Eine kalte und einsame Nacht im Chaco

Fuerte Olimpo: Zahlreiche Fahrzeuge blieben im Departement Alto Paraguay stecken. Viele Kraftfahrer mussten vorgestern eine kalte und einsame Nacht im Auto verbringen.

Die Niederschläge der vergangenen Tage haben die Straßen in dem 17. Departement unpassierbar gemacht. Erschwerend kommt hinzu, dass nicht rechtzeitig Reparaturen erfolgten und nun ein noch größerer Schaden entstanden ist. Nicht einmal Allradfahrzeuge kamen durch. Die, die es trotzdem wagten, bleiben auch im Schlamm stecken.

Einer der kritischen Punkte ist Toro Pampa-Fuerte Olimpo. Dort mussten mehrere Autofahrer die Nacht lang auf Hilfe von Traktoren des Ministeriums für öffentliche Arbeiten (MOPC) oder von Landwirten in der Gegend warten.

Alto Paraguay ist auf dem Landweg isoliert. Die Bewohner hoffen, dass es sonnige Tage geben wird, um das Straßennetz zu reparieren, hauptsächlich in der Zone der Hauptstadt dieses Departements, Carmelo Peralta und Bahia Negra.

Der Bischof des Vikariats von Chaco, Monsignore Gabriel Escobar, kritisierte die mangelnde Sensibilität der zentralen Regierungsbehörden für das Leiden der Menschen in Alto Paraguay.

„Wir können im 21. Jahrhundert nicht weiter so leben und als Bürger zweiter Klasse behandelt werden. Wir wollen wie ein Paraguayer behandelt werden, der Rechte hat und Pflichten erfüllt“, sagte der katholische Bischof.

Es sei eine totale Verantwortungslosigkeit, dass das Finanzministerium bis jetzt das Geld nicht ausgezahlt habe, das im Rahmen des am 3. April erklärten Notfalls des Departement genehmigt worden sei, sagte der Priester weiter.

Er fügte hinzu, dass er hoffe, dass die neuen Behörden, die offiziell im August ihr Amt antreten, Patriotismus zeigen und ihre Verantwortung endlich erfüllen werden.

Wochenblatt / ABC Color

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