Einbruchsprävention oder nicht – Was macht Sinn?

Areguá: Kaum kam es wieder zu einem Raubüberfall auf ein deutsches Paar stellt man sich unbewusst selbst die Frage, wie sicher bin ich, was könnte ich tun um nicht selbst Opfer zu werden?

Am Donnerstagmorgen wurde in Areguá eine norddeutsche Familie überfallen, die schon seit langem in Paraguay wohnt. Sicherlich wusste sie sich anzupassen und trotzdem passierte etwas unerwartetes.

Allein mit einem Schild: “Überfall zwecklos, bin gestern erst ausgeraubt worden“, ist es nicht getan. Auch Zäune und Mauern bringen mehr Sichtschutz als Sicherheit. Viel wichtiger ist der Umgang mit den Leuten. Obwohl aus paraguayischer Sicht alle Freunde sind, zeigen polizeiliche Statistiken auf, dass dies nicht wirklich der Fall ist.

Übermäßig viele Handwerker im Haus sind genauso problematisch wie der andauernde Tausch der Lebensgefährtinnen oder Lebensgefährten. Neid kommt leider bei vielen auf, die weniger haben. Andere Motive wie Rache kommen ebenso in Betracht.

Kameras, Sicherheitspersonal, kein Geld im Haus oder Schusswaffen können hilfreich sein, müssen es aber nicht.

Welche Erfahrung haben sie dahingehend gemacht?

Wochenblatt

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39 Kommentare zu “Einbruchsprävention oder nicht – Was macht Sinn?

  1. Mein Rat aus 13-jähriger guter Erfahrung in Paraguay: 1.) Immer tiefer „stapeln“ als man könnte. 2.) Im Blickpunkt zu stehen unbedingt vermeiden 3.) Je größer das Auto und das Haus, umso mehr neidische Blicke zieht man auf sich 4.) Nach außen hin eher ärmlicher wirken. 5.) Niemand von seinen „großartigen Erfolgen“ in der alten Heimat erzählen und schon gar nichts, was man dort alles besessen hatte 6.) Großzügigkeit gegenüber Mitarbeitern und Nachbarn ist absolut kontraproduktiv, weil das den Eindruck vermittelt, man hätte von allem zu viel 7.) Normale Löhne bezahlen und nur gelegentlich vielleicht kleine Geschenke machen. 8.) Paraguayische Gäste niemals in´s Haus lassen. Alles spielt sich auf der Terrasse ab. Bei schlechtem Wetter lieber eine Einladung absagen. Für Gäste gibt es ein GästeWC mit sep. Außeneingang der nicht durch das Haus führt. 9.) Für Personal müssen bestimmte Räume unzugänglich sein. Besser wäre es, ohne Personal auszukommen, da dies erfahrungsgemäß auf Sicht meist zu Schwierigkeiten führen wird. Auch ist das Personal in den meisten Fällen in Einbruchsdiebstähle involtiert. 10. Vertrauen ist gut, doch Kontrolle ist immer besser. Am besten überhaupt keinem Vertrauen entgegen bringen. 11.) Niemals mit den Nachbarn oder dem Personal „von oben herab“ reden oder gar Streitgespräche führen. Geht meist nicht gut aus, nicht gleich, aber später rächt sich das. 12.) Je höher die Mauern um das Grundstück, desto eher erweckt man den Eindruck viel zu besitzen das man verbergen will. Außerdem gilt eine alte militärische Regel: Stets freies Sichtfeld ringsum zu besitzen. Mauern verhindern die Sicht, Kriminelle können sich ungesehen sehr nah an das Anwesen heran wagen. Jede Mauer, jeder Zaun, ist überwindbar und somit kein wirklicher Schutz. 13.) Besser zwei gut dressierte Hunde, die NIEMALS durch Fremde berührt werden dürfen oder von ihnen Leckerlis entgegen nehmen, sonst gibt das nur „Allerweltshunde“ die nicht zwischen Guten und Bösen unterscheiden können. Bei Besuchen die Hunde ins Haus sperren oder an eine Kette neben dem Hauseingang legen. Damit lernen sie Fremden gegenüber stets mißtrauisch zu sein. 14.) Wer ein entsprechend großes Grundstück besitzt, könnte zusätzlich Gänse halten. Da kommt kein Fremder unbemerkt mehr herein. Selbst die BW in Deutschland hält sogenannte „Wachgänse“! 15.) Zu allen Paraguayern freundlich aber distanziert bleiben und sich nicht in deren privaten Problemen einweihen lassen. Über kurz oder lang befindet man sich „mitten drin“ und wird um finanzielle Hilfe angebettelt. Das dann abzulehnen ist unverzeihlich aus Sicht des armen Paraguayers.

    1. Manni mit deinen Ratschlägen hast du in gewisser weise Recht.Allerdings wird es dann etwas Einsam,da könntest Du gleich ins Kloster gehen.

    2. 6.) Großzügigkeit gegenüber Mitarbeitern und Nachbarn ist absolut kontraproduktiv, weil das den Eindruck vermittelt, man hätte von allem zu viel.
      Je großzügiger man gegenüber seinem Nächsten ist umso mehr bekommt man zurück. Sammelt keine Schätze auf Erden sondern Schätze im Himmel. Dies ist christliche Lehre, die leider nicht unbedingt von dem sogenannten Vertreter Gottes auf Erden befolgt werden. Man predigt lieber Wasser und trinkt selbst Wein.

    3. Prof. Dr. lic. jur. Auuan

      Antworten

      Super Kommentar Manni. Vielen Dank für die große Mühe diesen Kommentar zu schreiben. Ich sehe das inhaltlich genau so.

    4. Dein 15 Punkte Programm ist wirklich unglaublich! Sogar die Bibel, von der Du meilenweit entfernt bist, kam mit 10 Geboten klar. Weiterhin ein gute Zeit in Paraguay!!

    5. Ich wurde nicht in allen Punkten ihm recht geben,aber. Für mich 90% absolut richtig.Ich lebe nach dieser Weise schon etwas länger hier und kann es nur jedem raten.Habe mein Auto verkleinert,auch wenn die anderen protzen,ich denke mir mein Teil.

    6. Am besten gefällt mir Punkt 11 von Mannis Man(n)ifest: Niemals mit den Nachbarn oder dem Personal „von ober herab“ reden oder gar Streitgespräche führen. Aber im Wochenblatt gnadenlos über jeden Paraguayer ablästern. Wirklich sehr mutig und vor allem sehr christlich!!

    7. Auch wenn ich oftmals anderer Meinung als du – hier gebe ich dir zu 100 % Recht.

      Zwei scharfe Doggen, davon zwei im Nahkampf ausgebildet und die andere als Scharfschütze mit der Ösiflinte aus dem anderen Artikel, ein Terrier als Melder, dazu noch zwei Tukane, die von oben Tränengas und Blendgranaten (werden in der Nacht abgelöst duch zwei Uhus) werfen. Vielleicht noch so 10 – 20 Maulwürfe aus Deutschland, die für die Fallgruben verantwortlich sind und schon kann nichts mehr passieren 😉
      Aber auch 5 Leguane und dazu 20 Klapperschlangen auf dem Grundstück lassen dem Räuber nicht viel Freude an seinem angesehen Beruf.

