Ein Dorn im Auge von Stroessner, aber Cristo Rey Schule feiert 80-jähriges Bestehen

Asunción: Die Schule Cristo Rey, mit jesuitischen Fundamenten, war ein Dorn im Auge unter der Diktatur von Alfredo Stroessner. Trotzdem feierte man in der vergangenen Woche den 80-jährigen Bestand der Bildungseinrichtung.

Ein Gebetsworkshop markierte den Auftakt der Festivitäten. Mit spirituellen Übungen, im Beisein von Schülern, Eltern und Lehrkräften, wurde an die Lehrmethode San Ignacio in Anlehnung an die Person Jesu und dem Evangelium erinnert.

Ezequiel Zarate von der Cristo Rey Schule berichtete, dass zwar der 80. Jahrestag gefeiert werde, aber auch die Geschichte der Einrichtung nicht in Vergessenheit geraten solle.

Im Januar 1938 war Pater José Pedrosa, von Beruf Pädagoge, derjenige, der mit dem Glauben und Verstand an San Ignacio sich entschied, den ersten Beitrag für eine Schulausbildung zu leisten.

„Am 21. Februar wurde das Fundament des Lehrplans festgelegt und am 14. März begann dann offiziell das Schuljahr mit einer Messe. Die Einrichtung hatte in ihrem pädagogisches Angebot ein innovatives Bildungsmodell entwickelt, das bei den Schülern kritische und reflektierende Fähigkeiten weckte. Dies wurde unter der Diktatur von Alfredo Stroessner für gefährlich gehalten. Im Rahmen einer Verordnung Nr. 20088 vom 13. Januar 1976 kam es zur Schließung der Cristo Rey Schule“, erklärte Zarate.

Mehrere Sekundar- und Grundschullehrer, neben den Jesuiten, waren gezwungen, die Institution zu verlassen. In diesem kritischen Moment wurde Pater José de Jesus Aguirre zum Schuldirektor ernannt, Pater Jesus Montero Tirado war sein Stellvertreter.

„Monate später, am 8. April, um 13:00 Uhr, überfielen Mitglieder der Militärpolizei von Stroessner die Schule. Diese Tatsache führte zu Widerstand, der Jahrzehnte später als Förderer der sozialen Gerechtigkeit anerkannt wurde“, sagte Zarate.

Wochenblatt / ABC Color

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10 Kommentare zu “Ein Dorn im Auge von Stroessner, aber Cristo Rey Schule feiert 80-jähriges Bestehen

  1. Irrenhaus-Beobachtungs-Institut

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    Der werte Alfredo hatte eben begriffen, wes Geistes Kind (Luzifer) dieses Jesuitenpack ist… es ist ja auch kein Zufall dass der Pups Franzl auf dem heiligen Stuhl aus der Jesuitenschule kommt…

    Ps. Mir hat bis heute noch kein einziger dieses Jesus-Fans einen stichhaltigen, einwandfreien Beweis (der auch in einem ordentlichen Gerichtsverfahren gültig wäre) vorlegen können, dass die Mythologiefigur Jesu tatsächlich existierte, obschon ich inzwischen schon Hunderte danach gefragt habe – und das wird auch so bleiben, zumal es diesen Beweis nicht gibt.

  2. Im Gegensatz zum „werten Herrn Stroessner“ haben die Jesuiten niemanden gefoltert und ermordet. Statt dessen leisteten sie in der Geschichte von Paraguay vorbildliche Aufbauarbeiten, insbesondere unter den Indianern. Sie lehrten Landwirtschaft, gründeten Schulen, bildeten Menschen in verschiedenen Handwerken aus (bis zum heutigen Tag!) und legten sich mit der spanischen Krone wegen der Ausbeutung der Einheimischen an. Das wurde ihnen zum Verhängnis, weshalb man sie am Ende verfolgte und viele davon umbrachte. Warum also nennen Sie die Jesuiten „Jesuitenpack“? Ihre Wortwahl klingt sehr beleidigend bis primitiv. Ich bin kein Katholik, aber möchte die Jesuiten aufgrund ihrer Leistungen gegenüber solchen Ausfällen wie von Ihnen, unbedingt in Schutz nehmen.

    1. Komisch, ansonsten ist Manni doch immer gegen die katholische Kirche. Hier nimmt er sie plötzlich in Schutz. Wie soll man da klar kommen? Einmal so, dann wieder so, ganz nach Lust und Laune, Hauptsache er kann wieder einmal auf anderen Kommentoren mit pseudointellektuellen Argumenten rumhauen. Dann fühlt er sich stark. Armer Kerl! Jetzt wird er wieder fuchtig, weil ich ihn einmal mehr hinter dem Ofen hervorlocke und auf die Palme bringe. Jetzt nennt er mich wieder dre angebliche „Professor“. Usw. Macht nix, ich weiß´, dass er mir das Wasser nicht reichen kann, eventuell mit Ausnahme der Luther-Bibel.

  3. Da kann man wieder einmal sehen wie gut mein verehrter Präsident Stroessner doch war und wie human!!! Es sollte ein Dorn im Auge Stroessners gewesen sein und trotzdem hat dieser Mann keine Sanktionen dagegen ins Leben gerufen,ist ja schon komisch das Stroessner so human war obwohl er ja laut seiner Linken Gegner ein Teufel gewesen sein sollte.Jaja nun aber schnell mal was erfinden damit seine Humanität bröckelt und das böse Bild eines Helden und guten Mannes .

  4. Ach und zu den Herrn Simplicus gesagt der immer vorschnell über andere Kommentatoren urteilt:Oder als Primitiv verunglimpft :Die Jesuiten wahren die größten Sklavenhalter hier in Süd Amerika ,was ist daraus zu schließen Folter? Ermordung ? oder wie definieren sie Sklaven Haltung?

  5. Irrenhaus-Beobachtungs-Institut

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    „Im Gegensatz zum „werten Herrn Stroessner“ haben die Jesuiten niemanden gefoltert und ermordet.“

    Nein natürlich nicht… wachen sie mal auf Manni!
    Die Jesuiten in coproduktion mit Rom haben in ihrer jahrtausendealten Geschichte schon hunderte Millionen, wenn nicht Milliarden an Toten und Folteropfern auf ihrem satanistischen Gewissen!
    Der grösste Genozid- & Holocaust-Verein der Geschichte überhaupt.

    „Sie lehrten Landwirtschaft, gründeten Schulen, bildeten Menschen in verschiedenen Handwerken aus (bis zum heutigen Tag!) und legten sich mit der spanischen Krone wegen der Ausbeutung der Einheimischen an.“

    Das stimmt zwar zum Teil, dient aber nur zur Verschleierung der eigentlichen Gesinnung und Taten.
    „Warum also nennen Sie die Jesuiten „Jesuitenpack“?“
    Hier können sie sich schlau machen:
    https://dudeweblog.wordpress.com/2014/12/28/die-neue-weltunordnung-historisch-aufgeschlusselt-und-durchleuchtet/
    Ich hoffe sie sprechen englisch.

    MfG

  6. Irrenhaus-Beobachtungs-Institut

    Reply

    @Hermann1

    Ich glaube es wird weniger an fehlenden English-Kenntnissen scheitern, als viel mehr an Ignoranz, sich dem umfangreichen Studienwerk ernsthaft zu widmen.

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