Eier, Tomaten oder Tomaten-Ei

Asunción: Politische Überzeugungen oder der einfache Wille der Masse zu folgen sorgen dafür, dass eine große Menge an Paraguayern, darunter anscheinend auch Köche, sich über soziale Netzwerke verabreden, Nicolás Maduro, Präsident von Venezuela, einen Willkommensgruß zu vermitteln.

Seit mehreren Tagen werden Aktionen vorbereitet, die mit dem Werfen von rohen Eiern und Tomaten einhergehen oder Aufkleber mit „Nein zu Maduro“ vorschlagen. Anscheinend jedoch hat der neugewählte Präsident mehr Gewicht auf den Schultern als angenommen, denn wenn es nach Enrique Vargas Peña geht, bekannter Journalist und Colorado Befürworter, dann muss Maduro eingeladen werden, damit auch Rousseff, Mujica und Kirchner nach Asunción kommen.

Während Senator Juan Carlos Galaverna zum Thema Einladung von einem schlechten Streich oder von einen Frosch verschlucken spricht, geht Vargas Peña weiter und kündigt unvermeidbar seine Beteiligung beim Eierwerfen an.

Von außen betrachtet, aus dem Mercosur-Umfeld, wird Paraguay als politisch und wirtschaftlich zu klein und unwichtig angesehen, als dass es Forderungen zur Wiedereingliederung stellen könnte.

Für einen großen Teil der Bevölkerung geht es um einen würdevolle Rückkehr, die laut deren Ansicht mit der Einladung Maduros nicht gegeben wäre. Die Wahl jedoch hat nun der Präsident, den sie gewählt haben.

(Wochenblatt / Hoy / La Nación)

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

6 Kommentare zu “Eier, Tomaten oder Tomaten-Ei

  1. Das ist verzwickt für Cartes denke aber dieser Mann bekommt eine Lösung für alle hin.
    Zum Wohl Paraguays.
    Man kann nicht immer nur negativ sein und Cartes verdient eine Chance sich als würdiger Präsident zu zeigen.

  2. Dieses Gezerre und die damit verbundene öffentliche Diskussion ist nur peinlich. Ein politischer und wirtschaftlicher Zwerg maßt sich an über die großen Nachbarn zu bestimmen. Hier rächt sich, dass sowohl die heimische Presse als auch engstirnige Politiker (man nennt sie auch Ideologen) immer wieder Stimmung gegen Venezuela machen. Die politische Abneigung wird an den jeweiligen Präsidenten festgemacht. Bisher Herr Chavez nun Herr Maduro. Da erinnert man sich an die Worte von Churchill: Wir führen den Krieg nicht gegen Hitler, sondern gegen Deutschland, auch wenn dabei fünf oder mehr Millionen Deutscher zu existieren aufhören“. Für einen Krieg ist dieses Land zu schwach aber die Verteufelung der Nachbarn und deren gewählte Politiker, führen zu Unfrieden und Hass. Sie sind auch eine Form des Krieges. Es ist an der Zeit, dass Herr Cartes, so wie vor ihm Herr Nicanor, ein vernünftiges und entspanntes Verhältnis zu Venezuela und den großen Nachbarn herstellt. Das tut allen Beteiligten gut, denn nur bei innerem und äußerem Frieden kann es den kleinen Leuten gut gehen. Für die Köche und andere gilt, wer einen Gast mit Eiern bewerfen will, ist einfach nur ein Flegel. Der Gastgeber, Herr Cartes, kann und darf sich so etwas nicht gefallen lassen.

    1. 100% zustimmung. ich bin mir aber sicher das herr cartes weiss was er zu tun hat und das er sich nicht auf so ein flegelhaftes benehmen einlässt, schliesslich hat paraguay etwas mehr zu verlieren als nur den guten ruf.

  3. Nur ein Idiot grenzt sich von seinen Nachbarn derart ab,das er Isoliert ist.
    Wer danach wen beherrscht oder Gängelt oder bestimmt(oder wie soll ich sagen)wird sich noch zeigen,da trau ich Cartes noch viel zu.
    Moralisch ist er nicht so mein fall aber die motivation,President zu werden kann ich mir nicht anders erklären,das er Herrschen will den Geld hatte der von vorher genug.
    Was braucht Py mehr als das die Nachbarländer etwas Respeckt kriegen

  4. Ich glaube, da hat „Asuncio45“ vollkommen recht. Die Wörter entspanntes Verhältnis sind genau richtig dafür. Wem will Paraguay Konditionen stellen. Marc Aurelio kostet das nicht einmal ein Lächeln.

    Wenn sich bei vielen Abmachungen Paraguay immer hinters Licht führen hat lassen, dann kann man nicht die Gegenseite beschuldigen, sondern muss die Schuld bei den eigenen korrupten Verhandlern suchen, die gegen Bares der Gegenpartei immer Zugeständnisse machten. Also gehört ein Schlussstrich gezogen und ein neues Verhältnisse auf Augenhöhe zu den Nachbarn aufgebaut.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .