Lugo sagt, er kann wiedergewählt werden

Liberale und Colorados haben die Aussage vom Ex-Präsidenten Fernando Lugo zu seiner möglichen Wiederwahl sofort argumentativ entkräftet, denn in der Verfassung ist die Wiederwahl eines Präsidenten nach den Erfahrungen der Diktatur explizit verboten.

Senator Lugo, Parteivorsitzender der Frente Guasu und ehemaliges Staatsoberhaupt, sagte am vergangenen Freitag gegenüber der Presse, er sei in der Lage als Präsident wiedergewählt zu werden wenn die Bürger das wünschen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Lugo diese Aussage traf, mittlerweile wird das Streben zurück an die Macht intensiviert. Er wies darauf hin, es gebe mehrere Interpretationen in Bezug auf die Verfassung bei den Präsidentschaftswahlen, eine davon sei, dass derzeit nur der amtierende Präsident und Vizepräsident nicht wiedergewählt werden können.

Diese Möglichkeit muss aber erst fundiert untersucht werden, auch habe ich keinerlei Verlangen nach Macht, aber, „aufgrund der politischen Lage oder anderer Möglichkeiten können sich die Dinge ändern. Ich habe noch nichts entschieden, die Leute reden viel, es fehlen noch drei Jahre bis zu den Wahlen in 2018“, sagte er.

Angesichts dieser Aussagen erklärten die Abgeordneten der Liberalen und Colorados, sie sind nicht einverstanden mit der Interpretation von Lugo. Im Artikel 229 über die Dauer des Mandats ist klar definiert, dass unter keinen Umständen ein Präsident oder Vizepräsident wiedergewählt werden kann.

Der liberale Senator Fernando Silva Facetti sagte, die linken Politiker lügen wenn sie so eine Behauptung aufstellen. „Weder Cartes, noch Lugo, auch nicht Nicanor oder Federico können für das Amt des Präsidenten der Republik kandidieren, es sei denn es gibt eine Verfassungsänderung“.

Der Colorado Senator Mario Abdo Benitez sagte, eine Wiederwahl wäre sicherlich ein Thema, wenn gute Politik gemacht wurde, zu einem bestimmten Zeitpunkt sollte man das Thema überprüfen.

Quelle: La Nación

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13 Kommentare zu “Lugo sagt, er kann wiedergewählt werden

  1. der Lugo kappierts wohl nie….!! seit er wie ein ….. vorzeitig vom Amt weggejagt wurde (Gott sei Dank) gibt er diese Ammenmaerchen von sich……! weder das Volk wuenscht Lugo als Praesidenten noch erlaubt es die Verfassung!!

    1. Da liegst du falsch, mein lieber Gamsbart. Lugo hat im Volk eine so hohe Popularität wie noch nie. Von so einen Rückhalt im Volk kann der Cartes nur träumen.

      1. ach quatsch, lediglich ein paar linke Spinner und die ueblichen Landbesetzer mit verbrecherischer Absicht laufen ihm nach, sonst niemand!! – das Volk hat ja 4 Jahre lang gesehn was er fuer ein wahres Gesicht hat…..!!

        1. Ja, das hat man gesehen. Gesundheitsposten für das arme Volk wurden im ganzen Land unter Lugo eingerichtet. Sogar bei uns im Chaco, davon konnten die Chaco Bewohner bislang nur träumen. Ganz im Gegenteil unter Franco und Cartes, für denen sind die Rindviehcher wichtiger als das Volk. Im ganzen Lande werden jetzt Gesundheitsposten für Rinder eingerichtet. Rinder Aftosa bekämpfung ist wichtiger als als die Gesundheit des Volkes. Ich will damit nicht sagen das die Aftosa Bekämpfung unwichtig ist, aber viel wichtiger ist die Gesundheit des Volkes. Gruss an den Mammon.

  2. Ich interpretiere das so: Eine Wiederwahl direkt an eine abgeleistete Amtszeit ist nicht moeglich. Ist aber eine Amtszeit eines anderen Praesidenten dazwischen dann ist es ja keine Wiederwahl, sondern eine Neuwahl. Siehe Chile.

    1. Nein falsch! in Paraguay heisst es wer schon mal President war darf nicht mehr gewaehlt werden. In Brasilien oder Chile z.B. steht in der Verfassung das eine direkte Wiederwahl nicht erlaubt ist, es muss mindestens 1 Amtszeit dazwischen liegen.

      1. Korrektur: In Brasilien ist eine Wiederwahl moeglich , direkt nach der 1ten Amtszeit!
        Siehe , die letzten 3 Praesidenten wurden jeweils wiedergewaehlt , und hatten jeder
        2 Perioden regiert !

  3. Mit seiner Schwester als „First Lady“, das braucht wirklich niemand mehr. Vielleicht sind noch ein paar unentdeckte Kinder aus seiner Bischofszeit, die mit lautem Mediengeschrei entdeckt werden wollen. Unabhängig der politischen Fakten zur möglichen Wiederwahl, die Zeit der Sandalenfilme ist vorbei, also sollte er auf seiner Estancia „Santa Carmen“ bleiben und keinen unnötigen Wirbel machen.

    1. Für die Zweifler an der Richtigkeit, dass Lugo diese Estancia besitzt:
      http://www.abc.com.py/articulos/abogado-de-fernando-lugo-envuelto-en-compra-de-millonaria-estancia-332447.html
      Allerding – abc bedeutet nicht automatisch, dass es stimmt, was abgedruckt wird.
      Aber in dem Fall gab es wohl schon mehr Beweise.
      Interessant, wie ein Präsident von Paraguay in kurzer Zeit diesen Kaufpreis aufbringen konnte, denn das war schon 2011.
      Trotzdem stehen nicht nur „linke Spinner“ hinter Lugo, denn er hat das kostenlose (so nicht funktionierende) Gesundheitswesen eingeführt und die kostenlose Schulspeisung, die für viele Kinder die einzige Mahlzeit des Tages ist.

      1. @ich Wie Sie bereits einräumen; da dieser Artikel in ABC erschien, bedeutet dies nicht automatisch, daß er deshalb an Wahrhaftigkeit gewinnt. Die Sache mit der angeblichen Lugo-Estancia, wurde damals von interessierten Politkreisen lanciert, um F.L. in Misskredit zu bringen. ABC hat hier 3 Jahre lang fleißig mitgewirkt. Sollte jedoch hier irgend ein Leser den Beweis für die Existenz dieser Estancia erbringen, so leiste ich gerne Abbitte.

        1. Tja, da könnte wohl er selbst nur Auskunft geben – und ob er die Wahrheit sagt, wissen wir auch nicht 😉

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