschwinden des Geldes bemerkt. Als Gustavo Roa González nach Dienstende zu seinem Vater fuhr gestand er ihm, woher er soviel Geld hat. Die erwartete Freude im Gesicht des Vaters blieb aus und der arme Vater befahl seinem Sohn nicht wegzulaufen sondern das Geld zurückzubringen.

Gustavo Roa González gab von den geraubten 35.000.000 Guaranies 33.789.500 Guaranies zurück. Die Polizei war gerade dabei die Fingerabdrücke auszuwerten als der Vater des Täters bei ihnen anrief um zu erklären, dass dieser sich stellen wird.

Don Isidoro begleitete seinen Sohn bis zu seinem Arbeitsplatz und sprach zuerst mit dem Chef und Präsidenten der Cepacoop, Miguel Ángel Quintana, bevor er ihn der Polizei übergab. Obwohl Roa González wegen schwerem Raub angeklagt wird und schon in Untersuchungshaft sitzt wird sich die Rückgabe positiv auf das Urteil des Gerichts auswirken.

(Wochenblatt / Última Hora)

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6 Kommentare zu “Ehrlich währt am längsten

  1. Natürlich gibt es auch ehrliche Leute in Paraguay. Habe es selbst erlebt. Wer gute Menschenkenntnisse besitzt, weiß sofort bei den Leuten ob ehrlich oder Schmierseife!
    Gilt natürlich auch bei Europäern.

  2. Würde so manchen Politiker auch gut zu Gesicht stehen.Aber da muss Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen.
    Den armen Bauern spreche ich meine Hochachtung aus!!!!!

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