“Ein katastrophaler Präzedenzfall für die Rechtssicherheit des Landes“

Asunción: Außenminister Luis Castiglioni gab bekannt, dass am 19. Juni ein Abkommen mit dem italienischen Unternehmen Colacem “für eine Zementfabrik im Norden des Landes, in San Alfredo, Department Concepción“, unterschrieben werde. Aber es droht ein Eklat bezüglich der Rechtssicherheit im Land.

Der Minister nahm an der Eröffnung eines paraguayisch-italienischen Wirtschaftsforums im Hotel Bourbon teil. Bei dem Treffen war eine Gruppe von Geschäftsleuten aus Italien zugegen.

Castiglioni zeigte sich begeistert, dass die Firma Colacem bereits beim Umweltministerium einen konkreten Antrag auf Genehmigung des Baus der Industrieanlage in dem Gebiet gestellt habe, um die Zementfabrik eröffnen zu können.

„Wir arbeiten intensiv mit Minister Ariel Oviedo – vom Umweltministerium – zusammen, damit die entsprechende Genehmigung im Rahmen der bestehenden Vorschriften erteilt werden kann“, stellte der Außenminister klar.

Für Castiglioni handelt es sich um eine Investition, die sehr kurzfristig “vor Jahresende“ konkret in die Tat umgesetzt werden könne.

Die Kontakte mit der italienischen Firma begannen vor drei Jahren, unter der vorherigen Regierung, von Horacio Cartes geführt, zusammen mit dem damaligen Außenminister Eladio Loizaga.

Anschließend zeigte auch die Regierung von Präsident Mario Abdo Benitez für das Projekt Interesse, als das Staatsoberhaupt Italien im November letzten Jahres besuchte. Zudem waren Vertreter von dem Unternehmen Colacem mehrmals in Paraguay.

Zur Überraschung vieler gab der frühere Präsident Horacio Cartes jedoch auch bekannt, dass er eine Zementfabrik errichten werde. Er tat es durch seine rechte Hand, José Ortiz, im Regierungspalast, wo er Präsident Abdo Benítez über das Investitionsprojekt in Höhe von 180 Mio. USD in einem neuen Zementwerk in Concepción informierte.

Zu diesem Thema hatte der lokale Vertreter der italienischen Firma, Stephan Vysokolan, gewarnt, dass “dies ein katastrophaler Präzedenzfall für die Rechtssicherheit des Landes sein könnte“. Trotz allem setzt Colacem seine Bemühungen fort, die Zementfabrik zu errichten.

Wochenblatt / Ultima Hora

CC
CC
Werbung

Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Kommentare themenbezogen sind. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein bei den Verfassern, die sachlich und klar formulieren sollten. Kommentare müssen in korrekter und verständlicher deutscher Sprache verfasst werden. Beleidigungen, Schimpfwörter, rassistische Äußerungen sowie Drohungen oder Einschüchterungen werden nicht toleriert und entfernt. Auch unterschwellige Beleidigungen oder übertrieben rohe und geistlose Beiträge sind unzulässig. Externe Links sind unerwüscht und werden gelöscht. Beachten Sie, dass die Kommentarfunktion keine garantierte oder dauerhafte Dienstleistung ist. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung oder Speicherung von Kommentaren. Die Entscheidung über die Löschung oder Sperrung von Beiträgen oder Nutzern die dagegen verstoßen obliegt dem Betreiber.

6 Kommentare zu ““Ein katastrophaler Präzedenzfall für die Rechtssicherheit des Landes“

  1. Christian2005

    Offensichtlich wurde mein Kommentar nicht genemigt, traurig, Rechtssicherheit wär schon schön.

    1. wer zu schnell ist, den bestraft das Leben – sagte meine Freundin mal zu mir 🙁

  2. Jaja, erst mal schön ar…..kriechen, dann heimtückisch verkünden, dass die nationale Industrie gestärkt werden muss und Ausländer nicht willkommen sind.

    Cartes hat die Idee geklaut und wird nicht zulassen dass die Italiener ihr Vorhaben durchsetzen. Weil jeder vor Cartes kuscht, wird das nichts mit italienischem Zement.