Einstürzende Schulbauten

Im vergangenen Jahr stürzte das Dach des „Colegio Nacional de Lambaré“ während des Unterrichts auf eine Schulklasse. Wie sich zeigte war die eigentlich neue Konstruktion unfachmännisch und mit minderwertigen Materialien errichtet worden, während Beträge weit über dem Marktpreis abgerechnet wurden.

Der damalige Bürgermeister und der Verwaltungsleiter der Schule wurden angeklagt, das Verfahren schwebt noch und inzwischen wird gegen die Staatsanwältin, die sich wagte gegen einen gut vernetzten Politiker vorzugehen, wegen schlechter Amtsführung in einem anderen Fall ermittelt.

Der betroffene Gebäudeteil wurde komplett abgerissen und an seiner Stelle entstehen zurzeit sechs neue Klassenräume (Bild), die in Kürze bezugsfertig sein sollen, berichtet Diego Martínez, der im Februar die Leitung der Bildungseinrichtung übernahm.

In der vergangenen Woche brach das Dach des „Colegio Nuestra Señora de la Asunción“ im historischen Zentrum von Asunción ein, das Gebäude befand sich zwar unter Denkmalschutz, es waren aber in den vergangenen Jahrzehnten keine Mittel für die Instandhaltung verfügbar.

Für den Wiederaufbau sind nun 7 Monate Zeit und 1,5 Milliarden Guaranies veranschlagt. Die Schüler finden derweil Zuflucht in Klassenräumen, welche die benachbarte private Universität Unida zur Verfügung stellt.

Was mit den Milliardenbeträgen aus dem Fonacide-Fond, der zur Sanierung des Bildungswesens Paraguays geschaffen wurde, geschieht, bleibt wohl für immer das Geheimnis der Kommunalpolitiker, die sich weigern, Rechenschaft darüber abzugeben.

Quelle: Paraguay.com