Ein Wahlbetrug, zwei Interpretationen

Asunción: Dass es Wahlbetrug gegeben hat ist Dank der Bewiese kein Streitthema. Die Herangehensweise ist je nach Partei anders. Das Wahlgericht bittet um Gelassenheit.

Während die Cartes Nachrichtenseiten sowie die Colorado Partei alles herunterspielen und Theorien ins Spiel bringen, die an Unglaubwürdigkeit nicht zu überbieten sind, bemüht sich die liberale Partei um Aufklärung. Derzeit steht noch nicht fest, ob die Differenz der Stimmen das Endergenis ändern würde.

Währenddessen wurde Mario Abdo Benítez schon von mehreren Präsidenten gratuliert und empfing am gestrigen Dienstag den US-amerikanischen Botschafter in Asuncion. Erst in rund zwei Wochen, wenn das Wahlgericht mit den Stimmenauszählung fertig ist, kann von einem gewählten Präsidenten die Rede sein, erst recht wenn solche bewiesenen Fälschungen vorhanden sind.

Die gestrige Demonstration vor dem Wahlgericht auf der Avenida Eusebio Ayala sorgte für eine Komplettsperrung der Straße. Vor dem Eingang verweilen weiterhin Dutzende, um ihre Furcht zum Ausdruck zu bringen. Laut parallelen Zählungen der liberalen Partei hat Lider Amarilla den Gouverneursposten im Departement Central gewonnen, obwohl das Wahlgericht mit seiner Schnelltransmission der Daten Hugo Javier als Gewinner proklamierte.

Bleibt abzuwarten, wie festgefahren die Maschinerie ist und wenn Fehler eingestanden werden, wie weitreichend die Korrekturen spürbar sind.

Die europäische Presse nimmt sich nun diesem Thema auch an.

Wochenblatt / Hoy / Abc Color / Última Hora

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