  2. Manni….ich wuerde dann ein Einsiedlerleben auf einer Insel fernab vom Festland empfehlen…. Ja, die Ratschlaege sind schon richtig, aber alle sind nicht wie alle!! Nach Jahren hier im Land kann man vielleicht die Unterschiede erkennen, man muss trotzdem immer mehr als vorsichtig sein ohne nun sein eigenes Leben komplett aufzugeben. TRAUE IN PARAGUAY NICHT DEINEM EIGNEN SCHATTEN….. ist eine durchaus gute Empfehlung die aber wohl Viele nicht beherzigen wollen. Aber….man kann hier trotz aller Gefaehrdungen und eventuellen auch schlechten Erfahrungen sehr gut leben….oder eben nicht

  3. Wenn man all diese Ratschläge befolgen sollte, wo ist dann noch der Spass am Leben ?. Wir leben annähernd 10 Jahre in diesem Land. Paraguaische Freunde dürfen selbstredend auch in unser Haus. Wir haben doch nichts zu verbergen. Wir haben ein Auto, wir haben ein kleines, aber nettes Haus. Glaubt ihr denn wirklich, wenn wir jetzt den ganzen Tag in Flipflops rumlaufen und auf ner Mannioka rumkauen, die Paraguayer würden uns für ärmlich halten ?. Ich verleihe auch mein Werkzeug oder meine Maschinen an die nächsten Nachbarn, lass sie also an manchem Luxus teilnehmen. Wenn wir auch nur einen Tag wirklich Angst hätten ausgeraubt zu werden, würden wir noch heute unsre Koffer packen. Es gibt doch nichts schlimmeres als mit solchen Ängsten leben zu müssen. Unser Tip wäre: Lebt nicht nur unter Paraguayern, sondern lebt mit Ihnen. Nehmt an ihrem Leben teil und lasst sie in gewissen Tolernazbereichen an eurem teilnehmen. Fahrt schon mal nen Opa ins Krankenhaus, lasst auch mal nen Jugendlichen an euren PC, damit er sich was für die Schule ausdrucken kann. Kleinigkeiten halt, aber wir sind hier 100%ig integriert und unsere Nachbarn schauen schon, das hier bei uns nichts passiert.

    1. Ich verleihe keine Maschinen und Werkzeuge an Paraguayer, weil sie nicht damit umgehen können und / oder sie nicht pfleglich behandeln.
      Zur Frage „Was macht Sinn?“
      Genügend Hunde auf dem Anwesen und auch demonstrieren, dass die Hunde aufs Wort gehorschen.
      Eine Alarmanlage für Abwesenheit oder die Nacht, welche einen Schutzschild von mindestens 15 m um das Hauptgebäude bildet.
      Kameras mit Endlosaufzeichnung für die prekären Zugangspunkte zum Haupthaus. Die Kameras müssen auch als solche erkenntlich sein und gegebenenfalls dem Personal auch als solche erklärt werden. Soetwas spricht sich herum.
      Wenn das Personal anwesend ist, werden die Waffen geputzt und gepflegt, auch jedes mal, wenn neues Personal dasein sollte. Das spricht sich auch herum.
      Wir sind damit seit vielen Jahren ohne jegliche Probleme oder Angriffe über die Runden gekommen.
      Zusammenfassung: Die Umgebung muss wissen, dass man optimal geschützt ist. Potentielle Latrones werden sich immer ein leichteres Ziel aussuchen.

      1. Genau – zeigen, dass man bewaffnet ist, dass es Alarmas gibt usw. Sobald etwas kompliziert aussieht, sucht sich ein Paraguayer ein einfacheres Opfer.

        Wenn es aber zu überzogen aussieht, wie eine Festung, sieht es aus, als ob man zig Milliones Dollares oder Goldbarren oder sonstwas zu Hause bunkert – dann wird es doch wieder interessant.

      1. Das sehe ich auch und kann da nur sagen:toll geschrieben. Wie pflege ich zu sagen: mit einer 44er in der Hand und einen Laecheln kommste weiter als nur mit einem Laecheln.
        Leute ich will hier keine Entwicklungshilfe betreiben wie die Gutmenschen, sondern nach meiner Version und Vorstellung leben. Seit mehr als 20 Jahren tue ich das weit weg von deutschen Gutmenschen. Also bleibt locker und wachsam.

