Eine Epoche geht zu Ende

Asunción: Seit Dezember 2010 hält Horacio Cartes mit seiner Bewegung Honor Colorado das Zepter der Colorado-Partei in festen Händen, lässt keine anderen Meinungen zu und machte sich durch seinen finanziellen Background zum Alleinherrscher. Mit der Weigerung, Juan Carlos Baruja als Präsidentschaftskandidat für 2028 anzuerkennen, gibt Vizepräsident Pedro Alliana als Erster öffentlich Widerworte und läutet das Ende der Hegemonie ein.

Während der Pressekonferenz gestern Mittag enthüllte der Vizepräsident Details darüber, wie er erfahren hatte, dass Horacio Cartes ihn als Kandidaten der Bewegung Honor Colorado gestrichen hatte.

In einem Abschnitt seiner Ausführungen verriet Alliana ein Detail, das nicht unbemerkt blieb – nämlich den Gesundheitszustand des Anführers von Honor Colorado. „Ich habe ihm gesagt, dass ich zu ihm nach Hause kommen würde, da ich seine schutzbedürftige Lage verstehe“, erklärte er und ließ damit den heiklen Zustand des ANR-Präsidenten durchblicken, der so bisher noch nicht öffentlich gemacht wurde. Dennoch – oder genau deswegen – will man ihm den Machtanspruch streitig machen.

Zudem erhielt er nach seiner öffentlich gemachten Weigerung Zuspruch aus vielen Reihen der Partei, was bedeutet, dass man in ihm einen unterstützungswürdigen Führer sieht und dass man bald Abstand von Horacio Cartes nehmen wird.

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2 Kommentare zu “Eine Epoche geht zu Ende”

  1. Albert Rotzbremsn

    Weltweit palavern Politiker während den Wahlen, was sie auf ihrem Pöstchen mit grossem Fleiss alles Weltbewegendes versuchen zu basteln werden und wenn sie mal auf ihren privilegierten, gutbezahlten Trönchen sitzen, haben sie den lieben langen Tag nix besseres zu tun als am Gacker-TV oder »x vormals Tschwitscher« (was für ein langer, doofer Name für einen Webauftritt) zu plärren: „Mutti, Mutti, der Fritz hat mich an den Haaren gezogen“ und der Fritz: „Nö, die Susi hat mich zuerst an den Haare gezogen“.
    Frage mich, warum das Kleinvieh, welches auch Mist macht, sprich Steuerzahler:in, überhaupt wählen geht. Wobei ich mich nicht dazu zähle, denn ich gehe nie wählen. Nicht einmal fahren oder ne Briefmarke opfern.
    Also auf den Kindergarten, welches da in der Weltschicht von Gacker-Interview zu Gacker-Interview unterwegs ist, kann Steuerzahler:in auch gerne verzichten und dabei sein sauer verdientes Geld sparen.

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  2. Land Of Confusion

    Ich würde mal sagen, dass der Pate so langsam geistig nachlässt. Jetzt lässt er sich auch noch mit Abdo zum Foto ablichten bei irgendeinem Treffen, obwohl der Letztere ihm eine mehrjährige US-Sanktion aufgebrummt hat. Gab es da einen Sinneswandel oder hat der alte Mann einen fortgeschrittenen Stadium von Demenz? Wollte der nicht 140 Jahre alt werden? Vielleicht will er, als alter Unternehmer auch einfach sein unfähiges Personal loswerden. Dabei ist es, wie so oft, der höchste Mann in der Organisation der den meisten Mist baut – aber weil der so mächtig ist und nur von Ja-Sagern umgeben, sieht er das nicht ein.
    Aber wie es auch ist, diese Partei ist ein Sammelbecken von rückgratlosen Ar***kriechern in einer streng hierarchischen Mafiaorganisation, wo der höchste Kopf offenbar geistig gar nicht mehr in der Lage ist, diese zu führen.
    Interessiert mich eigentlich gar nicht, ob es da intern kracht – bei den Wahlen halten sie eh wieder zusammen. Aber wenn sie intern sich weiter zerstreiten, wächst die Chance, dass ein Miguel Prieto Präsident wird.