Ein außergewöhnlicher Fall

Luque: Bei Kindesentführungen läuten alle Alarmglocken. Auch so in diesem Fall, der jedoch eine seltsame Wendung fand. Es besteht Nachholbedarf bei einigen Einrichtungen.

Als ein 12-jähriger Junge von der Schule nach Hause kommt wird er angerufen, ihm wird von der Entführung seiner Mutter berichtet und was er zu tun hätte, damit sie wieder kommt. Die Instruktionen lauteten: In allen Schränken nach Geld suchen und falls gefunden zu einem vereinbarten Ort bringen und keinesfalls Kontakt mit dem Vater aufnehmen oder wieder nach Hause gehen. Der Junge gehorchte auf Wort.

Als sein Vater, ein Mediziner, nach Hause kam, erhielt er einen Anruf auf dem Festnetz, dass sein Sohn entführt wurde und er 5.000 US-Dollar für seine Freilassung zahlen müsse. Nach einigen Verhandlungen reduziert sich die Summe auf 5.000.000 Guaranies. Diese überweist der Vater per Handy auf zwei verschiedene Nummern. Später benachrichtigte er die Polizei. Gegen 22:00 Uhr fanden Nachbarn des Bahnhofes von Luque den Jungen in der Gegend herumirrend, ganz ohne Verletzungen und informierten die Polizei. Diese brachte ihn zurück zu seinen Eltern.

Nachdem die Polizei ermittelte kann bestätigt werden, dass die Anrufe aus Emboscada kamen und es niemals eine Entführung gab. Dritte, die das Geld abheben, bringen es dem Erpresser hinter Gittern. Der Junge war niemals in Gefahr, die Mutter auch nicht. Das Telefonsignal innerhalb des Gefängnisgeländes zu unterdrücken, sollte eine der ersten Maßnahmen sein, wenn man die Habseligkeiten der Insassen nicht regelmäßig durchsuchen will oder kann.

Mittlerweile wurden die Insassen Carlos Alberto Chávez und Herme Ramón Poletti als die Erpresser identifiziert. In ihrem Besitz fand man Mobiltelefone und Bargeld.

Wochenblatt / Abc Color

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2 Kommentare zu “Ein außergewöhnlicher Fall

  1. Ein Saustall ist das! Offensichtlich können Gefängnisinsassen in Paraguay tun und lassen was sie wollen, völlig außerhalb jeglicher Kontrolle. Da gibt es doch eine einfache Lösung. Beschlagnahmung sämtlicher Handys aller Insassen. Dann hat der Spuk schnell ein Ende.

    1. Sie machen sich aber zu viel Arbeit.Stören sie doch den Handyempfang in Gefängnissen.Das ist die leichteste Sache der Welt!
      https://de.wikihow.com/Deinen-eigenen-Handy-St%C3%B6rsender-machen
      http://www.handyblocker.to/
      https://www.focus.de/digital/handy/tid-9637/handy-laerm-stille-per-knopfdruck-der-traum-vom-handy-stoersender_aid_295537.html
      Das sind heute zu Tage ganz handliche preiswerte Geräte.