    2. Wow, Werkzeug verleihen ist echt heiß. Das kann dann aber nur ein Hammer oder eine Kneifzange sein. Gibst du ihm deine deutsche Markenbohrmaschine, dann nutzt er sie vielleicht auch als Hammer….. Und wenn nicht, dann fliegt sie nach dem Gebrauch in den Sand, so wie hier üblich. Dann hast du nicht viel Freude dran.
      Das war jetzt kein Sarkasmus – das sind eigene Erfahrungen aus der Anfangszeit.

  4. Nicht einer von den kontra-Kommentaren konnte bisher mit einem Vorschlag zur Prävention beitragen. Statt dessen nur loses, zynischen Geschwätz! Ich hatte in den vergangen 13 Jahren schon viele gleichgesinnte Deutsche hier kennen gelernt, die meine Ratschläge nicht befolgten oder sie, wie hier, nur lächerlich machten, oder empört zurück wiesen. Ausnahmslos wurden sie Opfer von Überfällen, Einbrüchen bis hin zum Mord – und das waren leider nicht wenige. Daher hatte ich mir eigentlich vorgenommen, niemanden mehr mit meinen Ratschlägen zu kommen, weil alle alles besser wissen. So auch hier! Kürzlich wurde ich im Forum gebeten, aus meinen Erfahrungen weiter zu geben. Das hatte ich heute getan entgegen meinem Vorsatz, mehr nicht.Das Ergebnis könnte in einem Kindergarten nicht anders sein. Wer aber nicht hören will, wird fühlen. Jede Wette drauf!

    1. Guter Beitrag Manni, du hast in fast allen Punkten absolut Recht.

      Der Punkt, wo du nur teilweise Recht hast ist:
      „12.) Je höher die Mauern um das Grundstück, desto eher erweckt man den Eindruck viel zu besitzen das man verbergen will.“

      Eine Mauer kann zwar mehr oder weniger einfach überwunden werden, aber wenn einer über eine 3m hohe Mauer klettert, dann gibt es da nicht mehr (hinterher) wo man sich rausreden kann.

      Ist jemand sehr christlich-pazifistisch eingestellt, gibt ihm die Mauer und der Hund(!) genug Zeit sich ins Haus zurückzuziehen, alles versperren und 911 zu wählen. Dafür muß man sehr viel Gottvertrauen haben.

      Ist jemand weniger friedlich, dann wird er eine oder mehrere Personen, welche seine Mauer überklettert haben mit geladener und entsicherter Waffe begrüßen. Vorzugsweise aus einem gesicherten Haus heraus. Das ist schon ein großer taktischer Vorteil, wie man beim Militär sagen würde.

      Wer in Paraguay lebt und „Wenn wir auch nur einen Tag wirklich Angst hätten ausgeraubt zu werden“ solche Dinge schreibt, der muß entweder im meno-Chaco leben, wo es wirklich relativ sicher ist, oder er ist unglaublich gut im Verdrängen der Realität. Paraguay ist im Vergleich mit Westeuropa ein sehr, sehr unsicheres und gefährliches Land.

  5. Zitat von Manni:
    [ Ich hatte in den vergangen 13 Jahren schon viele gleichgesinnte Deutsche hier kennen gelernt, die meine Ratschläge nicht befolgten oder sie, wie hier, nur lächerlich machten, oder empört zurück wiesen. Ausnahmslos wurden sie Opfer von Überfällen, Einbrüchen bis hin zum Mord]
    Zitat Ende
    Der einzige vernünftige Vorschlag zur Prävention ist dann wohl Deine Gesellschaft zu meiden! Wer so Angst gesteuert lebt kann einem nur leid tun.

