Ein Fall von Realitätsleugnung?

Asunción: Mitte dieser Woche gab die Vereinigung der Parteibüro-Vorsitzenden bekannt, eine Wiederwahl-Kampagne für Marito mittels Unterschriftenaktion vorzubereiten. Gleichzeitig spricht Mario Abdo von Destabilisatoren, die ihm ein Todesopfer bereiten wollen, um ihn zu stürzen.

Mario Abdo Benítez steckt in der Bredouille. Seine Umfragewerte sind im Keller, das Vertrauen des Volkes ist dahin und nun beginnt er, eventuell als Selbstschutz dem Volk zu misstrauen. Hinter jeder Demonstration wird ein Plan erkannt, der ihn stürzen soll. Abdo vermutet, dass ein Toter für ein kommendes Amtsenthebungsverfahren ausreichend ist. Währenddessen sind es die Leiter der örtlichen Parteibüros, die Abdo’s Wiederwahl wollen. So wie bei damals Cartes, sagte Abdo auch, dass er nichts davon hören wolle.

Abdo sagte diese Phrasen heute in Guairá, wo er umringt von staatlichen Angestellten der Alkoholfabrik in Troche sich sicher genug fühlte um die Opposition für etwas zu beschuldigen, was eigentlich aus der Luft gegriffen ist.

In Bezugnahme auf die stagnierende Wirtschaft versprach Abdo Besserung im kommenden Jahr. Bleibt nur zu hoffen, dass die Prognosen ihn unterstützen.

Auf sein politisches Umfeld bezogen betitelte er den Senator Silvio Adalberto Ovelar, alias “Trato Apu’a“ als Gladiator und die Patropar Präsidentin Patricia Samudio und Landwirtschaftsminister Rodolfo Friedmann als die am meisten attackierten weil sie so gute Arbeit leisten. Manchmal scheint es so, als leidet Abdo unter Realitätsverlust, ohne ihn beleidigen zu wollen.

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6 Kommentare zu “Ein Fall von Realitätsleugnung?

  1. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Vor Abdo’s Amtsantritt sagte er ja irgendwo dass er nur eine Amtszeit wolle wie es die Verfassung vorschreibe und dann die Senatur a vie (der „Senateur a vie“ ist NICHT der Ehrensenator den die deutschen kennen sondern die Figur stammt aus dem Franzoesischen) antreten wolle, wiederum wie es die Verfassung fuer alle ex Praesidenten zwingend vorschreibt.
    Was wird jetzt draus?
    Die Hauptpusher seiner Wiederwahl duerften u.a. vor allem die grauen Strippenzieher der Mennoniten hinter den Kulissen sein – denn diesen gehts mit diesem arabischen Rennpferd wie in der Bonanza des siebten Himmels. Oft auf einen anderen Hengst umzusatteln ist vielen wohl zu muehsam und zu kostspielig. Daher gerade die Diktatorensehnsucht vieler da man dann nur einmal den Typen schmieren braucht und hat 40 Jahre ununterbrochen Ruhe mit der plackerei – die was den froehlichen Diktator dann nicht ausstehen koennen wandern dafuer dann aber auch fuer 40 Jahre ins Gefaengnis oder ins Exil wie Domingo Laino. Verschiedene Varianten von Gefaengnis und Exil sind immer moeglich.
    „Trato apu’a“ bedeutet im Umgangsdeutsch: „aufgerundeter Geldbetrag unter dem Tisch ruebergereicht ohne lange zu bohnern und Erbsen zu zaehlen“ – sinnesgemaess: nicht lange fragen ob ein Kuhhandel 6.8294 Mille kostet, mach gleich 10 draus, da muss man nicht langwierig rumrechnen.
    Der folgende Marsch duerfte die Diktatorensehnsuechtigen begeistern – ganz im Sinne der suedamerikanische Diktatoren.
    Kingdom of Greece (1832-1973) „March of Greek Monarchism“ (1929) https://www.youtube.com/watch?v=ysW2NHiLlpA

    1. Sind die Mennoniten schuld dass die Deutschen beide Weltkriege verloren haben?
      Oder sind die Mennoniten schuld dass Paraguay nicht Eishockey Weltmeister wird?
      Sind die Mennoniten schuld dass du aus Deutschland vertrieben wurdest?

  2. Was soll den Gutes nachkommen?
    Ich würd mich sehr freuen über einen tatsächlich volksnahen und unkorrupten Präsi, aber sowas gibts leider weltweit nicht mehr!

    1. Christian, Du hast Recht, es kann und wird nichts gutes nachkommen, ein Präsi der unkorrupt ist gibt es nirgends auf der Welt. Aber die erste Welt Länder, lassen dem Volk wenigstens soviel, das die“atmen“ können, hier wird alles rausgepresst was geht. Lumilu, Rolf, bevor Ihr Eure Kommentare abgebt, Geh doch wieder dahin wo Du hergekommen bist, oder such Dir doch ein anderes Land, über denkt Eure Antworten. Wir alle, oder die meisten, die das WB lesen, leben hier und nicht erst seit gestern.

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