Ein hochgradiger Schädling

Asunción: Die Behörde Senave gab eine phytosanitäre Warnung heraus, bei der vor einem Schädling, besser gesagt einer Fliege, gewarnt wird.

Es handelt sich dabei um die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii). Die Art gilt im Obstbau als Schädling, da sie die reifenden Früchte von Kirschen, Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Pfirsichen, Pflaumen, Nektarinen, Aprikosen, Trauben und anderen schädigt. Durch ihre enorm schnelle Vermehrung können große Schäden verursacht werden. Der kurze Generationszyklus der Kirschessigfliege macht sie zu einem mit heutigen Insektiziden schwer bekämpfbaren Insekt.

Der nationale Dienst für Qualität, Pflanzen- und Saatgutgesundheit (Senave) ist der Ansicht, dass die Drosophila suzukii eine aufkommende, hochinvasive Seuche auslösen könnte, die polyphag ist, weil sie eine Vielzahl von Obstsorten sowie eine wachsende Zahl von Wildfrüchten befällt.

Es ist ein Quarantäneschädling, der in Paraguay nicht vorkommt, aber in mehreren Ländern der Region wie Argentinien, Brasilien, Uruguay und Chile aufgetaucht ist.

Die Warnung von der Senave wurde durch die Resolution Nr. 270/19 festgelegt, weil sie die Durchführung von Tätigkeiten zur Überwachung der Pflanzengesundheit an allen Kontrollstellen der Senave sowie in den Bereichen Obst- und Gemüsekulturen vorsieht, in denen Fangnetze installiert werden.

In dem Dokument wird klargestellt, dass Landwirte in öffentlichen oder privaten Einrichtungen das Vorhandensein des Insekts oder über verdächtige Schäden Bericht erstatten müssen.

Der Bericht sieht auch vor, dass der Senave im Falle von Beschwerden über das Auftreten, das Vorhandensein oder den Verdacht des vorgenannten Schädlings im nationalen Hoheitsgebiet einen Notfallplan mit obligatorischen pflanzenschutzrechtlichen Maßnahmen aufstellt, der gemäß dem biologischen Zyklus des Schädlings verabschiedet wird, um seine Ausrottung zu erreichen.

Drosophila suzukii ist eine kleine Fliege mit einer Größe 3 bis 5 Millimetern von gelber bis braune Farbe. Sie hat einen Bauch mit dunklen Streifen und rötlichen Augen. Das Weibchen kann bis zu 3.600 Eier legen. Die Fliege hat einen Lebenszyklus von 24 bis 45 Tagen.

Sollte dieser Schädling nach Paraguay eindringen wird er als eine Pest von wirtschaftlicher Bedeutung angesehen, weil es zu Verlusten zwischen 26 und 100% der Produktion führen kann, die Erdbeeren, Trauben, Preiselbeeren, Pfirsiche und Tomaten betreffen.

Ebenso verschlechtert es die Qualität der Früchte, was aufgrund der Entwicklung ihrer Larven zu Verfall führt, wodurch Pilze eindringen können.

Wochenblatt / IP Paraguay

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

6 Kommentare zu “Ein hochgradiger Schädling

  1. Ja, die Drosophila Suzuki könnte eine aufkommende, hochinvasive Seuche auslösen. Unglaublich, ernten bis zu 100% weg gefressen, da längst ausgestorben ist.

  2. oh, dann kann ich ja keine Preiselbeeren mehr hier kaufen. Das ist dann wirklich schade.
    Ich empfehle mal bei Bayer anzurufen und dort 100 Tonnen Supergift zu kaufen. DAs kann dann über ganz Paraguay versprüht werden und macht alles Lebewesen platt. In den USA sind bestimmt auch noch einige Tausend Tonnen Agent Orange übrig. Damit könnte man doch auch Paraguay besprühen. Wenn es dann kene Früchte infolge abgestorbener, weil blattloser Bäume mehr gibt, sterben auch die bösen Suzukis aus – oder waren es Yamashita oder Kenton?

    1. Ja, habe ich mir auch gedacht. Bestimmt hat ein Amigo ein paar Amigos bei Monsanto, pardon, Bayer, der für die Vermittlung ein paar Tausend Tonnen Gift auch ne kleine Provision erhält.

  3. Hab mal nachgeschaut und finde das:
    „Der ursprüngliche Lebensraum der Kirschessigfliege liegt im gemäßigten Klima des südostasiatischen Raums, das unserem Klima annähernd entspricht. Voraussetzung für eine dauerhafte Anwesenheit des Schädlings ist eine frostfreie Überwinterung an geschützten Plätzen und nicht zu heiße Temperaturen im Sommer, sowie eine möglichst feuchte Witterung. Ausschlaggebend dabei ist das Mikroklima im unmittelbaren Umfeld des Tieres. “
    https://www.lwg.bayern.de/weinbau/rebe_weinberg/108212/index.php
    Der Lebensraum dieser Tiere ist also nicht in Paraguay. Normalerweise nicht. Und auch nicht in dem Obst hier. Sehr merkwürdig. Muss man damit rechnen, dass die Verbreitung so sein wird, wie mit dem Kartoffelkäfer in BRD? Evt. noch mit einem Virus drauf? Würde mich nicht wundern. Jedenfalls erscheint mir das hier etwas nach Panikmache. Ich habe schon verschiedentlich im Internet gelesen, dass da wohl Pandemien auf uns zukommen. Das ist ja seit ein paar Jahren so. Die wollen das unbedingt, um einen Notstand auszurufen, wo dann die Gesetze nicht mehr gelten. Hier in PY war eine Masernepedemie angekündigt. So konnte man lesen. Doch sie blieb aus. Auch mit einer Grippeepedemie rechnete man. Alle sollten sich impfen lassen. Doch ist mir eine solche nicht bekannt. Auch mit Dengue wird hier Panik gemacht. Die Städte gehen gegen Müllablagerungen vor und klären die Leute über die Lagerung von Müll auf. Eifriges Treiben, um dieser Fliege keine Brutplätze zu bieten. Aber die lebt hier wirklich. Wogegen diese Kirschfliege hier eigentlich nicht lebt oder die Info im Internet ist falsch.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.