    1. „Wer so Angst gesteuert lebt kann einem nur leid tun.“

      – Sie sind wohl noch nicht lange im Land Hans. Es ist nicht Angst, was Manni da schreibt. Er schreibt von seinen Erfahrungen.
      Er beschreibt das, was er gesehen hat. Erlebt hat. WIeso glauben Sie, daß praktisch alle besseren Paraguayer ihre Fenster vergittern und geladene Schußwaffen im Haus oder Auto mitführen? Sind sie auch alle dumm, oder kennen diese Menschen ihr Land und seine Bewohner einfach gut?

      1. Angst zu haben bringt absolut nichts. Es gilt, den klaren Kopf zu behalten. Und zu versuchen, richtig zu reagieren. Es ist noch nicht lange her als Ladrones versuchten, um Mitternacht in mein Haus einzubrechen. Es gelang mir, sie mit einem Schuss aus der Pump-Gun zu vertreiben. Sie verloren einen geladenen Revolver. Vor Jahren kaum in Paraguay angekommen brach man einige Monate später in einer stürmischen Nacht ohne Strom in mein damaliges Haus ein. Unvorstellbar, was man klaute. Glücklicherweise schlief ich tief und fest, so dass ich nicht wach wurde. Ich erinnere mich an einen „Schlag“, meinte aber, es war der Sturm. Nein, das war der Moment, als man in ein Fenster einstieg. Das Haus hatte damals keine Sicherheit. Der Verkäufer erzählte mir, dass die Lage sehr sicher sei – keine Angst usw. – dabei hatte man genau vier Monate vor dem Verkauf bei ihm eingebrochen. Heute habe ich in meinem jetzigen Haus eine Reihe Sicherheitsvorrichtungen, inkl. Pump-Gun, mehrere geladene Revolver und eine paraguayische Lebensgefährtin, die kein Schiss hat, abzudrücken. Vielleicht hilft es, die Bibel zu zitieren?! Aber im Ernst: 80 % der überfallenen Bewohner werden von den Einbrechern geprügelt, auch wenn sie sich nicht wehren. Also: abdrücken!

    2. Hallo Musterhans! Du irrst gewaltig. Ich lebe hier völlig angstfrei. 1.) Weil ich mich an die von mir erstellten Punkte halte ohne deshalb an „Lebensfreude“ einzubüßen (wie das hier jemand behauptet hat) 2.) Weil ich ein großes Gottvertrauen habe das mich noch nie enttäuscht hat. Warum bei diesem ernsthaften Thema wieder verschiedene Kommentatoren „die Chance nutzen“ um mit Zynismus und kindischen Einlassungen zu antworten, anstatt mit vernünftigen Vorschlägen, kann man als reifer Mensch kaum nach vollziehen. Eigentlich schon sehr armselige Kleingeister!

  6. Was man bestimmt sagen darf ist: alle Überfälle haben eine Vorgeschichte!
    Sollte jeder mal drüber nachdenken.
    Es kommt kaum vor, dass sich Banditen schlicht zufällig ein Objekt aussuchen, es gibt IMMER eine Vorgeschichte. Wer diese vermeiden kann wird auch nicht belästigt!!!

    1. Was genau ist damit gemeint? Bei meinem damaligen Bruch war ich neu im Lande und hatte noch niemanden vor den Kopf gestoßen, beleidigt oder sonst irgend etwas. In meinem jetzigen Haus kam der versuchte Einbruch einige wenige Monate nach dem Einzug. Auch hier wüßte ich nicht, was da für eine Vorgeschichte gewesen sein soll. Nur: Beim Bau des Hauses wurde teures Lapacho-Holz gestohlen. War das etwa eine Vorgeschichte? Ich kenne einige Einbruchs-Geschichten, die garantiert keine „Vorgeschichte“ hatten. Es mag sein, dass es so etwas gibt, aber die Regel ist das sicher nicht. Oder bin ich nun ein Traumtänzer, obwohl ich viele jahre Erfahrung in anderen Ländern der Dritten Welt machte, ohne jemals einen „Bruch“ zu haben? Ausgerechnet in Paraguay passierte es, und bislang zweimal. Einmal sehr erfolgreich und beim zweiten Male nicht. Beim dritten Male wird gezielt gefeuert.

