Ein Kanalanschluss den keiner will

Asunción: Der staatliche Wasserversorger installierte in der Zone San Martin und Aviadores eine mehr als 2,5 Kilometer lange Abwasserleitung. Jedoch verweigern mehr als 100 Anwohner den Anschluss.

Sie lassen weiterhin ihre Abwässer einfach auf die Straßen oder in offene Gräben laufen. „Die Arbeiten an dem Kanalnetz wurden beendet. Nur wenige Anwohner nutzen das neue System. Die meisten weigern sich, den Anschluss vorzunehmen“, sagte ein Mitarbeiter der Essap gegenüber dem Radiosender 970 AM.

Nun will die Essap hart durchgreifen. Diejenigen, die der Bestimmung nicht nachkommen, werden mit Geldstrafen belegt. Sie können bis zu 10 Monatslöhne vom Mindestlohn betragen. Als weitere Maßnahme kann die Essap den Delinquenten den Trinkwasseranschluss sperren. Eine solche Vorgehensweise dürfte wohl Wirkung zeigen.

Wochenblatt / Hoy / ABC Color

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7 Kommentare zu “Ein Kanalanschluss den keiner will

  1. So einen Schwachsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Fakt ist, es wurden ca. 2,5 Millionen Dollar in diesem Straßenabschnitt in ein neues Kanalsystem investiert. Das dürfte aber falsch dimensioniert worden sein und somit gibt es ständig Probleme mit den Abwässern, die in der teuersten Zone von Asuncion der Straße entlang rinnen. Der Streckenabschnitt San Martín bis zur Santa Teresa wurde sogar nach einem Jahr der Neuverlegung wieder aufgerissen und neuerlich verlegt. Das Problem hat man dadurch nicht in den Griff bekommen. Das Hotel Dazzler, es gehört einer ausländischen Gruppe, ist besonders betroffen und vor dem Eingang schwimmt die schwarze Suppe gemächlich dahin und ESSAP hat es da nicht sonderlich eilig den Schaden zu beheben. Beim Sheraton gibt es das manchmal auch, aber da reagiert ESSAP sehr schnell. Und das Hotel Sheraton gehört bekantlich, sie werden es wissen, genau dem. Ein Schelm der nun böses denkt. An anderen Stellen, wo die Abwässer dem Asphalt entlang fliesen hat man eine paraguayische Lösung gefunden. Man leitet sie in den großen Regenwasserkanal ein, der an einigen Stellen in Asuncion vor ein paar Jahren verlegt wurde.

  2. Sie weigern so so, das wird doch sicher einen Grund haben!
    Was Kosten den der Anschluss, wer zahlt ihn?
    Ein noch dümmere Frage die sich stellt,in welscher Kläranlage werden die Abwässer geleitet?

  3. Kläranlagen sind im Bau. Wenigstens ein paar.. Die Abwässer von Asuncion werden in den Rio Paraguay geleitet. Ganz schlicht und einfach. Ein Großteil der Asuncioner Bevölkerung hat keinen Kanalanschluss. In der Nähe der Costanera ist eines der Einleitungsrohre. Aber die Leute lieben es trotzdem dort zu baden. Die nächste Frage die sich stellt: Wohin werden die Abwässer von San Bernardino geleitet? Doch nicht in den See, oder doch? Aber zum Glück gibts meistens Norwind und der Dreck wird nach Aregua geschwemmt.

    1. Genau deshalb meine Frage vorher. Wenn die Abwässer sowieso in den Rio Paraguay geleitet werden, dann brauche ich keine neue Abwasserleitung oder Anschluss. In dem Sinne dann, verstehe ich die Leute, weil es ja nichts ändert, es wird nur teurer.

    2. Tatsächlich macht es keinen Sinn an die neue Leitung anzuschliessen, wenn noch nicht mal der erste Spatenstich fuer die künftigen zwei Kläranlagen gemacht wurden (Baufirmen sind allerdings schon unter Vertrag). Die beiden Anlagen werden wohl 2020/2021 fertig werden. Da sollte dann ESSAP eine Kampagne starten, sich an die Abwasserleitung auch anzuschliessen.
      Aber Essap will jetzt sofort Neuanschluesse um dann auch Abwassergebuehren (die allerdings lächerlich gering sind) zu kassieren.

  4. In der Millionen-Metropole Asuncion gibt es noch Menschen, die nicht einmal in eine Sickergrube im Vorgarten machen? Sondern über ein Rohr auf die Straße? Wow, da sind sogar meine Nachbarn etwas weiter, dafür haben sie auch etwas mehr Würze im Therere-Grundwasser.

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