Eine Million Kilo Yerba Mate Schmuggelware

Die illegale Einfuhr von Yerba Mate aus Argentinien und Brasilien trifft die heimische Produktion schwer, die Vermarktung des Produktes könnte die Preise der Erzeuger im Land in kurzer Zeit massiv beeinflussen. Nach Schätzungen des “ Yerbatero Zentrums“ Paraguay kommen 1 Million Kilo pro Jahr illegal ins Land.

„Schmuggel betrifft viele Bereiche, aber jetzt ist auch die Yerba stark betroffen, drüber sind wir sehr besorgt, der Preis könnte deutlich sinken. An jeder Ecke des Landes gibt es illegale Produkte aus Brasilien und Argentinien und nichts wir dagegen unternommen, keine Institution stellt die Waren sicher. Zoll und weitere Strafverfolgungsbehörden sollen handeln, denn unsere Sorge ist, dass die nationale Yerba scheitern könnte“, sagte Nestor Goralewski, Vizepräsident des Yerbatero Zentrums.

Er erklärte weiter, die Regierung habe kein Interesse an der Situation und gebe auch keine Antwort darauf. „Unsere geschätzte Produktion erreicht in etwa 50.000 Tonnen, wir wollen die Exporte erhöhen und neue Märkte erschließen“, sagte Goralewski.

Die Wettbewerbsfähigkeit der Yerba Industrie in Argentinien ist über dem nationalen Wettbewerbsniveau. Paraguay muss mit Argentinien bei der Suche nach neuen Märkten einen Konsens finden. Daher ist der Export schwierig weil es viele Konkurrenten gibt, es geht nur über neue, innovative Verwendungen der Yerba beim Verbrauch und Konsum sowie strategischen Analysen. Knapp 50% der grünen Blätter wird für Yerba Mate verwendet.

Paraguay ist ein wachsendes Exportland für dieses traditionelle Produkt, im Jahr 2014 beliefen sich die Yerba Ausfuhren auf rund 3 Millionen US Dollar. Die Firma Laura Raatz führt die Rangliste an mit 593.000 USD, gefolgt von der Yerbafabrik Campesino mit 532.000 US$. Hauptexportland ist Spanien, gefolgt von Bolivien, Chile und Deutschland. Ein weiteres Land, das ein Interesse an paraguayischer Yerba zeigt, ist Korea.

Quelle: 5dias

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3 Kommentare zu “Eine Million Kilo Yerba Mate Schmuggelware

  1. Die Aufregung ist mir nicht ganz begreiflich: 50 tausend Tonnen betraegt die heimische Produktion, 1 Mio Kg wird geschmuggelt, das sind gerade mal 1 tausend Tonnen, wovor fuerchtet man sich da?
    Ausserdem: warum kann in Brasilien und Argentinien de Yerba Mate sooooviel billiger hergestellt werden?
    Kann mich jemand aufklaeren?

    1. Vermutlich halten dort weniger Leute die Hände auf, bis das Produkt auf dem Markt ist 😉
      Ein anderer Grund könnte in dem Grad der Industrialisierung der Landwirtschaft liegen.
      Aber wir haben doch Landwirtschaftsexperten unter uns DACHLern – Wie seht ihr das?

    2. Es liegt zum Teil an den derzeitigen Wechselkursen , das diese
      Produkte soviel billiger sind !
      Was ernte und Anbau betrifft sind in den Nachbarlaendern die Entwicklungen,
      was Duengung und Pflege angeht etwas weiter im technischen Bereich als hier.
      Was aber allgemein fuer fast alle Produkte aus der Agrarbranche betrifft

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