    2. Sie schieben die Schuld den Opfern zu, das ist krank. Auch Leute die nur zum helfen hergekommen sind werden beraubt, ich kenne solche. Wenn hier alle so gute Katholiken sind sollten sie ja eigentlich wissen das stehlen verboten ist.

    3. Das ist echt Unsinn. Ich kenne auch Leute, die wurden überfallen, da waren sie noch keine 3 Monate im Land und kannten niemanden, hatten keinen schief angesehen usw. Oftmals sind gerade die Frischlinge die begehrten Opfer. Sie haben noch ausreichend Bares dabei, weil allerhand Anschaffungen getätigt werden müssen, haben neue Notebooks, Kameras usw. und kennen sich nicht aus, sind oft nicht bewaffnet und die Nachbarn kennen sie auch noch nicht. Das sind doch die perfekten Opfer, so wie auch Ndugu schreibt.

      Immer die Devise: sich ruhig verhalten, dann passiert schon nichts….
      Ich kenne genug, die dafür mit ihrem Leben bezahlt haben oder ihrer Gesundheit.
      Wenn es heißt: die oder ich – dann wähle ich lieber Knast und knalle den Einbrecher ab.

  7. Manni Du hast Volkommen Recht,
    Man soll sich hier im Lande Absichern, es soll ja nicht heissen, dass man täglich Angst haben muss, aber es beruhigt mein/ Ihr tägliches Leben.
    Ein Vergleich, sie fahren gut Auto? Sie haben keine Angst hier Auto zufahren,
    und trotzdem machen die Intelligenten Personen eine Haftpflichtversicherung,
    Weil es beruhigend ist, im Falle eines Falles eine zuhaben.
    Wünsche allen einen schönen Tag

    1. Die Intelligenten Personen machen eine Haftpflichtversicherung?
      Da kann man nur hoffen, dass diese intelligenten Personen nicht wirklich einen Schadensfall haben.
      Da winden sich die Versicherungsgesellschaften nämlich gekonnt heraus. Maximal ein kleiner Anteil wird gezahlt. Den Rest blechst du selbst. Die Verträge sind dermaßen schwammig formuliert, dass du keine Chance hast. Du kannst dann ja einen Anwalt nehmen und den bezahlen – so freuen sich viele Paraguayer über einen Geldsegen.

  8. Hm… Habe ein Zeitlang in brasilien gelebt. Habe viel Brasilianische Freunde gehabt. ALLE wussten/mussten mit dem Unsicherheit im Land leben!!! Wie Einheimische/Dachler. Dass man aufpassen muss und Py /Br nicht Westeuropa ist sollte doch allen klar sein vor der Asuwanderunggedanke/hoffentlich. Aber mir stört wenn ALLE /Paraguayer/Brasilianer/Deutscher in den gleichen Topf platz finden. Das ist nicht Korrekt. Hier in Py haben vor allem die Einheimische mit dem Unsicherheit zu kämpfen. Die sind ja im Mehrzahl. Sich nicht unbedigt Reicher zu zeigen und nicht über Geld zu reden war ja schon vor 25 Jahren in Brasilien so. Man entickelt mit der Zeit doch ein bischen Fingerspitzengefühl an wen kann ich und was ausleihe. Der muss nicht gerade ein Py- er sein, kann auch 200 Nationen betreffen.

  9. Hier sind also sehr viele der Meinung die Lösung im Gebrauch einer Schusswaffe zu finden. Manche outen sich ja sogar schon mit ihrem Usernamen als Waffennarr, Schon mal über die Konsequenzen nachgedacht ? Oftmals sind doch gerade bei einfachen Diebstählen, Menschen aus der Nachbarschaft mitbeteiligt. Was passiert wohl, wenn Ihr denjenigen erschiesst ? ……….dann heissts aber Koffer packen und das so rapdio wie möglich. Oder denkt ihr etwa die Verwandtschaft würde da tatenlos zuschauen ?… Nein nein, lasst mal. Da schliess ich mich dann doch lieber anderen Meinungen und Vorschlägen an.

