Eine Diskussion, die ausartete

Ypehjú: In der paraguayisch-brasilianischen Grenzstadt wurde eine Frau mit einem Hammer getötet, nachdem eine Diskussion aus dem Ruder lief. Der Täter befindet sich auf der Flucht.

Die 27-jährige Ramona Cardozo kam zum Haus ihres Ex-Lebensgefährten César Suzano Montanía (35), um einige Sachen verbal zu klären. Als dies laut Ansicht des Mannes nicht möglich war, holte dieser einen Hammer und schlug auf sie ein, bis sie tot war.

Zugetragen hat sich dieser gewaltsame Übergriff am Mittwochabend um 20:30 Uhr im Stadtteil Virgen de Fatima, in dem es regelmäßig zu Straftaten kommt. Seit dem Moment ist Montanía auf der Flucht vor der Polizei.

Eine Nachbarin erklärte der ankommenden Polizei, dass sie zuerst eine Diskussion, dann Hilfeschreie der Frau und nach einigen Minuten gar nichts mehr hörte. Aus Angst vor dem gewaltsamen Mann schritt sie nicht ein. Als die Polizisten ins Haus kamen fanden sie Cardozo auf dem blutüberströmt auf dem Boden liegend mit einem zertrümmerten Gesicht. Neben dem Leichnam fand man die Tatwaffe, einen Hammer mit Holzgriff.

Wochenblatt / Abc Color

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3 Kommentare zu “Eine Diskussion, die ausartete

  1. Wer nicht diskutieren kann neigt immer zu Gewalt. Damit wird jede verbale Auseinandersetzung unmöglich gemacht oder gar abrupt beendet. Meist kommt vor der Gewalt die persönliche Beleidigung und Diffamierung. Diskutieren will eben gelernt und geübt sein. Ich habe die Erfahrung in meinem Leben gemacht, daß meistens mit geistig „Unterbelichteten“ oder psychisch Gestörten, quer durch alle Gesellschaftsschichten, eine vernünftige Diskussionen unmöglich ist. Auf jeden Fall gehören diese zu meidenden Zeitgenossen in die Kategorie der selbstherrlichen, keinen Widerspruch duldenden Choleriker. Oftmals können sie sehr unterhaltsam, humorig bis liebenswürdig sein – aber wehe man gibt ihnen nicht Recht oder noch schlimmer, man widerspricht ihnen! Da kann sich die Stimmung von jetzt auf nachher um 180 Grad wandeln und man erlebt einen tobenden Verrückten. Gerne vorzufinden sind solche Charakteuren, bei entsprechender Intelligenz, auch in Führungs- und Lehrpositionen und unter Politikern. Die meisten Mitmenschen kuschen dann und ordnen sich lieber unter um den „Frieden“ zu bewahren. Aber genau das ist es, was diese Choleriker noch mehr darin bekräftigt, ihre Umwelt zu tyrannisieren. Ein dauerhaftes Zusammenleben (privat wie auch geschäftlich) mit Cholerikern ist im Grunde unmöglich und sollte unbedingt gemieden werden. Dazu gibt es auch einen bekannten Spruch: „Sie bauen auf und reißen nieder, immer und immer wieder!“

  2. Nicht nur, wer nich diskutieren kann – ebenso trifft das auf Menschen zu, die nicht diskutieren wollen, weil sie ohnehin immer Recht haben (glauben sie).
    Das läuft in anderen Kulturen ebenso – nur dass kein Hammer, sondern eine Machete oder wie neuerdings in Mitteleuropa ein Messer gezückt wird.

  3. Was genau ist die Definition von Diskussion und diskutieren im 21. Jahrhundert? Der Mann muss sowieso nachgeben und zahlen und in wie fern ist es relevant ob es um eine, einige oder viele Sachen geht?

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