Ein Umdenken bei Yacyretá

Ayolas: Viele Mitarbeiter von dem binationalen Wasserkraftwerk dürften ins Grübeln geraten. Aufgrund von dem Abkommen mit Argentinien, bei dem die Schuldenzahlungen festgelegt wurden, muss das Personal reduziert werden.

Ángel Recalde, paraguayischer Direktor vom Wasserkraftwerk, bestätigte, dass eine signifikante Reduktion ins Haus stehe. Nur so kann das Unternehmen wirtschaftlicher arbeiten. Es gibt jetzt schon gravierende Unterschiede. Auf der argentinischen Seite sind 700 Angestellte registriert, Paraguay hat mit 1.500 mehr als doppelt so viele unter Vertrag.

„Es erfolgt nun ein finanzieller Ausgleich an das Nachbarland. Wir müssen eine Sanierung vornehmen, aber dabei dürfen die Investitionen nicht vernachlässigt werden. Bei der Stromerzeugung sind keine Einsparungen möglich, jedoch im Personalsektor“, erklärte Recalde.

Es soll zumindest keine rücksichtslosen Entlassungen geben. Viele Angestellte, die kurz vor der Pensionierung sind, will man mit Abfindungen eher in den Ruhestand schicken.

Recalde äußerte sich auch zu den Vertragsbedingungen zwischen Paraguay und Argentinien. Er sagte, es sei zwar kein perfekter Abschluss, aber ein gutes Abkommen, sodass dem binationalen Unternehmen insgesamt geholfen werde. Noch dazu, so Recalde weiter, werde Yacyretá mindestens 50 Jahre weiterhin Energie produzieren und Einnahmen generieren.

Unter der Regie von Juan Schmalko kam es zu einer Spaltung der Mitarbeiter. Es gab angeblich eine Einstellungswelle, die Mitglieder der PLRA waren und unter Präsident Federico Franco rekrutiert wurden. Nun beschwert sich aber wiederum die Liberale Partei, dass in den letzten Jahren viele Colarado Parteianhänger zum Zuge gekommen seien.

Quelle: Ultima Hora

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

4 Kommentare zu “Ein Umdenken bei Yacyretá

  1. Offenkundiger wie hier kann die Mißwirtschaft und Korruption in Paraguay nicht zu Tage treten. Argentinien schafft mit 700 Angestellten, was Paraguay mit 1500 Angestellten nicht auf die Reihe bekommt. Und wenn man bedenkt, daß dieser völlig unnötig aufgeblähte und größtenteils völlig unqualifizierte Personalstand auf Kosten der Steuerzahler geht muß man sich nur wundern, daß diesem kriminellen Akt niemand Einhalt gebietet. Daran darf man sich niemals gewöhnen – das ist Diebstahl am Volk! Daß sich PY dafür nicht schämt!

    1. Das ist doch in ganz Paraguay die Normalität! Zitat eines Chefs bei Yayreta, als man einen seiner Mitarbeiter entlassen wollte, um einen Politischen zu platzieren, der aber wie alle anderen von nichts eine Ahnung hatte: Nehmt mir nicht auch noch den Letzten, der etwas versteht. Ich kann doch sonst das Kraftwerk nicht mehr betreiben!
      Sind alles wirklich nette Leute, aber eben – in unserem Sinne und Weltbild – Verbrecher.

    2. also ehrlich Manni, das ist zwar oberschrecklich, aber in Deutschland keinen Deut anders? Nur dass dort die Summen nochnmals massiv höher sind?
      Schämt sich Deutschland etwa dafür? Ich sag nur Abgasskandal!

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .