Eine Gleichung mit vielen Unbekannten

San Lorenzo: Nachdem der ehemalige Staatsanwalt Javier Ibarra tot in seinem Haus aufgefunden wurde und zwei bestätigte Einschusslöcher an der Schläfe einen Selbstmord ausschließen, kommen nun Schmauchspuren an seinen Händen hinzu.

Die Ermittler bestätigten, dass an der Hand des Ex-Staatsanwalts Javier Ibarra Spuren von Schießpulver gefunden wurden und die Hypothese eines angeblichen Selbstmordes gewinnt wieder an Kraft. Die Waffe und eine Patronenhülse sind jedoch vom Tatort verschwunden, sodass von einem Beweismitteldiebstahl die Rede ist. Im Prinzip schließen die Ermittler ein Tötungsdelikt aus, obwohl ihm zweimal in den Kopf geschossen wurde.

In diesem Zusammenhang erklärten die mit den Ermittlungen beauftragten Behörden, dass es sich bei der Waffe um eine automatische Pistole des Kalibers 22 handelte, die in Stößen abgefeuert werden kann, was bedeutet, dass eine Selbsttötung mit zwei Schüssen möglich gewesen wäre.

Fehlende Waffe

Allerdings wurde die verwendete Waffe bisher noch nicht gefunden. In der Wohnung von Ibarra wurden mehrere Waffen gefunden, die zu seiner Sammlung gehörten, aber keine von ihnen entspricht dem Kaliber der Kugeln, die im Körper des ehemaligen Staatsanwalts gefunden wurden.

In der vergangenen Woche erhielten die Ermittler die Information, dass Javier Ibarra eine halbautomatische Pistole, Kaliber 22, besaß, die er zu seinem Schutz immer in einer Umhängetasche trug, da er nach eigenen Angaben um sein Leben fürchtete, als er noch im Innenministerium arbeitete.

Außerdem fehlte eine Patronenhülse am Tatort, sodass der mögliche Diebstahl von Beweismitteln nun untersucht wird und alle Zeugen, die als erste am Tatort eintrafen, überprüft werden.

Den Angaben zufolge wurden keine Wertsachen aus dem Haus gestohlen, Ibarras Mobiltelefon und alle anderen Wertsachen wurden im Haus gefunden. Auch das Eingangstor wurde nicht aufgebrochen.

Wochenblatt / Abc Color

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