    1. Mischa, du bist noch zu geprägt von Europa. Dort kann einem ja praktisch nichts passieren, das schlimmste ist noch, du kommst vor Gericht, oder gar ins Gefängnis, welches super bequem und fürsorglich ist.

      In Paraguay weht ein anderer Wind. Hier ist ein natürlicheres Denken gefragt.

      Aber zuerst das positive; du schreibst:
      „Oder denkt ihr etwa die Verwandtschaft würde da tatenlos zuschauen ?“

      Das ist vollkommen richtig! Wer einen Paraguayer erschießt, oder im Straßenverkehr zu Tode bringt (was viel öfter vorkommt als erschießen), der muß damit rechnen, daß die liebe Verwandschaft das nicht so akzepiert.
      Selbst wenn er in der Nacht, ohne Licht, vollkommen betrunken gegen die Einbahn unterwegs war; ist denen egal.
      Vor Gericht werden sie vielleicht Frei gesprochen, dafür dann später umgebracht. Außer sie zahlen die üblichen 30m und Entschuldigen sich 1000mal und man versöhnt sich bei einer großen Fiesta (auf ihre Kosten). So läuft das hier.

      Aber zum Punkt. Wenn sie den Einbrecher jetzt erschießen – passiert genau das selbe wie oben beschrieben. Entweder sie zahlen und einigen sich oder sie verlassen zügig das Land. Ihr Haus wird dann vermutlich nieder gebrannt.

      Aber wissen sie was? DAS IST ES WERT!
      Warum? Wenn sie nämlich nicht schießen, dann könnte es sein, daß der oder die (meistens sind es mehr als einer) der Täter SIE in die Hände bekommen. Und ihre Frau. Und ihre Kinder. Ein bißchen vergewaltigen geht immer, ein wenig foltern, damit sie alle Geldverstecke preisgeben? Klar doch! Mal dem Kind einen Finger abschneiden? Alles schon vorgekommen.

      Wir sprechen hier NICHT von Gentleman-ganoven, sondern von teilweise Steinzeitmenschen, die häufig im Drogenrausch jede nur denkbare Schweinerei zu begehen willens und in der Lage sind. Die Zeitungen berichten ständig darüber, können sie etwa kein Spanisch lesen?

      DESWEGEN brauchen wir hier in Paraguay Schußwaffen und üben damit umzugehen.
      DESWEGEN gibt es Selbstverteidigungskurse, auch für Frauen, manchmal jedoch erst hinterher….
      DESWEGEN haben die Häuser hohe Mauern und vergitterte Fenster – nicht nur bei DACHLern sondern ganz besonders (und höhere!) bei besseren Paraguayer Familien.

      Über langfristiges Denken wie in Deutschland können sie sich hinterher Gedannken machen, zuerst geht es in allererster Linie ums ÜBERLEBEN von dir und deiner Familie sowie deren geistige und körperliche Gesundheit.

    2. Wenn es heißt – er oder du – dann sagst du lieber: ach mach mal…. Und was ist, wenn er dir den Schädel einschlägt, weil du ihn erkannt hast oder er erschlägt deine Frau oder dein Kind….
      Wir leben hier nicht in Deutschland. Und selbst dort hast du als Opfer die schlechten Karten. Um die Verbrecher wird sich rührend gekümmert. Die Opfer sind immer die dummen. Nicht umsonst gibt es in D den Weißen Ring.
      Und hier? Willst du dich den Banditen vor die Füße werfen und um Gnade bitten? Der Schlag auf den Kopf wird umso heftiger werden.
      Sprich mal mit Deutschen, die schon mehrfach überfallen worden sind.

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