Ein 14-jähriger Zeuge erhält Morddrohungen

Asunción: Ein 14-Jähriger hat ein Verbrechen beobachtet und gerät nun in das Visier der Täter. Nicht nur er sondern auch seine ganze Familie erhält Morddrohungen.

Alicia Sapriza ist die ermittelnde Staatsanwältin in dem Fall und hat die Aussage des Minderjährigen aufgenommen. Am 26. März 2017 wurde im Viertel San Blas von Bañado Sur in Asunción Sergio León erschossen.

Der Zeuge berichtete, dass die Brüder Pedro und Roberto Carlos Ledesma den Mord ausgeführt hätten. Er und León seien zu Fuß unterwegs gewesen, als die Täter auf einem Motorrad erschienen wären und das Feuer auf León eröffneten. Dann konnten beide flüchten.

Tage nach dem Mord wurde Pedro Ledesma von der Nationalpolizei verhaftet. Dabei fand man die mutmaßliche Tatwaffe. Seitdem droht man der Familie und den Zeugen sie umzubringen.

Quelle: ABC Color

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6 Kommentare zu “Ein 14-jähriger Zeuge erhält Morddrohungen

  1. Das ist ein großes Problem in Paraguay. Aufgrund der aus dem indianischen Verständnisses der Sippenzusammengehörigkeit hervor gehenden Ehrauffassung und darauf fußenden Rachegedankens, ist es immer gefährlich Täter als solche zu identifizieren bzw. zur Anzeige zu bringen. Darum gelangen ja auch so wenige kriminelle Taten zur Anzeige, weil die Betroffenen stets mit Rache zu rechnen haben. Die Polizei kann keinen Schutz gewähren. Und oftmals erfolgt die Rache viele Monate/Jahre später, wenn man nicht mehr damit rechnet. Das trifft übrigens nicht nur in Fällen von Schwerverbrechen zu, sondern schon bei “ganz normalen Anzeigen” im Alltag, wie Diebstahl und Sachbeschädigung. Darum sollte sich jeder Geschädigte vorher gut überlegen, ob er eine Straftat oder einen Übergriff des Nachbarn zur Anzeige bringen will oder sich als Zeuge einer Tat melden.

    1. Zitat Manni: “Aufgrund der aus dem indianischen Verständnisses der Sippenzusammengehörigkeit hervor gehenden Ehrauffassung und darauf fußenden Rachegedankens, …”
      Mit der Aussage haben Sie sich aber zum Chef der von Ihnen erfundenen Gruppe der „Paraguay-Versteher“ erhoben. Herzlichen Glückwunsch @Manni und achten Sie weiter auf ihre Glaskugel.

      Mafiöse Strukturen ziehen sich mittlerweile durch alle Teile der paraguayischen Gesellschaft. Ein Leben ist nichts mehr wert. Die Kleinen wollen auch ein Stück vom Kuchen und machen’s wie die Großen. Wenn sich die Gewaltspirale erst einmal dreht, ist sie schwer wieder anzuhalten.

  2. Stimmt wohl, was man im umliegenden Ausland über die Paraguayer verbreitet, es seinen alles Drogenhändler und Mörder? ..hatte dies für übertrieben gehalten..aber soo?

  3. Glaubt ihr, das passiere in Europa nicht auch. In Europa wird nicht alles in der Medien wiedergegeben, darum glauben viele, da sei sei es so extrem gefährlich.
    Laut Statistik wird in Deutschland alle drei Minuten eingebrochen. Das muss ja sehr gefährlich sein, also nie mehr nach Deutschland!!!!!!

    1. Man kann es nicht mehr hören von diesen “Paraguay-Verstehern”! Wir leben hier in Paraguay, viele davon schon zwischen 10 und 30 Jahren. Und das gibt uns das Recht über unhaltbare Zustände in Paraguay ein persönliches Urteil abzugeben. Was hat das also mit Zuständen in Deutschland oder anderen Bananenrepubliken zu tun, damit jede Kritik sofort mit dem Zeigefinger auf andere Länder beantwortet wird, wenn nicht sogar mit der Drohung des Landes verwiesen zu werden?

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