Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul

Asunción: Das riesige Wohnungsbauprojekt San Francisco steht kurz vor seiner Einweihung. Einige der zukünftigen Bewohner weigern sich jedoch dahin umzuziehen, da es anscheinend an allem mangelt.

Die zukünftigen Bewohner des Stadtviertels San Francisco, finanziert von Itaipú Binacional, sprechen von Baumaterialien schlechter Qualität, von zu kleinen Räumen und nicht vorhandenem Lärmschutz.

Eine von unzähligen Forderungen des Wohnungsbausekretariats ist der Umzug mit leichten Möbeln aus Pinienholz. Die Sprecherin der Bewohner, Rubita Díaz machte fehlende Fundamente und 6 mm Baustahl dafür verantwortlich, was beim Bau der Wohnungsblöcke benutzt wurde.

Fast 100% der neuen Bewohner sind es nicht gewohnt mit Gasherden zu kochen. Sie nutzen ausschließlich Feuerkochstellen, die in Wohnungen ohne Balkon und eigenem Stück Land dahinter nicht wissen, wie es weitergehen soll.

Den Bewohnern wurde anfangs mitgeteilt, dass dieses Wohnungsbauprojekt kostenlos für sie sei. Mittlerweile änderte dies sich. Auch wenn 120.000 Guaranies für viele entbehrlich sind, ist das bei den Bewohnern nicht immer der Fall. Und wenn, müsste auf etwas anderes verzichtet werden.

Schlussendlich forderte Díaz, dass man die Baustellen verifiziert, da Familien mit mehreren Kindern schlecht in einem Schlafzimmer mit 3 x 2,70 m Platz finden. Insgesamt sollen 200 Familien sich weigern einzuziehen. Das Projekt genießt politische Wichtigkeit.

Die Generaldirektorin des Senavitat, Adriana Ávila, sieht es als nicht objektiv an, dass Rubita Díaz so schlecht über das neue Stadtviertel spricht, ohne eine Verifizierung abgewartet zu haben.

Wochenblatt / Última Hora

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3 Kommentare zu “Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul

  1. Hat schon jemals ein Politiker hier gesehen wie das einfache Familien in Paraguay leben? Sicher nicht eingesperrt in solchen Siedlungen. Ohne Aussenplatz… mehrstöckig…. weg gesperrt wie im Gefängnis. Paraguayer sind drinnen wenn es regnet, kalt ist oder zum TV schauen…einfache Paraguayer haben ein Recht auf ein wenig Würde und nicht auf sowas

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