Ein unsinniger Mauerbau

Encarnación: Mittlerweile kommt das Thema “Mauerbau“ wieder verstärkt in der Presse vor. Ein Stein des Anstoßes liegt in der Grenzregion zwischen Paraguay und Argentinien.

Als “Unsinn“ betitelte der argentinische Leiter von dem Wasserkraftwerk Yacyretá, Humberto Schiavoni, den Mauerbau von dem damaligen Initiator, Óscar Thomas. „Es gibt keine schlüssige Erklärung, warum das Vorhaben damals durchgeführt wurde“, erklärte Schiavoni.

Die Mauer soll nicht abgerissen werden aber es sind andere Planungen vorgesehen. „In der Theorie sollte die Wand die Sicht von der Stadt Posadas aus isolieren, weil geplant war Schuppen zu errichten. Sie hätten das Landschaftsbild negativ verändert, aber dazu kam es nicht“, betonte der argentinische Direktor.

50 Millionen Pesos kostete 2015 die Errichtung des Bauwerks, umgerechnet etwa 1,75 Milliarden Guaranies. Schiavoni erinnerte daran, dass sein erstes Projekt, als er letztes Jahr das Amt von Yacyretá übernommen habe, “die Wand abzureißen oder aber wenigstens zu verkleinern gewesen war“. Sie ist fünf Meter hoch und 1.300 Meter lang. „Das Problem dabei ist aber, dass die Mauer viel Geld gekostet hat und es ist schwierig, das nun zu rechtfertigen wenn noch so viele andere Dinge anstehen“, erklärte Schiavoni.

Nun soll im Süden ein Durchgang entstehen, zudem wird die Betonwand von ortsansässigen Künstlern in der Grenzregion verschönert. Aktuell müssen Pendler einen drei Kilometer langen Umweg über die Brücke San Roque und dann über den Fluss Zaimán in Kauf nehmen, wenn sie in oder aus dem Zentrum von Posadas zirkulieren.

Quelle: ABC Color

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