Ein langer Kampf der Hausangestellten zeigt deutliche Fortschritte

Asunción: Am 30. März war der Internationale Tag der Hausangestellten und sie fordern nur eine Sache: Den geltenden Mindestlohn zu verdienen. Fürsorge für Kinder, Hausputz und Kochen sind vielfältigen Aufgaben, die sie in einer Gesellschaft erfüllen und trotzdem weiterhin diskriminiert.

Inmitten eines organisierten Kampfes mit ermutigenden Entwicklungen versuchen Hausangestellte, das Bewusstsein zu wecken und die Gründe aufzuzeigen, die den Sektor veranlasst haben, den Mindestlohn wie alle anderen Arbeitnehmer zu fordern.

Das Projekt hat die Senatorenkammer ratifiziert und ändert das Gesetz 5407/15 über Hausarbeit, sodass die Arbeitnehmer 100% des Mindestlohns erhalten. Der Vorschlag wurde den Abgeordneten zur Abstimmung vorgelegt.

Alles, was sie erreichten, erzeugte Spannung und Besorgnis unter denen, die so eine Dienstleistung in Anspruch nehmen. Sie argumentieren, dass es unmöglich wäre, das Gesetz einzuhalten, wenn die Arbeitgeber in den meisten Fällen nur das gleiche Gehalt verdienen.

Die Hausangestellten schlugen jedoch Lösungen vor, wie die Bezahlung nach Stunden oder Tagelohn, sodass je nach den verschiedenen Möglichkeiten ihre Dienstleistungen in Anspruch genommen werden können.

Die Generalsekretärin der Gewerkschaft für die Hausangestellten in Paraguay (Sintradepy), Marciana Santander, teilte mit, dass sie am Samstag beschlossen hätten, informative Flugblätter an der Costanera von Asunción zu verteilen, damit mehr Menschen wissen, was sie eigentlich wollen.

„Wir wollen, dass die neue Generation von Hausangestellten es besser hat als wie wir. Mit unserer Initiative wird sich die häusliche Arbeit endlich verbessern“, sagte sie.

Santander machte deutlich, dass die Absicht des Sektors nicht darin bestehe, Unbehagen oder Zwietracht zu erzeugen, sondern genau das Gegenteil.

Sie erinnerte sich an ihren eigenen Kampf, als sie mit 15 Jahren ihre Heimatstadt verlassen musste. Santander stammt aus La Colmena, Paraguarí, und verließ ihr Zuhause, um Arbeit zu suchen und vorwärts zu kommen.

Jetzt, mit 50 Jahren und sechs Kindern, fordert sie andere Frauen auf, für ihre Rechte, um einen anständigen Job, zu kämpfen. „Die Arbeiter haben auch Kinder, wir müssen sie zur Schule schicken, wir müssen diesen Aspekt der Versklavung einer Person ändern“, betonte sie.

An anderer Stelle betonte Satander, dass eine Änderung der Arbeitsstelle vielen Familien Probleme bereiten könne, insbesondere bei der Betreuung von Kindern. Dies geschieht im Allgemeinen, wenn keine Kindertagesstätten in Unternehmen vorhanden seien.

Nach dem Arbeitsgesetzbuch müssen gewerbliche oder industrielle Einrichtungen mit mehr als 50 Beschäftigten während der Arbeit für ihre Eltern eine Kinderbetreuung anbieten, wie Krippe oder Tagesstätten.

Das Gesetz 5407 über Hausarbeit wurde 2015 nach einem langen Kampf der ersten Hausarbeitergewerkschaft erlassen, die 1989 gegründet wurde.

In dieser Verordnung wurde die Zahlung von 60% des Mindestlohns für den Sektor festgelegt, was etwa 1.267.500 Guaranies entspricht.

Folgende Berufszweige gelten als Hausangestellte (Mann und Frau): Haushälterinnen, Dienstmädchen, Wäscherinnen, Babysitter, Putzfrauen, Hausköche und ihre Assistenten.

Darüber hinaus fallen Gärtner und deren Helfer, Krankenpfleger für ältere oder behinderte Menschen und Boten in den Sektor der Hausangestellten.

Wochenblatt / Ultima Hora

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6 Kommentare zu “Ein langer Kampf der Hausangestellten zeigt deutliche Fortschritte

  1. Das neue Gesetz (sofern in der Praxis durchführbar) hat genau betrachtet zwei gute Seiten: 1. Die bisher überwiegend unterbezahlten und schamlos ausgenutzten Hausangestellten bekommen endlich einen gerechten Lohn. 2. Diejenigen, denen der gerechte Lohn für Hausangestellt zu hoch ist, müssen nun endlich ihren eigen Dreck selbst beseitigen und können sich nicht mehr weiter aufführen wie kleine Könige, die ihre Hausangstellte beinahe wie Sklaven halten. Habe solche Fälle leider schon viel zu viele in Paraguay gesehen, vorwiegend jedoch in paraguayischen Haushalten. Jede paraguayische Familie, die sich zu den „oberen Zehntausend“ zählt, will sich ja die Finger mit Arbeit nicht schmutzig machen, mit Hausarbeit schon garnicht, Mag sein, daß die Zahl der Hausangestellten zunächst einmal sinken wird, doch das pendelt sich bald wieder ein, sobald die „paraguayischen Könige“ feststellen, wie mühsam es doch ist, den Haushalt selbst in Ordnung zu halten.

  2. Wer glaubt , dass diese Gesetze irgendeine Entfaltung ueber die Stadtgrenzen von Asuncion haben, der kennt den Arbeitsmarkt nicht. Da stehen ganze Divisionen von Damen in den Startloechern, fuer jeden Preis. Arbeitnehmerrechte in Py – Fehlanzeige. Mir ist eine Dame bekannt, die stellt ihren Dienstmaedchen den Strom fuer die Nachttischlampe und den Duschkopf in Rechnung. Nachschlag und Yerba auch. Der gehoeren ganze Landstriche und in der Stadt ganze Ladenzeilen. Glaube nur keiner, es unternehme einer etwas gegen diese Frau.

  3. „Nach dem Arbeitsgesetzbuch müssen gewerbliche oder industrielle Einrichtungen mit mehr als 50 Beschäftigten während der Arbeit für ihre Eltern eine Kinderbetreuung anbieten, wie Krippe oder Tagesstätten.“

    Hahaha, herzlich gelacht über sowas. Steht das wirklich in dem Gesetzbuch drin? Gibt es überhaupt eine FIrma die das macht?

    1. Kinderkrippen oder Tagesstätten gibt es ja zwar in wenigen Privatschulen (Guarderia), wird sogar für die Kleinen gekocht (wovon ich gar keine Kostprobe nehmen möchte), kostet die Eltern aber einen Viertel ihres Mindestlohnen (naja, die Eltern der Kinder der privaten Schulen verdienen schon mehr), aber noch nie habe ich gehört, dass diese Kosten vom Arbeitgeber bezahlt würde. Und ja, hahahaha, er soll das schon kontrollieren.
      Das Gesetzt dient einzig dazu, dass diese gewissen Arbeitgeber diese Kosten von der Steuer abziehen, aber gar nicht dafür aufkommen, denn viele Firmen sind dort ansässig, wo es gar keine Krippen gibt.

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